Der Baron im Stress,...
...als Bundestagsabgeordneter und junger Familienvater, gleichzeitig auch noch jahrelanger, mühevoller Kleinarbeiter als Doktorand – mein Gott, da kann doch der wissenschaftliche Dienst des Bundestages schon mal beim ein oder anderen Zitat die Anführungszeichen vergessen. Muss er denn alles alleine machen? Sein zusammengeschustertes Elaborat über „Verfassung und Verfassungsvertrag“ interessiert doch sowieso keine Sau. Nicht mal sein Doktorvater hat es wirklich gelesen. Es war schön dick, sauber gedruckt und gebunden und die Orthographie schien weitgehend fehlerfrei – also, Gesamturteil, man ist ja dem Adel verpflichtet: Summa cum Laude! Was soll’s? Das ist nicht der erste und wird nicht der letzte Doktorhut sein, der so verliehen wird. Andere kaufen sich den Titel bei der Universität von Belutschistan.
Ehrlich, das kann man nun breittreten und daran sein Mütchen kühlen, aber am grundlegenden Problem, dass mittlerweile mehr und mehr solcher merkwürdig biographielosen Figuren in höchste Regierungsämter gehievt werden, gepuscht von Medien, denen Äußerlichkeiten wie modische Gelfrisur, „selbstgebackene“ Plätzchen oder Schwangerschaft wichtiger sind als politische Zielvorstellungen, an diesem Problem ändert das gar nichts. Selbst wenn der federnd dynamisch Tänzelnde am Ende stolpern würde – er wird es nicht, jede Wette – gleich würde der nächste Showdynamiker aus dem Hut gezaubert und die einschlägigen Medien gäben die Claque.
Ach ja, wieder hat ein „feiger afghanischer Terrorist“ drei deutsche Besatzungssoldaten erschossen. Schlimm, weil absolut sinnlos geopfertes Leben, aber zum x-ten male stellt sich auch die Frage: „Was haben deutsche Soldaten in Afghanistan zu suchen?“ Die Antworten der politisch Verantwortlichen, und hier tut sich unser Dr. (z.Zt. a.D.) durch besonders verquaste Worthülsen hervor, sind so verlogen wie die Betroffenheitsrituale nur noch widerwärtig und peinlich sind. Das ist wirklich ein Skandal. Dagegen ist die mediale Aufregung über die Machenschaften eines eitlen Gecken sich mit einem akademischen Titel zu schmücken, geradezu eine Farce. Egal - wie auch immer das mit dem Doktorhut nun ausgeht, eins bleibt dem Baron auf jeden Fall: Unter dem Hut hat er die Haare schön – na ja, schön ölig.
Ehrlich, das kann man nun breittreten und daran sein Mütchen kühlen, aber am grundlegenden Problem, dass mittlerweile mehr und mehr solcher merkwürdig biographielosen Figuren in höchste Regierungsämter gehievt werden, gepuscht von Medien, denen Äußerlichkeiten wie modische Gelfrisur, „selbstgebackene“ Plätzchen oder Schwangerschaft wichtiger sind als politische Zielvorstellungen, an diesem Problem ändert das gar nichts. Selbst wenn der federnd dynamisch Tänzelnde am Ende stolpern würde – er wird es nicht, jede Wette – gleich würde der nächste Showdynamiker aus dem Hut gezaubert und die einschlägigen Medien gäben die Claque.
Ach ja, wieder hat ein „feiger afghanischer Terrorist“ drei deutsche Besatzungssoldaten erschossen. Schlimm, weil absolut sinnlos geopfertes Leben, aber zum x-ten male stellt sich auch die Frage: „Was haben deutsche Soldaten in Afghanistan zu suchen?“ Die Antworten der politisch Verantwortlichen, und hier tut sich unser Dr. (z.Zt. a.D.) durch besonders verquaste Worthülsen hervor, sind so verlogen wie die Betroffenheitsrituale nur noch widerwärtig und peinlich sind. Das ist wirklich ein Skandal. Dagegen ist die mediale Aufregung über die Machenschaften eines eitlen Gecken sich mit einem akademischen Titel zu schmücken, geradezu eine Farce. Egal - wie auch immer das mit dem Doktorhut nun ausgeht, eins bleibt dem Baron auf jeden Fall: Unter dem Hut hat er die Haare schön – na ja, schön ölig.
blackconti - 20. Feb, 01:01
Weshalb
Unterschiede?