Fussball

Mittwoch, 23. August 2017

Der Videobeweis

Foul

Gegen den Videobeweis ist ja prinzipiell nichts einzuwenden. Als Unterstützung des Feldschiedsrichters in kniffligen Situationen ist er sicher hilfreich. Seit letzem Freitagabend müssen wir aber nun zur Kenntnis nehmen, dass der wahre Schiedsrichter eines jeden Bundesligaspiels in einem Keller in Köln sitzt. Dieser unsichtbare Oberschiedsrichter reagiert nicht auf Anfrage des Feldschiedsrichters, sondern entscheidet nach Ansicht diverser Zeitlupen, dass da ein Strafstoß fällig gewesen wäre, obwohl das Spiel schon ohne Unterbrechung irgendwo im Mittelfeld weiterläuft. Dieser Kellermann weist den Feldschiedsrichter nun an, das Spiel zu unterbrechen und diesen, unbestritten, berechtigten Elfmeter unverzüglich ausführen zu lassen. Das ist einfach skuril, denn wenn dieser merkwürdige Kellerschiedsrichter wirklich genau hinschauen würde, dann müsste er allerdings bei jedem Eckball Strafstoß geben, weil garantiert irgendein Abwehrspieler irgendeinen Angreifer mit den Händen an den Schultern oder am Trikot festhält oder niederringt. Das wird natürlich nicht, oder nur in Ausnahmefällen, passieren, was auch richtig ist, denn nach meinem Verständnis darf sich der TV-Kellergeist nur einmischen, wenn er vom Spielleiter vor Ort gefragt wird. Diese anonyme Oberschiedsrichterfunktion mit Weisungsrecht ist einfach lächerlich.

Klar, das muss mir ja stinken, weil’s meine geliebte Werkself getroffen hat und dieser Elfer selbstverständlich den widerwärtigen Bayern zugeschustert wurde. -- Nee, das oben angeführte meine ich schon ernst. Das geht einfach nicht.

Fragen ergeben sich auch aus diesen „Abseits oder nicht Abseits“-Videoentschiedungen. Beim „Ball im Tor“ kann man das ja noch einigermassen nachvollziehen, obschon das besonders, wenn's länger dauert, ein echter Spontanitätskiller ist. Aber wie sieht es aus, wenn, was ja häufig vorkommt, ein enteilter, unbehelligt allein dem Tormann entgegenstrebender Angreifer wegen vermeintlichem Abseits zurückgepfiffen wird und die Zeitlupe zeigt uns dann, dass es kein „Abseits“ war? Greift dann der Kellerschiedsrichter auch ein? Müssen sich dann alle Spieler wieder an genau den Platz zum Zeitpunkt des Unterbrechungspfiffs stellen und dann darf unser Angreifer wieder weiter Richtung Tor laufen? Wohl eher nicht, da heisst es dann, trotz dicker Torchance: Sorry, Pech gehabt!

Um es nochmal klarzustellen: Meine geliebte Werkself hat in München verdient verloren, denn wer sich in der Abwehr bei Standards so unbeholfen anstellt und vorne bei mindestens 10 klaren Torchancen nur einen Treffer zustande bringt, der hat auch diese Elfmeterentsheidung der Kellerassel aus dem Kölner Videoraum verdient.

Dienstag, 23. Februar 2016

Skandal, Skandal...

...nein, nicht im Sperrbezirk, sondern am Sonntag in derBayArena in Leverkusen.
Eigentlich ist es ja nicht komisch, sondern nur ein Zeichen, wie völlig hohl ein Großteil der Mitmenschen in der Birne sind – und das ist dann doch wieder ausnehmend komisch.

Da gibt es bei einem Fußballspiel plötzlich eine ungewöhnliche Situation und die wird dann von den Medien zum „Skandal“ hochgejazzt. Ein Schiedsrichter schickt einen aufgebrachten Coach auf die Tribüne, sagt es diesem aber nicht klar und eindeutig sondern lässt, hab ich vorher noch nie gesehen, „ausrichten“! Der Coach möchte ohne Erklärung nicht gehen und zickt, worauf der Schieri wiederum den Boten schickt und dann, da seinen Wünschen wiederum nicht nachgekommen wird, das Spiel kurzerhand vorerst beendet und alle Teilnehmer in die Kabinen schickt.

Warum dieser Pfeifenmann dem Coach, wie sonst üblich, die Tribünenverbannung nicht persönlich ins Gesicht sagte, wird wohl sein Geheimnis bleiben. War’s Faulheit, Feigheit, oder ein wenig schlechtes Gewissen, weil er genau wusste, worüber sich der Coach erregte – egal, hätte er den Coach persönlich angewiesen, hätte es keinen „Skandal“, nicht mal ein Skandälchen gegeben und damit auch keinen Medienhype.

Der Medienhype ruft dann die Vollpfosten in die Kommentarfunktionen der einschlägigen Printmedien bzw. deren Online- Ausgaben. Und nun komme ich zurück auf meinen Eingangssatz: Jetzt überbieten sich die Laienrichter in der Schärfe der Sanktionsforderungen für den unbotmäßigen Coach. Fehlt eigentlich nur Teeren, Federn und die Todesstrafe, denn von lebenslanger Sperre, sofortiger fristloser Kündigung durch den Konzern, Geldstrafen von mehreren hunderttausend Euro usw. usf. findet man alles, was in grausam gestelztem Deutsch, mit scheinjuristischen Floskeln und im Brustton unglaublicher Empörung einschließlich aller nur denkbaren orthographischen und grammatikalischen Fehler vorstellbar ist.

Das ist lustig, da muss ich wirklich lachen, obwohl – es ist auch ganz schön traurig (siehe oben).

Montag, 14. Juli 2014

GER - ARG - Ein richtig gutes Endspiel

Götze Tor

Mit Argentinien und Deutschland trafen gestern wirklich die beiden besten Teams dieses WM-Endrundenturniers auf einander. 2 Mannschaften auf Augenhöhe, die ein packendes, hartes, aber weitgehend faires und toll anzuschauendes Endspiel bestritten. Die deutsche Mannschaft war ein Quäntchen besser, auch glücklicher und deshalb verdienter Sieger.

Die Argentinier haben mich im positiven Sinne enttäuscht, da ich ein ähnlich zähes Spiel wie bei deren Halbfinale gegen die Holländer erwartete. Von wegen! Die Südamerikaner spielten aus ihrer bekannt bärenstarken Deckung auf Angriff und die Deutschen mussten alles aufbieten, um dagegen zu halten. Da auch die Deutschen jede Gelegenheit zum Angriff nutzten, ergab sich ein tolles, spannendes Fußballspiel, das, obwohl bis kurz vor Schluss torlos, zu keinem Moment langweilig war.

Das kann ich mit gutem Gewissen behaupten, denn wenn selbst die Südafrikaner in meiner Kneipe, sonst einzig an Rugby interessiert und Fußballer eher als Weicheier verachtend, das Spiel volle 2 Stunden fasziniert und mit Beifall, Ächzen und Stöhnen verfolgten, dann stimmt meine Wahrnehmung durch die deutsche Brille wohl auch objektiv. Beim Götze-Tor kurz vor dem Ende der Verlängerung riss es auch die Südafrikaner vom Barhocker und ich, der einzige Deutsche in der Kneipe, konnte mich der Umarmungen und Gratulationen kaum erwehren. Mir war das ganz schön peinlich, denn ich hatte außer Daumendrücken und Mitfiebern ja nun wirklich nichts zum deutschen Erfolg beigetragen.

Aber gut, jetzt sind WIR zwar nicht mehr Papst, aber dafür Weltmeister. Die Argentinier dagegen sind jetzt nicht Weltmeister, aber dafür immer noch Papst. Passt doch!

Donnerstag, 10. Juli 2014

WM-Halbfinale ARG - NED

Es war zu befürchten. Argentinien und Holland zeigten über 120 Minuten genau das grauenhaft-langweilige Gewürge, welches man nach den zuvor gezeigten Leistungen erwarten durfte. Ein Robben und ein Messi, so gut sie auch individuell sein mögen, sind wertlos, wenn die Grundeinstellung der jeweiligen Mannschaft nur defensiv und auf Torverhinderung ausgerichtet ist. Holland wollte vielleicht, konnte aber nicht und Argentinien wollte gleich gar nicht. Eigentlich hätten beide Teams sich die 2 Stunden Ballgeschiebe schenken und gleich das Elfmeterschießen ansetzen können, denn dass es darauf hinauslaufen würde, war nach wenigen Minuten erkennbar. Fußball kann so langweilig sein.

Leider haben diese Fußballverhinderer aus Argentinien die Lotterie gewonnen und das lässt für das Endspiel am Sonntag nichts Gutes erwarten. Wir können nur hoffen, das sich die deutsche Elf nicht auf diese zögerliche, mutlose Spielweise einlässt, sondern konsequent nach vorne spielt und möglichst schnell ein Tor erzielt. Dann könnte es vielleicht doch noch ein ansehnliches Finale werden. Wenn die Deutschen dann nicht gewinnen – na und? Mit dem 7 : 1 gegen Brasilien haben sie doch das Highlight dieser WM bereits gesetzt.

Mittwoch, 9. Juli 2014

WM-Halbfinale BRA - GER 1 : 7

Schmerz lass nach
Auf Tagesschau.de hat der User Sehmann einen Kommentar zum gestrigen WM-Halbfinale gepostet, der sich wohltuend von dem ganzen entweder miesepetrigen oder national-besoffenen Gefasel der anderen Kommentare abhebt. Weil er wirklich lustig ist, habe ich mir erlaubt ihn hierhin zu kopieren. Sehmann wird’s mir nachsehen, weil er ja ebenfalls aus geistigem Fremdeigentum geschöpft hat:

Am 09. Juli 2014 um 13:18 von Sehmann

Manni Banane - ich Kopf - Toor

So ein Ergebnis hatte doch keiner antizipiert. Aber - der Ball ist rund. Zuerst hatte Brasilien kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu. Die Achillesferse der Brasilianer ist halt Neymar. Wie hatte schon Paul Breitner gesagt: "Sie sollen nicht glauben, dass sie Brasilianer sind, nur weil sie aus Brasilien kommen." Armes Volk, man hetzt die Leute auf mit Tatsachen, die nicht der Wahrheit entsprechen. Alles ist doch zu einem Politikum hochsterilisiert worden. Die Zuschauer hatten doch vorher alle die Hosen voll, aber auf dem Spielfeld lief es ganz flüssig. Ich sage nur ein Wort: "Vielen Dank". Kroos und Müller sind schon ein gutes Trio. Beide topfit, körperlich und physisch. Jungs, denkt dran: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel, und wir sollten schon selbstkritisch sein, auch uns selbst gegenüber. Ihr müsst nur gewinnen, alles andere ist primär. Aber ich hab da vom Feeling her ein gutes Gefühl. Nur jetzt nicht den Sand in den Kopf stecken - der zweite Platz ist greifbar.

Sonntag, 6. Juli 2014

WM-Viertelfinale 3&4

Gott sei Dank nahmen sich die Viertelfinalisten vom Samstag die Treterei des Brasilien-Kolumbien-Clash’s vom Vortag nicht zum Vorbild, sondern versuchten sich im Wesentlichen mit erlaubter Härte gegenseitig niederzuringen.

Die Argentinier spielten unspektakulär, aber sehr solide und ließen die Belgier nach dem glücklichen, frühen 1:0 nie richtig ins Spiel kommen. Ein verdienter Sieg der Argentinier, die ich, weil wohl auch etwas unterschätzt, als ernsthaften Titelaspiranten ansehe, auch wenn ihnen Di Maria höchstwahrscheinlich verletzt fehlen wird.

Der Sieg der Holländer gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Costa Ricaner geht natürlich in Ordnung, aber es war schon faszinierend, wie eine No-Name-Truppe mit Willen, Leidenschaft und auch erstaunlichen technischen Fähigkeiten eine erfahrene Spitzenmannschaft des Weltfußballs an den Rand einer Niederlage bringen kann. Arien Robben ist topfit, schnell, beweglich und nur schwer zu bremsen, aber – er ist auch sehr eigensinnig. Das macht die Holländer ausrechenbar. Wenn es gelingt Robben vom Strafraum fernzuhalten – im Strafraum wird er fallen, denn er fädelt konsequent ein und provoziert so einen Strafstoß – dann ist Holland nur noch die Hälfte wert. Ich denke, dass die Argentinier das natürlich auch wissen und somit ist Argentinien für mich Endspielteilnehmer.

Ob Deutschland vom Ausfall Neymars und Thiago Silvas ( jetzt hab ich’s hoffentlich richtig geschrieben ;-)) gegen Brasilien profitieren kann, wage ich zu bezweifeln. Wenn ich die bisherigen Schiedsrichterleistungen in den Brasilienspielen berücksichtige, erscheint mir eine deutscher Sieg eher unwahrscheinlich.

Sicher ist jedem aufgefallen, dass die Trikots bei mehreren Mannschaften plötzlich wie Rugby-Shirts eng am Körper liegen. Eine Konsequenz der mittlerweile branchenüblichen Klamottenzieherei. In diesem Zusammenhang fällt mir auch auf, dass Klammern und Niederhalten des Gegenspielers bei Standardsituationen vor den Toren nunmehr regelgerecht sein müssen, da dies von den Schiedsrichtern konsequent nicht geahndet wird. Abstellen ließe sich das leicht. Es müsste nur ein Schieri den Mut aufbringen bei einem in den 16er fliegenden Eckball aufs Gratewohl Strafstoß zu pfeifen. Er würde immer richtig liegen und nach 1 – 2 Elfern blieben die Hände endlich wieder da, wo sie hingehören – weg vom Gegenspieler. Ist natürlich illusorisch – aber gut fände ich das schon.

WM-Viertelfinale 1&2

Wenn man Ergebnisfußball mag, dann war das deutsche 1 : 0 gegen Frankreich ein gutes Spiel. Relativ souverän wurde das frühe Hummels-Tor über die Zeit gebracht, zumal Neuer z.Zt. fast unüberwindlich scheint. Persönlich wünsche ich mir bei dieser Art Ergebnisverwaltungsfußball allerdings immer ein Gegentor, um endlich richtigen Fußball zusehen. Klar, das ist natürlich naiv, denn schließlich geht es um den WM-Titel und da zählt nur der Sieg - egal wie der zustande kommt.

Wohin das führt, konnte man im 2. Spiel des vorgestrigen Abends exemplarisch erleben. Die Brasilianer stiegen mit unglaublicher Härte gegen die Kolumbianer ein und unterbanden jeden Ansatz Fußball zu „spielen“ durch fortwährende Fouls. Unglücklicherweise sah der spanische Referee diese brutale Treterei als normale Härte eines kampfbetonten Spiels an und ließ klare Fouls durchgehen oder beließ es bei Ermahnungen, wo gelbe Karten von Anfang an dringend erforderlich gewesen wären. Selbstverständlich holzten die Kolumbianer irgendwann zurück und nun jammern die Brasilianer, dass ihr Superstar Nemar dieser, von ihnen selbst angezettelten, Tretorgie schwerverletzt zum Opfer fiel. Für Nemar tut’s mir leid, aber seinen Ausfall und dazu noch die Gelbsperre ihres Kapitäns Tiago Silva haben sich die Brasilianer mit ihrer rüden Spielweise selbst zuzuschreiben. Wer Wind säht…

Dienstag, 1. Juli 2014

Gary Linekers…

… legendäre Definition „Beim Fußball jagen 22 Spieler dem Ball nach und am Ende gewinnt immer Deutschland.“ wurde gestern abend eindrucksvoll widerlegt. Um den Ansturm von 11 topfitten Algeriern zu stoppen, genügt ein deutscher Torhüter und 10 deutsche Stehgeiger. „70% of the earth is covered by water – the rest is covered by Manuel Neuer!” schrieb mir ein südafrikanischer Freund nach dem Ende dieser Fußballgroteske.

Letzer Halt Manuel Neuer

Irgendjemand erklärte nach dem Spiel, dass hinter dem 1-Mann-Harakiri-Abwehrbollwerk Namens „Neuer“ System stecke. Ja, ist klar, und hinter dem Stand-, Rück- und Fehlpassfußball der DFB-Elf natürlich auch – weil, ja weil am Ende , Lineker hat da schon recht, immer Deutschland gewinnt.

Nun ist ja bei dieser WM zu sehen, dass auch die anderen sogenannten Top-Teams, so sie nicht schon hochkant aus dem Turnier geflogen sind, nur mit Wasser kochen. Insofern kann Löw auch solch indiskutable Schlaftabletten wie Götze und Ösil mitschleppen, die, wie ich gestern verwundert hörte, das „spielerisch Leichte“ im deutschen Team verkörpern, - Hää? – Durch fortwährende Alibi-Pässchen, mangelndes Durchsetzungsvermögen und abstruse Ballverluste verkörpern sie einzig den Irrsinn der Multimillionen, die für solche Milchbubis ausgegeben werden.

Als ich am frühen Abend die ebenfalls ziemlich dürftige Vorstellung der Franzosen gegen Nigeria sah, schien mir das als nächster Gegner für die Deutschen als eine relativ leicht zu bewältigende Aufgabe. Das denke ich jetzt nicht mehr, denn verglichen mit dem planlosen Gekicke der Deutschen wirkten die Franzosen geradezu gut organisiert. Ein Sieg der Deutschen scheint unter diesen Umständen fast ausgeschlossen – wenn, ja wenn da nicht Gary Linekers Fußballdefinition wäre...

Donnerstag, 27. Februar 2014

Geld schießt halt doch Tore

Schalke04 verliert 1:6 zuhause gegen Real Madrid und die Überforderung der Knappen war, von den ersten 10 Minuten abgesehen, über die gesamte Spielzeit augenscheinlich. Der Klassenunterschied war so eklatant und offensichtlich, dass sich jegliche Häme verbietet. Die Madrilenen waren einfach eine Nummer zu groß, die Qualität jedes einzelnen Spielers der Spanier den Gelsenkirchenern so haushoch überlegen, so dass das Endergebnis nur konsequent und logisch war. Warum schreibe ich das jetzt? Na ja, weil meine geliebte Werkself vor einer Woche eine ähnliche Erfahrung machen durfte, ähnlich logisch und ähnlich konsequent, aber, dass mit den Schalkern jetzt in den Medien wesentlich pfleglicher umgegangen wird. Während Bayer 04 angeblich einfach ein Mentalitätsproblem und sich weggeduckt hat, wird den Schalkern mitfühlend bescheinigt, dass sie alles versucht hätten, aber selbstverständlich gegen so eine Millionentruppe natürlich chancenlos waren. Das ist zweifellos richtig, aber warum wird die Werkself nicht mit dem gleichen Maßstab beurteilt? Ach, vergessen wir das, Sportjournalisten sind halt Klischeedrescher und nicht gerade die Creme unter den Nachrichtenvermittlern.

Ach ja, und dann die wunderbaren Dortmunder. Die sind, folgt man den Medien, wirklich großartig. Die gewinnen in St Petersburg 4:2. Freut mich für sie, aber vergleichbar mit einem Gegner wie Real oder PSG sind die Russen, die z.Zt. wegen Winterpause ohne normalen Spielbetrieb antreten müssen, nun wirklich nicht. Plötzlich spielt das 0:3 des BVB beim, dem Abstieg entgegentaumelnden HSV, keine Rolle mehr. Da freue ich mich fast auf die Klatsche, die den BVB im Halbfinale erwartet. Wenn ich den Schmarrn höre, lese, dass es in Deutschland nur 2 Mannschaften gäbe, die international mithalten können, der FC Bayern und der BVB, dann muss ich nur lachen. Bei den Bayern stimmt das, beim BVB schon lange nicht mehr. Den haben, wie üblich , die Bayern ausgewaidet und der darf nun auch wieder kleine Brötchen backen, wie Schalke, wie meine Werkself. Die Champions League führt uns deutlich vor Augen, von raren Ausnahmen abgesehen, dass viel Geld Tore schießt. Insofern relativiert sich das ach so beschämende 0:4 meiner geliebten Werkself vor einer Woche, wie gestern Abend in Schalke, recht unterhaltsam, zu besichtigen war.

Sonntag, 8. Dezember 2013

Starke Werkself und ein Klops von Klopp

BVB-Bayer04Meine geliebte Werkself hat gestern Abend in Dortmund 1 : 0 gewonnen. Eingedenk des grottigen 0 : 5-Auftritts gegen ManU in der Championsleague vor gerade mal 10 Tagen und nach dem äußerst schmeichelhaften und unansehnlichen 1 : 0-Erfolg im Pokal beim FC Freiburg am letzten Mittwoch hatte ich mit einer weiteren Blamage in einem Auswärtsspiel gerechnet. Zu meiner und wohl auch der Dortmunder Überraschung kam es jedoch völlig anders. Endlich mal ein Spiel der Werkself, bei dem Kritik sich angesichts der großartigen Leistung geradezu verbietet. Endlich sah man eine Bayer-Mannschaft, die selbstbewusst auf die eigene Stärke vertrauend mit Leidenschaft, Kampfkraft und technischem Geschick den Gegner in dessen Stadion nicht zur Entfaltung kommen ließ.

Die erste Halbzeit war geradezu eine Demonstration der Leverkusener Stärke. Die Werkself agierte in der Abwehr voll konzentriert und ließ nichts anbrennen. Im Mittelfeld wurde mit beeindruckender Laufbereitschaft und aggressivem Zweikampfverhalten mehr und mehr die Oberhand gewonnen und der Angriff nutzte den ersten Fehler der Dortmunder sofort zum 1 : 0. Nach diesem Tor war die Dortmunder Verunsicherung und fast panische Angst vor schnellen Leverkusener Kontern selbst am Bildschirm spürbar. Die BVB-Angriffsbemühungen, halbherzig und zunehmend ideenlos, versandeten ein ums andere Mal folgenlos in der sicher und kompakt stehenden Bayer-Abwehr, die in der 2. Halbzeit dann doch etwas mehr Arbeit bekam, aber letztlich kaum eine echte Torchance, ja kaum einen gefährlichen Torschuss der Dortmunder zuließ.

jk1Der Sieg der Werkself war vollauf verdient, was auch der BVB-Coach Jürgen Klopp einräumte, verständlicherweise aber auch auf das Dortmunder Verletzungspech und dadurch bedingte Umstellungen verweisend. Dortmund liegt nun 6 Zähler hinter den Leverkusenern auf dem 3. Platz und den Hinweis des ZDF-Interviewers auf diese Punktedifferenz muss beim eitlen Selbstdarsteller die Blödsinnplapperautomatik angeworfen haben: "Bei Leverkusen sind drei Punkte von Hoffenheim dabei - das darf man nicht vergessen. Die haben jetzt nicht so viel mehr geholt." Hää? Zählen die jetzt nicht? Müssen die wieder abgezogen werden? Nein? Es bleibt bei den 6 Punkten? - Uii - da bin ich aber wirklich erleichtert. Ach ja, der Klopp! Redet halt auch viel, wenn der Tag lang ist.

Am Dienstag muss meine geliebte Werkself schon wieder ran, wieder auswärts, im spanischen San Sebastian. Vielleicht schaffen sie ja noch mal so eine konzentrierte Leistung, wobei selbst ein Sieg nichts nützen würde, wenn ManU die Ukrainer aus Donezk gewinnen lässt. Aber selbst ein Unentschieden in Spanien würde den Leverkusenern zum Weiterkommen in der CL genügen, wenn ManU zuhause gegen Donezk gewinnt. Jede Menge Konjunktiv und jetzt schaun wir halt mal.

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