Donnerstag, 24. Dezember 2015

Weihnachten in Afrika

Längst vergessen das Klischee,nikolausi1
zu Weihnachten gehörte Schnee.
Zu Weihnachten ist es hier heiß,
doch auch in Deutschland ist nix weiß.
Da ist’s zu warm, kein Schnee in Sicht,
Dies Problem stört uns hier nicht.
Wir haben’s Meer und Sonne satt,
alles findet draußen statt
und am Strand, am Pool, im Garten,-
kann man entspannt auf’s Christkind warten.
Das kommt auch hier wie überall -
und bringt dadurch auf jeden Fall
dem Handel stattliche Gewinne.
Stop – eh ich hier mit Kritik beginne,
Zitier ich einen der es kann,
Erich Kästner heißt der Mann:

Weihnachtslied, chemisch gereinigt
von Erich Kästner

Morgen, Kinder wird´s nichts geben!
Nur wer hat, kriegt noch geschenkt.
Mutter schenkte euch das Leben.
Das genügt, wenn man´s bedenkt.
Einmal kommt auch eure Zeit.
Morgen ist´s noch nicht so weit.

Doch ihr dürft nicht traurig werden.
Reiche haben Armut gern.
Gänsebraten macht Beschwerden.
Puppen sind nicht mehr modern.
Morgen kommt der Weihnachtsmann.
Allerdings nur nebenan.

Lauft ein bisschen durch die Straßen!
Dort gibt´s Weihnachtsfest genug.
Christentum, vom Turm geblasen,
Macht die kleinsten Kinder klug.
Kopf gut schütteln vor Gebrauch!
Ohne Christbaum geht es auch.

Tannengrün mit Osrambirnen -
Lernt drauf pfeifen! Werdet stolz!
Reißt die Bretter von den Stirnen,
Denn im Ofen fehlt´s an Holz!
Stille Nacht und heil´ge Nacht -
Weint, wenn´s geht, nicht - sondern lacht!

Morgen, Kinder wird´s nichts geben!
Wer nichts kriegt, der kriegt Geduld!
Morgen, Kinder, lernt fürs Leben!
Gott ist nicht allein dran schuld.
Gottes Güte reicht so weit ...
Ach, du liebe Weihnachtszeit!


Ja doch, ich wiederhole mich, aber 1. ist's noch genauso aktuell wie vor 10 Jahren und 2. wird ja auch "Der kleine Lord" oder "Dinner for one" Jahr für Jahr im TV wiedergekäut. Wenn die das dürfen... Egal, da hab ich dann noch ein Gedicht, ist vom seligen Loriot, kennt natürlich auch jeder, aber da es so richtig anheimelnde Weihnachtsstimmung vermittelt will ich es denen, die's evtl. noch nicht oder nicht mehr kennen, nicht vorenthalten:

Es blaut die Nacht, die Sternlein blinken
Schneeflöcklein leis' herniedersinken.
Auf Edeltännleins grünem Wipfel
häuft sich ein kleiner, weißer Zipfel.
Und dort, vom Fenster her, durchbricht
den tunklen Tann ein warmes Licht.

Im Forsthaus kniet bei Kerzenschimmer
die Försterin im Herrenzimmer.
In dieser wunderschönen Nacht
hat sie den Förster umgebracht.
Er war ihr bei des Heimes Pflege
seit langer Zeit schon sehr im Wege.
Drum kam sie mit sich überein:
Am Niklasabend muß es sein.

Und als das Rehlein ging zur Ruh'
das Häslein tat die Augen zu,
erlegte sie - direkt von vorn -
den Gatten über Kimm' und Korn.
Vom Knall geweckt rümpft nur der Hase
zwei, drei, viermal die Schnuppernase
und ruhet weiter süß im Dunkeln
derweil die Sterne traulich funkeln.

Und in der guten Stube drinnen,
da läuft des Försters Blut von hinnen.
Nun muß die Försterin sich eilen,
den Gatten sauber zu zerteilen.
Schnell hat sie ihn bis auf die Knochen
nach Waidmannssitte aufgebrochen.

Voll Sorgfalt legt sie Glied auf Glied,
was der Gemahl bisher vermied,
behält ein Teil Filet zurück
als festtägliches Bratenstück
und packt darauf - es geht auf vier -
die Reste in Geschenkpapier.

Da tönt's von fern wie Silberschellen,
im Dorfe hört man Hunde bellen.
Wer ist's, der in so später Nacht
im Schnee noch seine Runden macht?
Knecht Ruprecht kommt mit goldnem Schlitten
auf einem Hirsch herangeritten.

"He, gute Frau, habt Ihr noch Sachen,
die armen Menschen Freude machen?"
Des Försters Haus ist tief verschneit,
doch seine Frau ist schon bereit:
"Die sechs Pakete, heilger Mann,
's ist alles, was ich geben kann."

Die Silberschellen klingen leise,
Knecht Ruprecht macht sich auf die Reise.
Im Försterhaus die Kerze brennt,
ein Sternlein blinkt - es ist Advent!


Mmmhh, naja - wie finde ich nun zurück zum Wesentlichen? Achso: nikolausi1
god-Jul1







,

Freitag, 20. November 2015

Geburtstagskaffee ohne Salzwasser

10-years-afterWas ich letztlich schon andeutete ist jetzt endlich vollbracht. „Tief im Süden“ ist heute auf den Tag genau 10 Jahre online. Ja doch, im letzten halben Jahr war da wirklich nix los, tut mir leid, und auch die kürzlich angekündigten Superideen zur Weltrettung muss ich leider schuldig bleiben. Und um das Unglück voll zu machen, kündige ich hiermit an, dass ich den Betrieb doch noch nicht einstelle, d.h. dass Ihr mein linkslastiges Gezeter über das Elend in der Welt noch eine geraume Zeit ertragen müsst, nein nicht müsst, denn leider gibt’s ja keinen Anklickzwang, leider!

Nun gut, da die supertollen Ideen zur Weltrettung momentan noch nicht voll ausgereift sind, ich aber dennoch irgendwas schreiben möchte, so widme ich mich heute mal wieder unserer kleinen Welt hier an der Southcoast:

Halleluja - unser Leitungswasser ist nun, nach gut anderthalb Wochen wieder trinkbar! Wieso? Nun, aus unseren Wasserhähnen kam plötzlich nur noch Salzwasser – völlig ungenießbar und sogar gesundheitsgefährdend. Südafrika leidet in diesem Jahr unter einer außergewöhnlichen Dürre. Nicht hier bei uns an der Küste, da ist noch alles sattgrün, aber im Inland sieht’s schlimm aus. Es will einfach nicht genügend Regen fallen. Die Talsperren sind alle fast leer und die Flüsse sind trocken oder nur noch dünne Rinnsale. Die Farmer melden in weiten Teilen des Landes den Totalausfall der Maisernte und ähnliches hört man von den Zuckerrohrfeldern nördlich von Durban.

Wir beziehen unser Wasser aus dem Umzimkulu-Fluß, welcher hier bei Port Shepstone ins Meer mündet. Die Pumpstation liegt etwa 10 km oberhalb der Flussmündung. Durch die Gezeiten wird an der Mündung ein Sandwall aufgeschoben, wohinter sich der Fluss zur Lagune staut. Wird der Staudruck der Lagune zu groß, durchbricht der Fluss diesen Wall und strömt ins offene Meer. Das wäre normal, aber da der Fluss z.Zt. kaum Wasser führt baut sich nicht genügend Druck auf, das stehende Flusswasser wird bei hoher Flut mit Meerwasser vermischt, wird Brackwasser und langsam staut sich die Lagune kilometerweit, letztlich bis zur Trinkwasserentnahmestelle und jetzt wird hoch salzhaltiges Brackwasser ins Wasserwerk gepumpt, wo dann zwar alles gereinigt und ausgefiltert wird – außer dem Salz, denn dafür gibt’s keinen Filter und schon gar keine Entsalzungsanlage. Wer schon einmal Kaffee, aus Salzwasser gebrüht, genossen hat, weiß wie weit man dieses eklige Gebräu speien kann.

Jetzt haben die Wasserversorger in wenigen Tagen einen künstlichen Damm aufgeschüttet, direkt unterhalb der Entnahmestelle, weit oberhalb der Mündung, haben so eine Art Rückschlagventile in dem Damm eingebaut, sodass das aufgestaute Rinnsal vom Fluss zwar ablaufen, das Lagunenwasser aber nicht zum Frischwasser gelangen kann. Das funktioniert recht ordentlich. Kurz, jetzt kann man unser Leitungswasser wieder trinken. Selbstverständlich wird dieser provisorische Damm sofort weggespült, wenn es endlich mal wieder ausgiebig regnet und der Umzimkulu wieder zum richtigen Fluss wird. Aber dann wird dieser Notdamm ja auch nicht mehr benötigt.

In den ersten Tagen des Desasters gab es einen Run auf Flaschenwasser und die Läden waren im Nu ausverkauft. Dann kamen Tankwagen mit Frischwasser und überall wurden dann große Fässer aufgestellt, vor denen putzige Menschenschlangen mit Eimern und Bottichen anstanden. Endlich auch für uns Weiße mal ein zünftiges Drittweltfeeling.

Sonntag, 15. November 2015

Das Grauen - und kein Ende

Wieder sind wir geschockt und fassungslos. Brutale Terroranschläge auf die Zivilbevölkerung treffen uns immer bis ins Mark - wenn sie denn bei uns in Europa oder den USA verübt werden. Weit weniger geschockt, weniger fassungslos sind wir allerdings über die täglichen Bombenanschläge und Selbstmordattentate auf Marktplätze, Moscheen und größere Menschenansammlungen im Nahen und Mittleren Osten mit allwöchentlich Hunderten von zerfetzten oder verbrannten Zivilisten. Kaum, dass der tägliche Anschlag noch in unseren Nachrichten auftaucht und wenn, dann nur als weiterer Beweis für die Notwendigkeit, den Kampf, bzw. Krieg gegen den Terror mit aller Härte, d.h. noch mehr Waffenlieferungen in die Krisenregionen und noch mehr Luftangriffen fortzusetzen. Die dabei zwangsläufig anfallenden Kollateralschäden, mal wird eine Hochzeitsgesellschaft, mal ein Krankenhaus oder ein Kindergarten ausradiert, sind zwar bedauerlich, aber leider unvermeidlich und uns nur ein Achselzucken wert.

Und, kaum haben sich die Selbstmordattentäter in Paris in die Luft gesprengt, kaum hat sich der Explosionsrauch verzogen, treten die einschlägigen Betroffenheitsrhetoriker vor alle erreichbaren Mikrophone und faseln wieder das ewige Mantra von „den feigen Mördern“ und meinen damit selbstverständlich die Selbstmordattentäter, die ihr eigenes Leben für ihre, sicherlich perverse, Logik einsetzen. Die sind also feige, während der Bomberpilot, der seine tödliche Fracht aus sicherer Höhe liefert, der befehlshabende General oder die, letztlich für die Destabilisierung der gesamten Nahost-Region durch völkerrechtswidrige Angriffskriege verantwortlichen Politiker Helden sind und sich, „Mission accomplished“, gockelhaft verkleidet bejubeln lassen?

Alle vergießen jetzt wieder ihre Krokodilstränen, die Amerikaner, die durch ihre Regime-Change-Politik die gesamte Nahost Region ins Chaos gestürzt haben, die Franzosen, die als Hauptakteur Libyen zu einem „Failed State“ gebombt haben und als wirkliche Lachnummer die Saudis, die die Terrormiliz ISIS logistisch und mit Geld und Waffen versorgen. Von so Nullnummern wie dem Militärpfarrer Gauck will ich erst gar nicht reden – der Mann ist sowieso nur peinlich.

Die Anschlagsserie in Paris, in einer so lebendigen, weltoffenen Stadt, macht auch mich frösteln. Zu oft war ich selber dort, als dass mich solche Nachrichten nicht auch schockieren würden, aber ich kann auch nicht vergessen, dass es einen Hintergrund gibt, der in der medialen Betroffenheitssuada doch zu gerne ausgeblendet wird.

Donnerstag, 8. Oktober 2015

Auszeit vorbei? – Ich weiß nicht!

Zuerst nagt es gewaltig, ja, es plagt einen geradezu ein schlechtes Gewissen. Da gibt es irgendwo in Deutschland oder sonst wo ein paar Menschen, vielleicht 5 oder auch 10 wenn’s hoch kommt, die klicken immer wieder mal hier rein und die finden plötzlich über Monate - nix mehr. „Tief im Süden“ hat den Sendebetrieb eingestellt, weil der Blogger blackconti nicht mehr blogt sondern bockt.

Plötzlich wurd’s ihm fad. Er hatte seine Wut, seine Empörung über die notorischen Desinformationen und Halbwahrheiten der Politik und der unterstützenden Medien bis zum Abwinken ausgekotzt. Er merkte, dass er sich nur noch wiederholte und da es ihn langweilte, wollte er dasselbe seinen 3-5 Lesern ersparen.

Leicht fällt das Aufhören aber nicht, denn, siehe oben! Schließlich war das (ich würde eigentlich gefühlsmäßig immer viel lieber „der“ schreiben) Blog über fast 10 Jahre Teil meiner täglichen Gedankenwelt, aber mit jedem Tag, jeder Woche und schließlich jedem Monat der Abstinenz lässt das Verlangen nach und lebt man auch ohne veröffentlichtes Hirngeschwurbel ganz angenehm.

Dann aber stellt man plötzlich fest: Mein Gott, das waren ja wirklich fast 10 Jahre, d.h. nur noch einen Monat durchhalten, um dann mit einem Feuerwerk von Geistesblitzen zur Rettung der Welt den Laden ganz dicht zu machen! Großartige Idee und das schreib ich jetzt.

Leider hatte ich gerade keine süssen Kätzchenbilder zur Hand, aber ein Video mit „frolicking Whales“, aufgenommen von der hiesigen Reklame-Plattform „eHowzit“ direkt vom Strand in Shelly Beach sollte auch hinreichen, meine Vorstellung von einer heilen Welt zu symbolisieren. Diese Buckelwale kann man hier von Juni bis Anfang Dezember täglich beobachten Nicht immer so viele zusammen und nicht immer so nah, aber es müssen Tausende sein auf der Wanderung von der Antarktis in tropische Gewässer und retour.

Sonntag, 22. Februar 2015

Der Unmögliche

Ukraine mit Gauck
Es geht immer noch ein wenig peinlicher. Sind die diversen Reden unseres Bundespräsidenten schon schwer erträglich, formal und inhaltlich, so ist dieses Foto nur noch zum Fremdschämen. Sich mit diesen Verbrechervisagen Timotschenko, Jatzenjuk, Poroschenko und diesen unsäglichen Typen im Hintergrund gemeinsam ablichten lassen, zum Gedenken von Opfern, die eventuell genau diese Ganoven selbst zu verantworten haben – geklärt ist da ja bis heute gar nichts – wie unendlich dämlich, wie opportunistisch muss man sein, um sich vor diesen Propagandakarren spannen zu lassen. Dieser Mensch ist an politischer Dämlichkeit nicht zu überbieten

Samstag, 17. Januar 2015

++++ Neuer Messias? ++++ Merkel geht über Wasser ++++

Berlin: Die Tagesschau zeigt sensationelle Bilder wie die Kanzlerin
zu Fuß über die Spree geht. Wie einst Jesus versank sie dabei nicht
im Wasser. Auch der Vatikan bestätigte inzwischen den Vorgang. Es
wird darüber spekuliert, dass die Gläubigen in Zukunft beim Gebet die
Hände nicht mehr Falten sondern zu einer Raute zusammenfügen sollen.

Im Internet tauchten sofort wieder Verschwörungstheorien auf. Kai
Gniffke
, Chefredakteur von ARD-aktuell zeigte sich besonders von dem
Vorwurf verärgert, das ganze sei nur eine Inszenierung mit billigen
Tricks gewesen. In Wirklichkeit sei Merkel auf einer knapp unter der
Oberfläche verlegten Glasplatte gelaufen. "Natürlich war da eine
Glasplatte, aber es ist doch so: Wenn sich Politiker vor eine Kamera
stellen, ist das immer eine Inszenierung, jede Pressekonferenz ist
eine Inszenierung. Es ist die Botschaft auf die es ankommt und die
lautet eindeutig: Angela Merkel ist der neue Messias!"

TS-Zuschauer zeigen sich indes trotzdem enttäuscht: "Wenn sie schon der
Messias ist, hätte man sie auch ans Kreuz nageln sollen..."

++++ FT ++++ FT ++++ FT ++++ FT ++++ FT ++++

Leider nicht von mir! Gefunden auf Telepolis. Eine gekonnte Antwort auf Kai Gniffkes beleidigte Publikumsbeschimpfung.

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Endlich – Russland wackelt!

Die heutigen Nachrichten über den wirtschaftlichen Schwächeanfall der russischen Wirtschaft dürften 49% der Deutschen begeistert zur Kenntnis genommen haben. Endlich wirken die Sanktionen, der Rubel hat in einem Jahr die Hälfte seines Wertes eingebüßt und ausländische Investoren ziehen ihre Gelder ab. Schon wird über einen Bankrott Russlands phantasiert, da auch der Ölpreis gehörig nach unten manipuliert wurde. Da ist es nur konsequent, dass jetzt in den USA weitere Sanktionen beschlossen wurden, just in dem Moment, da in der Ukraine die vereinbarte Waffenruhe weitgehend eingehalten wird. Um sie noch besser einhalten zukönnen, werden die USA demnächst auch noch „tödliche“ Waffen an die Ukraine liefern.

Leider gehöre ich zu den 51% verschwörungstheoretischen Putinverstehern, die bei solchen Meldungen ein eher ungutes Gefühl beschleicht. Das riecht verdammt nach Krieg, denn selbst das kleinste Tier wehrt sich, wenn es zu sehr in die Enge getrieben wird. Die USA scheinen das Risiko eingehen zu wollen, sie sind weit weg, aber dass Europa diese Kriegstreiberei so unwidersprochen mitmacht, will mir einfach nicht in den Kopf.

Übrigens, die o.a. Prozentzahlen entnahm ich diesem Kommentar auf Tagesschau.de. Einem 2. Chefredakteur des Bayerischen Rundfunks angemessen, erläutert Christian Nitsche mir und weiteren 51% der Deutschen, dass wir angstgetriebene Verschwörungstheoretiker seien, die in ihrer Verblendung fälschlicherweise meinen, die Mainstream-Medien würden einseitig informieren. Durch unseren Abfall vom rechten Glauben gefährdeten wir letztlich die Demokratie. Oh weia, ein harter Vorwurf, aber leider, was soll ich machen, auch diesen Stuss glaub ich nicht.

Montag, 8. Dezember 2014

Ukrainekrise - erklärt von Dr. Eric Frey



Oh mein Gott, was geht in so einem Hirn vor:

"…Das geht wahrscheinlich nur mit einer weiteren Verschärfung der Sanktionen bis hin zum Abbruch aller Wirtschaftsbeziehungen mit Moskau, sowie mit direkter Militärhilfe für Kiew. Waffenlieferungen, die Stationierung von Nato-Truppen in der Ukraine bis hin zu US-Luftschlägen gegen Separatistenstellungen und russische Nachschublinien - alle Optionen gehören in diesen Tagen auf den Tisch.

Das ist höchst riskant, denn Putin ist nicht der Typ, der leicht zurückweicht. Die wachsende Kriegsgefahr bedroht die ohnehin schwache Konjunktur in Europa; das Blutvergießen in der Ostukraine wird kein Ende nehmen, und die Flüchtlingsströme werden anschwellen. Und am Ende dieses Eskalationsprozesses droht eine Konfrontation zwischen zwei Atommächten zu stehen.
Fast alle großen Kriege waren die Folge von Fehlkalkulationen zumindest einer Seite. Auch diesmal könnte das so enden.

Aber die Alternativen sind noch schlimmer. Wenn Putin aus der Ostukraine eine zweite Krim oder ein zweites Transnistrien machen kann, dann ist der Rest der Ukraine gefährdet, und in der Folge sind es dann wohl auch die baltischen Staaten und Polen…"
( (Eric Frey, DER STANDARD, 29.8.2014)


Ist dieser Clown nicht herzallerliebst? Der Mann ist Österreicher, hat einen Doktortitel und man fragt sich, wie jemand mit einem solchen Dachschaden eine akademische Ausbildung erfolgreich abschließen konnte. Das Risiko einer atomaren Auseinandersetzung - kein Hinderungsgrund für westliche Militäreinsätze in der Ukraine? Unglaublich, zu welchen Hirnschäden langjährige Aufenthalte in den Vereinigten Staaten führen können.

Übrigens, eine ziemlich dürre Meldung auf Spiegel-online von heute:

„Westliche Geheimdienste warnen vor Fehleinschätzung russischer Ukraine-Politik
Geheimdienstler aus Nato-Staaten warnen vor einer Fehleinschätzung der russischen Ukraine-Politik. Präsident Wladimir Putin werde eine Niederlage der Separatisten im Kampf gegen die ukrainische Armee zwar nicht hinnehmen, wolle aber nicht eskalieren. Der Kreml zielt nach dieser Einschätzung vielmehr auf eine Umwandlung der beiden Separatistengebiete um Donezk und Luhansk in funktionierende Verwaltungseinheiten. Im Fall einer Einigung mit Kiew sollten die beiden Gebiete in einer dann föderalisierten Ukraine den Einfluss Moskaus sicherstellen. Vor diesem Hintergrund verweisen die Geheimdienstler darauf, dass die russischen Spezialkräfte in der Ostukraine, laut offizieller Nato-Angabe einige Hundert Mann, auch eine Kontrollfunktion ausübten. Die Nachrichtendienstler gehen von mehr als einem Dutzend Gruppen unter den Separatisten aus, die in der Vergangenheit oft unkoordiniert vorgegangen und für Putin nur schwer zu steuern gewesen seien. Das wolle der russische Präsident jetzt ändern.“


Für unseren wackeren Kriegstreiber Dr. Eric Frey ist diese Meldung sicher nur russische Propaganda, weil ja sonst sein so schön antrainiertes, russlandphobisches Weltbild einfach zusammenkrachen würde. Das gleiche gilt natürlich auch für die Chefredaktionen der deutschen Leid – Medien. In den Nachrichten von ARD und ZDF sucht man jedenfalls vergeblich. Natürlich wird auch der Appell von 60 deutschen Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur :

Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen!

weder in den Abendnachrichten von ZDF-Heute noch in der ARD-Tagesschau auch nur mit einem Wort erwähnt. Aber das wundert mich schon seit Langem nicht mehr.

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