Freitag, 14. Juli 2017

Der Wahnsinn hat Methode!

Wahnsinn! Zum Anfang hat er die Politiker befallen, welche die völlig absurde Entscheidung trafen, ein G20-Gipfeltreffen mitten in einer Großstadt zu veranstalten. Da war der Krawall natürlich vorprogrammiert und für den Fall, dass der interessierte Krawall-Tourist Ort und Termin noch nicht richtig verinnerlicht haben sollte, wurden ihm tage- ja wochenlang in allen Medien die einschlägigen Sicherheitsvorkehrungen, die 20 000 Polizisten und die Sperrzonen in so verlockenden Bildern vorgeführt, dass es schon fast einer Einladung gleichkam. Von einer bewussten Provokation mag ich nicht ausgehen, aber z.B. die „bedauerlicherweise zum ungünstiegen Zeitpunkt“ erfolgte Verlegung diverser Radpanzerwagen der Bundeswehr durch Hamburg von einer Kaserne in eine andere im Stadgebiet, wegen, na klar, „besserer Parkmöglichkeiten“, stimmte mich zumindest nachdenklich.

Und selbstverständlich hat die Wahnsinnsfraktion der Vollidioten die Medienbotschaft verstanden. „Vollpfosten aller Länder vereinigt euch!“ Und sie kamen, die „schwarzen Blöcke“ sowieso, die kommen immer, aber auch jede Menge Volltrottel und Vollgesoffskies, die ansonsten an Wochenenden ihre geistige Beschränktheit mit dem Rausreissen von Sitzschalen und Rumkokeln in Fussballstadien und dem Demolieren von Eisenbahnwaggons beweisen.

Da wollte dann die Politik und die Justiz und die Polizei in Sachen Dämlichkeit nicht nachstehen und ihre Unfähigkeit zur Deeskalation durch Hilflosigkeit, absurde Urteile (zelten ja, schlafen nein) und überzogene Härte gegen friedliche Demonstranten unter Beweis stellen.

Den Vogel schoss aber wieder mal die Springerpresse ab, deren Erzeugnisse an Niedertracht und heuchlerischer Doppelmoral einfach nicht zu toppen sind. Da animiert die Bildzeitung doch auf ihrer Titelseite zur „Verbrecher“-Jagd und veröffentlicht ebenda Fotos von Steine –oder Flaschenwerfern (wer will bei diesem Drecksblatt Fotomanipulation ausschließen) und trötet lauthals:“Wer kennt diese Verbrecher?“

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Ach ja, wie schön ist es da doch einmal das Schwesterblatt „Die Welt“ anzuschauen. In Venezuela finden momentan ebenfalls ziemlich rüde Demonstrationen statt. Allerdings geht’s da gegen die amtierende linke Regierung und da ist Steinewerfen dann sogar absolut sexy.

Bildüberschrift „Die Welt“: „ Sie ist Venezuelas schönste Demonstrantin!“

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Ist sie nicht süss? Aber auch wenn’s härter zur Sache geht, z.B. im Iran. Regierungsgegner finden da bei der Welt vollstes Verständnis, mag der Stein auch noch so schwer sein.

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„Nieder mit der Diktatur!“ , denn da diesen Jungs das Wahlergebnis nicht passt, ist das Steinewerfen absolut ok.

Und nun zum Schluss noch ein ganz, ganz lieber Dank an die Polizei – in unser aller Namen –durch die Bildzeitung.
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Das ist doch wirklich herzallerliebst! Danke!

Samstag, 3. Juni 2017

Mit Kind nach Südafrika – ein misslungener Versuch

Unser Sohn hat mit seiner Freundin und deren Sohn (11) 14 Tage Südafrika gebucht, d.h. die Flugtickets, ein Leihauto und diverse Unterkünfte während einer Rundreise. Reiseantritt war ursprünglich gestern Abend (SAA von München), wurde aber, SMS-Nachricht vom Donnerstag, auf heute, also Samstagmorgen 7.00 verschoben. Flugplanänderung ab 1.6 oder so was.

Wie auch immer, die drei erschienen pünktlich um 5 Uhr in der Früh am SAA-Check-In. Die Pässe wurden eingelesen, die Original-Geburtsurkunde des Kindes vorgelegt. Letztere, also die Geburtsurkunde, muss bei jeder Ein- oder Ausreise eines Kindes lt. einem vor 2 Jahren beschlossenen Gesetz bei der südafrikanischen Grenzkontrolle vorgelegt werden. Das war bekannt und noch schien alles normal, problemlos. Die diversen Koffer wurden auf’s Laufband gesetzt, verschwanden Richtung Flugzeug und die Bordkarten wurden ausgehändigt. Anschließend dann zur Sicherheitsüberprüfung, alle Scanner für Körper und Handgepäck durchlaufen, danach durch die deutsche Passkontrolle in den Transitbereich. Noch einen Kaffee, noch ein wenig Duty-Free-Shopping, alles Routine, und zur richtigen Zeit reihte man sich in die Warteschlange am Abflug-Gate.

Die Bordkarte nochmal durch einen Scanner und eine letzte Passkontrolle. Hoppla – hier stimmt was nicht. Im Kinderpass des Buben war eine Passverlängerung eingeklebt, ganz offiziell vom deutschen Einwohnermeldeamt. „Der Junge wird in nach der Landung in Johannesburg damit nicht durch die südafrikanische Passkontrolle kommen,“ erfuhr man nun von der Gate-Kontrolleuse, „denn Verlängerungen in Kinderpässen, mögen sie maschinenlesbar und weltweit noch so gültig sein, werden in Südafrika nicht akzepiert.“ Punkt! Na, das ist doch mal eine tolle Nachricht. Es wird noch argumentiert, geschimpft und geflucht, es wird noch rumtelefoniert, aber - da ist nichts zu machen. Letztlich muss man dem Endgate-Controller dankbar sein, dass er das Problem noch rechtzeitig erkannte, wäre man doch ansonsten 10 Std nach Südafrika geflogen, um anschließend im Transitbereich des Johannesburger Flughafens auf den Rücktransport nach München zu warten und weitere 10 Stunden den bekannten Horror der Touristenklasse zu genießen.

Selbst schuld, könnte man sagen, hätte man das nun von SAA auch noch ausgegehändigte Merkblatt zu den Ein- und Ausreisebestimmungen Südafrikas genau studiert. Da steht explizit drin, dass „ machine readable extentions“ in Kinderpässen, „will not be accepted!“ Ja, hätte, hätte - denn 1. sieht man das Merkblatt nun zum ersten Mal und 2. liegt der Gedanke nicht unbedingt nahe, da man bei verschiedenen Reisen nach Asien noch nirgends Probleme mit diesem, sonst weltweit akzeptierten Pass gab.

Den Schock, die Enttäuschung und die Frustration der drei, die samt den gepackten Koffern nach 4 Stunden, statt im Flieger zu sitzen, wieder zuhause in Gröbenzell ankamen, mag ich mir gar nicht ausmalen. Natürlich sind jetzt auch alle bereits angefallenen Zahlungen (siehe oben) futsch und von unserer zerstobenen Vorfreude unseren Sohn mit Anhang in Kürze hier wiederzusehen, mag ich gar nicht reden.

Natürlich habe ich versucht, mir den Sinn dieser komischen Grenzübertrittsregel zu erklären und, da ist natürlich eine Logik drin: Kinder verändern sich im Aussehen relativ rasch und um die Übereinstimmung des Kindes mit der Geburtsurkunde prüfbar zu machen, muss ein einigermassen aktuelles Passfoto vorliegen, was bei einer Verlängerung nicht unbedingt gegeben sein könnte. Im vorliegenden Fall aber entspricht die Verlängerung dem Orignal der Erstausstellung, einzig das Passfoto ist neu und aktuell. Die Maschinenlesbarkeit ist gegeben und einzig der Sachverhalt, dass diese Seite in den Pass eingeklebt wurde, ganz offiziell von der deutschen Behörde, führt zur Nichtakzeptanz Südafrikas ( Hier werden halt zuviele Dokumente gefälscht.) Im Prinzip nämlich wurde die Regelung mit der unbedingten Vorlage der Original-Geburtsurkunde für die AUSREISE aus Südafrika geschaffen, weil hier fortwährend Kinder verschwanden und die, wie man herausfand, ins Ausland verkauft wurden. Ein Versuch also, Menchenhandel zu unterbinden, der aber von der hiesigen Tourismusbranche heftig kritisiert wird, weil oben beschriebene Situation kein Einzelfall ist. Die sture, unflexible Handhabung der weltweit einmaligen Einreiseregeln für Familien mit Kindern schaden, so die Branche, dem ansonsten so touristenfreundlichen Ruf Südafrikas.

Eben habe ich noch mit dem Sohn gesprochen. Südafrika ist jetzt erstmal abgehakt und da er und seine Freundin Urlaub haben, packen sie die Koffer erst gar nicht aus, sondern machen sich heute Nacht auf den Weg nach Livorno und dann mit der Fähre rüber nach Korsika. Sicher ein guter Weg, den Frust zu verdauen.

Sonntag, 14. Mai 2017

Mir gefällt’s!

Sehr sogar, denn endlich ist es der SPD gelungen, auch in NRW, ihrem Kernland, so unkenntlich zu werden, dass bis auf einen kläglichen Rest immer älter werdender Immer-SPD-Wähler, niemand wüsste, warum er für diese trantütige Partei stimmen sollte. Den endgültigen K.O. gab sie sich dann zuletzt noch selbst, als sie die Links-Partei zum Hauptgegner erklärte. Dass sie dadurch, grandioser Nebeneffekt, auch noch eine FDP in die Regierung hievt (z.Zt. jedenfalls, da die Linke es nicht zu schaffen scheint), rundet das Bild des totalen, aber leicht vorhersagbaren Debakels auf Feinste. Ach ja, der Schulz-Effekt – irgendwie schien mir die Medienverweildauer von Pokemon-Go oder Horrorclowns länger, aber bis zum vollständigen SPD-Desaster im Herbst ist ja noch 4 Monate hin. Na dann – guten Rutsch!

Montag, 10. April 2017

Uschi redet Quatsch

Wäre ja nicht so tragisch, wenn diese Uschi, irgendwie widerstrebt mir hier die Niedlichkeitsform, nicht die Bundesdeutsche Verteidigungsministerin wäre mit Ambitionen für höhere politische Aufgaben. Du meine Güte! Als ich dieser brunzdoofen Henne gestern beim Lügen und peinlich-pathetischem Dummquatschen zuschaute, da schwoll mir doch der Kamm und so eine hochnotpeinliche Quasselstrippe in politischer Verantwortung zu wissen, kann einem schon Angst einjagen. Völkerrecht? Da stimmt sie mit der beleidigten Leberwurst Kormblum heftig nickend überein „muss man manchmal auch etwas sportlich auslegen!“
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Und selbstverständlich faselt sie: „Da bin ich nicht ihrer Meinung“ als ihr der Linke Jan van Aken den Art.2, erklärt. "Das Völkerrecht sieht keine einseitigen militärischen Straf- und Vergeltungsaktionen vor. Zudem muss eine solche gewaltsame Maßnahme gegen einen souveränen Staat immer zuerst durch den UN-Sicherheitsrat autorisiert und somit sanktioniert werden“ Soso, die deutsche Verteidigungsministerin hat zu einem der wichtigsten Artikel des Völkerrechts eine eigene, selbstgebastelte Meinung. Aber das ist auch nötig, weil sie ja den Marschflugkörperangriff der US-Amerikaner auf einen syrischen Flugplatz „Richtig“ findet, weil, ja auch das weiß diese Karikatur einer Politikerin ganz genau.: „Der Schlächter Assad (beautiful Babies / Trump) mit Giftgas qualvoll umbringt!“

Dieses, immer mit bedeutungsschwangerem Pathos vorgetragene, Dummgebrabbel wiederholt von-der-Leyen bei „Anne Will“ in Endlosschleife wieder und wieder. Sie wurde, mehrmaliges Zitat: „Nicht müde es immer wieder zu sagen!“ Ja, was eigentlich? Bloß nix gegen Trump, von dem selbst die mümmelnde Fettleibigkeit Kornblum nicht weiß, was der vorhat. Nee, jetzt war ich müde, dieser Suada aus erschreckenden Rechtsverdrehungen und völlig haltlosen Behauptungen weiter zu folgen. Wenn das die politische Elite ist – oje, oje!

Dienstag, 29. November 2016

Fuck the fake

Der Justizminister ist zutiefst besorgt und der „Bericht-aus-Berlin“-Moderator stellt gerne seine gesamten 15 Minuten diesem eminent wichtigen Thema zur Verfügung: Falschmeldungen, neudeutsch „fakenews“, in den asozialen Netzwerken und die politische Beeinflussung der Bevölkerung durch eben solche. Das geht natürlich nicht, das muss aufhören, denn für Fakenews waren bisher einzig BILD und Glotze zuständig, weil man lt. Ex-Kanzler Schröder mit diesen beiden Deutschland regieren kann.

Blöd ist natürlich, dass es das Internet gibt, wodurch die „Wahrheiten“ von Bild, Glotze und dem ganzen Mainstream zumindest hinterfragt werden können und zu oft als echte Fakenews enttarnt werden. Blöd auch, dass man erst diese unsäglichen Datenkraken Facebook und Twitter als weiteres nützliches Instrument der direkten Beeinflussung in geradezu obzöner Weise propagiert hat, um nun plötzlich festzustellen, dass dort nicht nur der Herr Maas oder die Frau Nahles ihren Quatsch posten können, sondern andere, wer auch immer ( der böse Iwan - huhu?), Maas und Nahles daraufhin als Flachpfeifen kennzeichnen, was allerdings der Wahrheit ziemlich nahe kommt und ganz sicher kein Fake ist.

Wie weit die politische Diskussion in Deutschland mittlerweile verkommen ist, konnte man letzten Mittwoch im Bundestag erleben. Da hielt zum Kanzleretat die Sarah Wagenknecht eine einer Oppositionsführerin angemessende Rede, benannte die jedem bekannten Probleme, die es ja objektiv auf allen Politikfeldern gibt und ließ kein gutes Haar an der Regierung. Eine typische Oppositionsrede halt, wie sie zu Zeiten, da sich Regierungsparteien und Opposition als etwa gleichstarke Blöcke gegenüberstanden, völlig normal war. Anschließend singt die Kanzlerin ihr bekanntes Mantra, dass es Deutschland gut ginge und erzählt wie prima alles ist, ohne auch nur auf einen Kritikpunkt der Vorrednerin einzugehen. Auch das ist nicht verwunderlich und normal. Doch dann erscheint das dauergrinsende Backpfeifengesicht des SPD-Fraktionsführers Opppermann und dieser Quotenbringer der Sozialdemokratie ist sich nicht zu blöde, die doch ziemlich detailreiche Oppositionsrede der Wagenknecht als puren Populismus, was immer das heißen mag, zu bezeichen, wodurch sich natürlich auch die argumentative Auseinandersetzung mit auch nur einem der Kritikpunkte erübrigt. Viel einfacher ist es da, die Querfront ( Linke = AfD) zu beschwören. Oppermann wörtlich:

„Früher hieß es: Proletarier aller Länder vereinigt euch. Heute heißt es: Populisten aller Länder vereinigt euch. Ihre Antwort auf den Populismus von Rechts ist mehr Populismus von Links. Sie wollen Frauke Petry im Deutschen Bundestag überflüssig machen.“

So einen Oppermann möchte man nicht in seiner Nähe wissen. Allein dieses angeborene (kann er ja nix dafür) Dauergrinsen reizt ungemein...Gemach, die SPD kann’s noch besser - jetzt kommt der neue Hoffnungsträger – gestern noch ein lustiger Würselner aus Brüssel, bald schon auf der ganz grossen Bühne in Berlin – Martiiiiin Schuuullzzzzz – (sorry, aber irgendwie kann ich über die SPD nicht mal mehr lachen.)

Dienstag, 8. November 2016

Amerikas next Top-Präsident

Wenn auch nur die Hälfte von dem stimmt, was sich die beiden Kandidaten in der Schlammschlacht der letzten Monate so gegenseitig vorwarfen, so wird der nächste US-Präsident/die nächste US-Präsidentin ein primitives, kriminelles Charakterschwein oder ein primitives, kriminelles Charakterschwein sein. Tolle Wahl, die den amerikanischen Wählern da angeboten wird.

Politik ist langweilig und wird deshalb einzig in Form von Allgemeinplätzen oder populistischer Kraftmeierei der lächerlich verkleideten und ekstatisch kreischenden Menge halbdebiler Fans zugemutet. Nur zu verständlich, dass sich dann heute, wie üblich, etwa 50% der Wahlberechtigten so einer Negativ-Auswahl verweigern. Wer, wenn er noch einigermaßen bei Verstand ist, will sich schon mit lächerlich verkleideten und ekstatisch kreischenden Vollhonks gemein und mitschuldig machen, einem (s.o.) kriminellen Charakterschwein zu realer Macht verholfen zu haben?

PS: Da es unfassbarerweise gelungen ist, bei einem gehörigen Teil der Deutschen die Vollkörpertätowierung als Erkennungszeichen für einen trendigen Vollidioten durchzusetzen, habe ich wenig Zweifel, dass der politikabstinente Jauchekübelwahlkampf bald auch in Deutschland fröhliche Urständ feiert. „Angie“- oder „Siggi“-Schilder-schwingende Pickelgesichter lassen mich nichts Gutes ahnen.

Freitag, 28. Oktober 2016

„Es müssen ja auch nicht alle schlau sein!“...

....meint Deutschland-Radio Kultur und vermittelt seinen jungen Hörern „Kakadu -Nachrichten für Kinder“. Großartig, wie da mit kindgerechter Wortwahl und in lockerem Vortrag schon unsere Kleinsten auf die richtige, von jeglichem Zweifel ungetrübte, Sichtweise eingestellt werden. Putin ist böse, führt Kriege und hält sich an keinerlei internationale Regeln. Vergeblich werden die Guten, Merkel, Hollande und Poroschenko!! den bösen Putin anflehen, mit dem Kriegführen doch bitte, bitte aufzuhören. Höchstwahrscheinlich vergeblich, wie die mit Halbwahrheiten gespickte Schauergeschichte eines Marcus Pindur suggeriert.

Für mich stellt sich jetzt einzig die Frage, wer ein Interesse daran hat, dass die Geschichte vom bösen Putin bereits in Kinderhirnen festgeklopft wird? Die Bundesregierung ist da eher unverdächtig, denn warum sonst reisen Seehofer und Stoiber plötzlich nach Moskau zu eben diesem bösen Putin, und warum kommt dieser „Massenmörder“ (Originalton US-Uralt-Kommunistenfresser Don Jordan) nach Berlin, um mit Merkel, Hollande und Poroschenko Wichtiges zu besprechen. Natürlich enden alle diese Gespräche, ohne dass wir irgendetwas über die Inhalte erfahren, „ergebnislos“. Aber ja doch, die Spitzenpolitiker wichtiger Länder fliegen mal eben so, nach Moskau, nach Berlin, unvorbereitet, einfach mal so, zum Smalltalk, zum Kaffee, zum Bla-Bla! – Ach nee, das ist jetzt die Märchenstunde für Erwachsene in den Abendnachrichten.

Mein Gott, die Furcht vor den misstrauischen Argusaugen des „amerikanischen Freundes“ muss verdammt tief sitzen und ist wahrscheinlich tunlichst angebracht.

Dienstag, 9. August 2016

Hoeneß for president

Das passt doch wie die Faust auf's Auge. Zu den peinlichen "Bayern" gehört ein peinlicher Präsident. Und wieso auch nicht?

In Zeiten, in denen lügende Schwarzgeldempfänger Finanzminister sein können, in denen gerichtsnotorische Zockerbanker ihren Geburtstag im Kanzleramt feiern dürfen und "Mission-accomplished"-Kriegsverbrecher, in Heldenpose rumgockelnd, bejubelt werden, da muss doch so ein kleiner Steuerbetrüger beim wichtigtuerischen Drang ins Rampenlicht nicht zurückstehen.

Hoeneß hat, nach eigenem Bekunden, den größten Fehler seines Lebens begangen. Klar, er hat den blöden Fauxpas begangen, sich erwischen zu lassen. Gott sei Dank, denn sonst würde er uns heute noch mit seinem heuchlerischen Geschwätz bei Anne Will nerven.

Seine Steuerbetrügereien waren kein Fehler, sondern bewusstes kriminelles Verhalten. Ob Hoeneß das zwischenzeitlich verstanden hat? Ich habe da meine Zweifel. Jedenfalls gönne ich den „Bayern“ so einen Präsidenten von Herzen.

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