Freitag, 13. Juni 2008

Richtige Frage...

Cartoon von Andreas Prüstel für SPON

..zum EM-Spiel Deutschland –Kroatien. Allerdings könnte statt Ballack auch der Name jedes anderen deutschen Spielers und der des Trainers eingesetzt werden. Odonkor - ach du meine Güte!
(geklaut bei SPON)

Prophet, Prophetess

Jesaia, Jeremia, (Klagelieder des J.), Hesekiel, Hosea, Joel, Amos, Obatia, Jona, Micha, Nahum, Habakuk, Sephania, Haggai, Sacharia und Maleachi - die Namen dieser Propheten kenne ich noch aus dem Konfirmandenunterricht. Natürlich habe ich keine Ahnung was die so prophezeit haben, aber die Liste dieser Namen kann ich heute noch aus dem Kopf herunterleiern. Wieso ich mir gerade das gemerkt habe, kann ich mir selber nicht erklären, zumal ich beim sicherlich wichtigeren Text des Glaubensbekenntnisses oder des Vaterunsers erhebliche Mühe aufwenden muss, die Texte vollständig und in der richtigen Reihenfolge zu rekapitulieren. Aber das nur nebenbei.
Im heutigen Lokalblättchen, dem “Südküsten Harald“ ( Danke Markus!) fand ich nun eine ziemlich fette Anzeige und ein gleiches Plakat wird in den nächsten Tagen jeden 2. Laternenmasten schmücken:

prophet-1

Der Prophet Kobus van Rendsburg bereitet mir insofern Schwierigkeiten, da ich nicht weiß, wo genau ich ihn in meiner obigen Liste einreihen soll, bzw. ob ich mir den, der Vollständigkeit halber, wirklich merken muss, bzw. merken kann. Natürlich ist mir bewusst, dass heute lebenslanges Lernen erforderlich ist und ich werde mir selbstverständlich Mühe geben.
Dass die Engländerin Mary Cox als Prophetess firmiert, ist keineswegs komisch, denn wenn das weibliche Pendant zum Steward die Stewardess ist, dann ist ein weiblicher Prophet halt eine...eben. Da gibt’s nix zu lachen.
Obwohl alle Kranken, Taube und Blinde zur Wunderheilung eingeladen sind, werde ich mich wegen meines Beines doch lieber an meinen Privat-Propheten Dr. du Preez vom Margate Hospital halten, der mir prophezeite, auf englisch natürlich: „Das wird schon wieder!“ Nun, das hoffe ich natürlich schwer und vielleicht wird’s dann ja auch mal wieder was mit einem seriösen Beitrag hier im Blog

Donnerstag, 12. Juni 2008

Nessun dorma – keiner schlafe

Diese Arie des Prinzen Kalaf aus Giacomo Puccinis Oper „Turandot“ ist ein Ohrwurm der klassischen Musik, den jeder kennt, auch wenn man, wie ich, nur rudimentäre Kenntnisse und ein eher bescheidenes Interesses im Bereich der musikalischen Klassik zugeben muss ( allein die obigen Fakten habe ich erst Wikipedia entnehmen müssen).
Das nachstehende Video des „Britain’s got Talent“- Wettbewerbs ( engl. Version von „Deutschland sucht den Superstar“) ist sicher den meisten bekannt. Weniger bekannt dürfte sein, dass ich auch beim x-ten mal anschauen immer noch eine Gänsehaut bekomme und einen Klos im Hals, ja, dass ich schlucken muss, um Tränen zu unterdrücken. Jaja, Weichei, ich weiß!
Dies Video ist so geschickt geschnitten, spielt so gekonnt mit den Emotionen, manipuliert schamlos meine Gefühle. Ich sehe das, erkenne das – und kann mich dem nicht entziehen.
Übrigens: Der Protagonist Paul Potts hat es durch dieses Video zu Ruhm und sogar zu einem Wikipedia-Eintrag gebracht.
So, und wer’s noch nicht kennt, darf sich hier auch einmal manipulieren lassen:

Montag, 9. Juni 2008

Ist das komisch? - Natürlich nicht!

Titanic Startcartoon vom 9.6.08

Typischer Titanic-"Humor": Holzhammerartig, geschmacklos, sexistisch!

"Muh?" – Brruaaahh – Oh, Verzeihung...

Freitag, 6. Juni 2008

Ein kurzer Moment der Wahrheit

Höchstwahrscheinlich ging es nicht nur mir so, aber als ich vorgestern Abend in den Nachrichten hörte , es sei europaweiter Atomalarm ausgelöst worden, da schrillten bei mir alle Alarmglocken. Tschernobyl war sofort wieder so präsent wie seinerzeit vor über 20 Jahren. Dass schon bald Entwarnung gemeldet wurde, vermochte mich nicht zu beruhigen.

Kernkraftwerke sind sicher. Das weiß inzwischen jeder, klar, aber so ganz sicher wohl doch nicht, denn irgendein Verantwortlicher in Slowenien mochte wohl eine Katastrophe nicht ganz ausschließen und hat deshalb eine Warnmeldung rausgeschickt. Jaja, ich weiß, da wurde nur das falsche Formular benutzt und es ist ja auch wieder mal gutgegangen, oder anders ausgedrückt: Europa ist noch einmal davongekommen.

Was aber, wenn’s mal nicht gut geht? Würde dann halb Slowenien oder, je nach Windrichtung, halb Europa evakuiert? Wohin? Da das nicht geht, würde man natürlich lügen, beruhigen, herunterspielen und vielleicht tut man das ja auch in diesem Fall bereits.

Für einen kurzen Moment wurde wieder einmal die Wahrheit über den ganzen Irrsinn der Kernkraftnutzung erkennbar.

Mittwoch, 4. Juni 2008

Golden Moments

Yes they can, die Frontleute der SPD, nämlich immer noch ein wenig peinlicher werden. Hubertus Heil
Das sind diese Momente, wo sensible Menschen nicht mehr hinschauen mögen, wo sich die Kopfhaut zusammenzieht und man am liebsten in der Sofaritze verschwinden mag.
Da kommt dem sowieso schon äußerst wässrigen SPD-Generalsekretär Hubertus Heil eine tolle Idee. Mit :"Yes we can!" begeistert Barack Obama die Massen in den USA und „Yes we can!” sollen nun auch die Delegierten des SPD-Zukunftskonvents in Nürnberg ausrufen. Da das im ersten Anlauf nur als verständnisloses Gemurmel zurückkommt, versucht Hubertus Heil es ein zweites mal, nun mit dem Verve eines exaltierten Event-Anreißers. „YES WE CAN!“ brüllt er ins Auditorium, doch die Antwort ist wiederum wenig begeistert und nur ein freudloses: „murmel-murmel-can.“ Jetzt hat auch der gute Hubertus verstanden. Ein letztes, hilfloses Grinsen und dann gibt er auf.
Ne,ne, SPD, es wäre ja zum Lachen, wenn's nicht so traurig wäre.

Montag, 2. Juni 2008

Weil mir so langweilig ist...

...und mir momentan wirklich nichts einfällt, weil ich hier mit meinen Krücken rumhänge und weil ich ja wohl hier mal wieder irgendeine Regung zeigen sollte, also gut, dann zeige ich euch jetzt wie mein defektes Bein von innen aussieht:

Gentamycin Beads in right Tibia

Nicht besonders vertrauenerweckend hinsichtlich der Stabilität, so ein, mit Perlenketten ausgefülltes, Loch im Knochen. Große Sprünge macht man damit besser nicht, bis zur nächsten OP Ende Juni und dann weitere 3 Monate.
Mein Gott, ist das langweilig.

Dienstag, 27. Mai 2008

Aha - der Fernsehfilm der Woche

Szene aus "Der Tod meiner Schwester"
<br />
Nosbusch/Tshamano Sebe Momentan in meiner Beweglichkeit ziemlich eingeschränkt habe ich mir gestern Abend den „Fernsehfilm der Woche“ im ZDF angetan. Unter dem Titel „ Der Tod meiner Schwester“ hat ein Regisseur namens Miguel Alexandre einen Mix-Genre-Film abgeliefert, d.h. Krimi, Thriller, Familiendrama und was weiß ich noch alles zu einem ungenießbaren Brei verrührt. Bar jeder Logik und mit, von Beginn an, unglaublich knallchargig agierenden Schauspielern.

Ich hätte auch umgehend ab-bzw. umgeschaltet, wenn der Ort der Handlung nicht in Südafrika, in Kapstadt, angesiedelt worden wäre, was jede Menge Klischees erwarten ließ, die dann auch bis zum Ende des Films zuverlässig bemüht wurden, was zu beobachten auf mich eine gewisse Faszination ausübt, eben, die Fasziation des Peinlichen.

Die wirre Story vom Mörder-Ehemann wg. Lebensversicherung, vom despotischen Vater und von der Strip-Bar-Freundin braucht hier nicht nacherzählt werden, weil ich dazu wegen des konfusen Gebräus wahrscheinlich gar nicht in der Lage bin und weil’s eh Wurscht ist.

Interessanter sind die Einschätzungen der Produzenten und des Regisseurs, die man unter ZDF.de nachlesen kann. Dort wird betont, man habe bewusst die harte Realität im modernen Südafrika dargestellt. Na klar doch! Und in welchem Land leben wir dann?

Schlechte Filme gibt es ja massenweise, klar, aber so einen Schrott auch noch als „Fernsehfilm der Woche“ anzupreisen? Wie hieß es im Abspann: „ Das war gute Unterhaltung – präsentiert von Rotkäppchen-Sekt.“ Ich nehme an, dass bei der Pre-View der Programmverantwortlichen davon mehrere Flaschen im Spiel waren.

Mittwoch, 21. Mai 2008

„Brennender Hass zieht durch Südafrika“

Unter diesem reißerischen Titel berichtet „Der Tagesspiegel“ vom 20.5. über die Unruhen und gewalttätigen Übergriffe eines schwarzen Mobs auf Immigranten in diversen Townships rund um Johannesburg und versucht die Hintergründe zu erklären.
Die Beschreibung der problematischen Fakten ist ja auch gar nicht falsch und dennoch stimmt die Tendenz dieses Artikels mit unserer Wahrnehmung vor Ort in keiner Weise überein. Allein die Überschrift suggeriert Hass und Gewalt im ganzen Land und dass diese Sichtweise z.B. in Deutschland auch so ankommt, merke ich an den sofort nach solchen Berichten eintreffenden Telefonanrufen und e-Mails besorgter Freunde.

Nein, das Land ist nicht in Aufruhr und selbst bezogen auf die Millionen, die in den Townships und Slums im Großraum Johannesburg leben, ist der gewalttätige Mob nur eine verschwindende Minderheit, welcher natürlich mit aller Härte Einhalt geboten werden muss und wird.

Natürlich hat Südafrika auf Grund seines, im Vergleich mit den meisten afrikanischen Ländern, weit besseren Lebensstandards und der weit besseren Lebenschancen ein riesiges Problem mit illegaler Einwanderung, verschärft noch durch den Ruin der Wirtschaft in Zimbabwe. Es wird vermutet, dass inzwischen ca. 5 Millionen Illegale in Südafrika leben, d.h. über 10 % der Bevölkerung.

Und diese Illegalen nehmen den Südafrikanern aus den Townships tatsächlich die sowieso schon raren Arbeitsstellen weg, weil sie nicht auf dem gesetzlichen Mindestlohn bestehen, sondern mit allen, noch so miesen Arbeitsbedingungen einverstanden sind. Typisch ist da die im „Tagesspiegel“ zitierte Aussage des Sushi-Chinesen aus Kapstadt, der am liebsten nur Zimbabwer beschäftigen würde wegen deren Bescheidenheit, Arbeitsamkeit und guten Manieren, was übersetzt soviel heißt wie: Lohndumping und trotzdem fleißig ohne aufzumucken!

„Wie schön!“ möchte man da ausrufen, „so könnte es in Europa doch auch sein, ließe man die in die EU drängenden Afrikaner rein.“ Aber das geht ja nicht, weil es in Europa, im Gegensatz zu Südafrika, eine Einwanderungspolitik gibt, die jeden Illegalen bei Entdeckung sofort einsperrt und abschiebt und ansonsten mitleidlos zuschaut, wie die nach Europa drängenden Schwarzen im Mittelmeer ersaufen.

Mitleid mit illegalen Ausländern bekunden, natürlich weit weg, in Südafrika. Ausgerechnet aus Deutschland ist das die blanke Heuchelei.

Tief im Süden

afrikanische Impressionen

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Kontakt:

hukbeilhartz@mweb.co.za

Aktuelle Beiträge

Offtopic
twoday schließt. Wie geht es denn hier weiter? Wäre...
Gregor Keuschnig - 4. Apr, 10:40
Der große Bruder, nicht...
Der große Bruder, nicht du, sondern der im Keller,...
dauersauer - 25. Aug, 13:16
Der Videobeweis
Gegen den Videobeweis ist ja prinzipiell nichts einzuwenden....
blackconti - 23. Aug, 21:08
so eine straßenschlacht...
so eine straßenschlacht ist besser als jedes fitnessprogramm.
bonanzaMARGOT - 1. Aug, 06:17
Ja, auf unsere Demonstranten...
Ja, auf unsere Demonstranten ist Verlass. Da staune...
dauersauer - 15. Jul, 20:47

Zufallsbild

Eugene Terre'Blanche

aktuelles Wetter

Suche

 

Status

Online seit 7515 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 4. Apr, 10:40

Credits

vi knallgrau GmbH

powered by Antville powered by Helma


xml version of this page

twoday.net AGB


bloggen
dies und jenes
Erinnerungen
erlebtes
Fussball
hier
lustig
Meinung
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren