Pro7 verwurstet Fleisch in Südafrika,...
...zwar schon im Februar dieses Jahres, und wir hätten davon nicht einmal Kenntnis genommen, wenn nicht dieser typische Privatsender-Schmarren bei 3sat zur Auswahl zum Fernsehfilm des Jahres wiederholt worden wäre. Was hat die Jury bloß geritten, solch ein Machwerk zumindest zu einem der 12 besten Fernsehfilme des vergangen Jahres zu küren, denn dies Remake des Rainer-Erler-Klassikers „Fleisch“ von 1979 ist weder handwerklich gut gemacht, noch in irgendeiner Weise spannend. Obwohl die Menschenfänger- und Organauswaiderstory sich weitgehend an die Erler-Vorlage hält, wirkt alles, Schauspielerei, Dialoge uns selbst Actionszenen, platt, aufgesetzt und absolut unglaubwürdig – privatsendermäßig halt. Geradezu lächerlich die Townshipszenen, wenn deutsche Touristin Hilfe von schwarzen Townshipbewohnern erhält und die Verständigung selbstverständlich problemlos in astreinem Hochdeutsch erfolgt.
Nun, Pro7 kennt seine Klientel. Die hätte bei Originalsprache mit Untertiteln, weil des Lesens unlustig ( oder unkundig?) höchstwahrscheinlich weggezappt. Aber muss man so einen Mist auch auf 3sat verbreiten? Frau Blackconti’s Urteil stand nach den ersten 10 Minuten des Films fest: „Der Film ist nix!“ und natürlich hatte sie recht, aber das Fußballspiel im ZDF oder „Hart aber fair“ im Ersten waren ja nun auch nicht gerade der Hit.
blackconti - 21. Nov, 01:34











Auch nachdem ich den Wikipediaeintrag über Helge Schneider gelesen habe bin kein bisschen weiter, ich bin weiterhin ratlos. Endlos die Liste seiner „Werke“, seiner Plattenaufnahmen, seiner Bücher, Filme und Bühnenprogramme, deren Titel auch ich vom Hörensagen oder als Kurzschnipsel aus Reklametrailern kenne. Aber gerade diese Ausschnitte, oder gar der ein oder andere TV-Auftritt, lösen bei mir nur die Reaktion aus: „Neee – das gefällt mir nicht! Was soll denn daran witzig sein?“
Bei seinen arroganten Auftritten in ungezählten Talkshow’s, seinen zynischen Verteidigungen selbst übelster Auswüchse eines wildgewordenen Kapitalismus, konnte man schon einen ordentlichen Hass auf Hans-Werner Sinn, Präsident des Münchener Ifo-Instituts, entwickeln. Empörung über seine meistens zynisch vorgetragenen Ausführungen zur dringenden Notwendigkeit von Niedrigstlöhnen zur Produktivitätssteigerung wäre allemal angebracht gewesen, aber darüber empörte sich, abgesehen von ein paar „linken Spinnern“, niemand.
