Dienstag, 4. August 2009

Ja, was denn nun?

Am Montag vor einer Woche erzählten uns die Nachrichtensendungen noch lang und breit, wie großartig die Kauflaune der Verbraucher zur Zeit sei, dass der GfK – Konsumklimaindex um 3 Punkte gestiegen sei und für den August mit weiterer Steigerung zu rechnen sei. Und heute, gerade mal eine Woche später, vermelden die gleichen Nachrichtensendungen, dass nun die Krise auch im Einzelhandel angekommen sei, dass die Umsatzzahlen auf breiter Front rückläufig seien und mit weiter sinkenden Umsätzen zu rechnen sei.

Nun ist der GfK-Konsumklimaindex eine äußerst dubiose Kennziffer, die u.a. zulegt, wenn z.B. die Energiepreise steigen ( Strom, Gas , Sprit usw.), die Verbraucher also über weniger Geld verfügen und man sollte annehmen, dass eine Tagesschau- oder Heute-Redaktion dies auch weiß. Dies alleine hätte genügen müssen, die Jubelmeldungen auf Basis der GfK- Verlautbarungen nicht so vollmundig zu verbreiten. Heute nun wird uns das Gegenteil erzählt. Die Verbraucher halten sich zurück, was ja auch irgendwie logischer erscheint.

Aber was soll ich als Zuschauer davon halten? Geht es bei den angeblich so seriösen Hauptnachrichtensendungen nur noch nach der Devise: Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern!? Glauben die Macher ernsthaft, dass wir Zuschauer mittlerweile so verblödet sind, dass wir uns selbst auf kurze Distanzen nicht mehr erinnern?
Höchstwahrscheinlich! Und höchstwahrscheinlich haben sie damit sogar recht.

Mittwoch, 29. Juli 2009

Ein Wunder

Sofern man den Berichten der Tagesschau oder den Heute-Nachrichten des ZDF noch Glauben schenken will (ich will es nicht!), erlebt der deutsche Einzelhandel zur Zeit ein Wunder. Jahrelang gingen die Umsätze kontinuierlich zurück. Kein Wunder, stagnieren doch die Einkommen der normal arbeitenden Bevölkerung seit Jahren oder verringerten sich gar und ausgerechnet jetzt, zu Zeiten der größten weltweiten Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit, haben die Menschen angeblich alle Kaufzurückhaltung abgelegt und konsumieren was das Zeug hält. Satte Lohn – und Rentensteigerungen der letzten Zeit hätten die Taschen der Konsumenten gut gefüllt und die Verbraucher handelten nun sehr vernünftig, indem sie die Konjunktur durch erhöhte Inlandsnachfrage stärken.

Kann man das wirklich glauben? Normalerweise sind die Urlaubsmonate Juni, Juli und August im Einzelhandel die umsatzschwächsten des ganzen Jahres, logischerweise – wegen Urlaub eben - und warum sollte dies nun anders sein? Kontinuierlich ansteigende Kurzarbeit und für den Herbst bereits prognostizierter massiver Anstieg der Arbeitslosigkeit sind auch nicht gerade Indizien für eine boomende Wirtschaft, von der Mär massiver Lohn- und Rentenzuwächse mal ganz abgesehen. Dass das nicht stimmt sieht ja jeder beim Blick auf seinen Lohnzettel oder an seinem Renteneingang, von all den Niedriglöhnern und Hartz IV-Empfängern ganz zu schweigen

Ich glaube von diesen positiven Meldungen kein einziges Wort. Mein Verdacht ist vielmehr, nein, eigentlich bin ich sicher, dass hier wieder einmal die Propagandamaschine angeworfen wurde, denn bis zur Wahl muss unbedingt verhindert werden, dass die Menschen den ganzen Umfang des angerichteten Desasters erkennen. Danach geht es dann ans Eingemachte.

Übrigens: Ist heute Jemandem das Gejammer wegen der ca. 500 Millionen Mehrkosten pro Jahr für den neuen Tarifvertrag für die KiTa-Mitarbeiter aufgefallen? Mit den 100 Milliarden, die man ganz schnell und ohne Gejammer für die Stabilisierung der Hypo Real Estate locker gemacht hat, könnte man die KiTa-Leute bis ans Lebensende und noch weitere 100 Jahre ... Aber was rege ich mich denn auf, das ist doch alles nicht wichtig. Wichtig ist der geklaute Dienstwagen der Ulla Schmidt. Spanien Olé!

Montag, 27. Juli 2009

Keineswegs ha(h)nebüchen

Was für ein Unterschied zum Lafontaine-Interview des, nach eigenem Bekunden, unanständigen Journalisten Peter Frey vor 2 Wochen. Peter Hahne überraschte gestern Abend im ZDF-Sommerinterview mit Horst Seehofer als durchaus kritischer Fragesteller, nachhakend und präzise, aber er ließ dem CSU-Chef immer ausreichend Raum, seine Sicht der Dinge darzustellen und überließ es somit dem Zuschauer, sich eine Meinung über Seehofers Antworten zu bilden. So geht es also auch und ich will nicht anstehen Peter Hahne zu diesem gelungenen Interview zu gratulieren. Und gerade weil im Vergleich der beiden Interviews sehr anschaulich wird, wie unfair Hahnes Moderationskollege Frey versuchte Lafontaine vorzuführen, und egal, wie viel scheinheilige Rechtfertigungsartikel er noch auf ZDF.de absondert, zum unanständigen Herrn Frey fällt mir nur ein Wort ein: Ar....... Nee, das schreibe ich jetzt nicht.

Sonntag, 26. Juli 2009

Margate Golf inside

Muss ich mich jetzt entschuldigen, dass hier seit fast 2 Wochen nix mehr los ist? Ja? Okay – Entschuldigung!

Allein an diesem ziemlich dämlichen Einstieg wird hoffentlich deutlich, warum hier Funkstille herrscht: Mir fällt nichts ein, jedenfalls nichts Erzählenswertes. Außerdem hatte mich zum wiederholten mal in diesem Jahr ein Erkältungsvirus angefallen, was üblicherweise eine rechte Apathie zur Folge hat. Vielleicht liegt es gerade an dieser Gleichgültigkeit, dieser Denkfaulheit, dass sich meine Golfergebnisse urplötzlich und sprunghaft verbessert haben. So, und nun bin ich endlich beim Thema:


Margate Golf 1Tätärätä – Blackconti kann bei Golfturnieren auch mal was gewinnen. Gerade 14 Tage ist es her, dass ich die C-Division des „Monthly Medal“- Tournaments vom Margate CC mit 85 Brutto- und damit umgerechnet 65 Nettoschlägen gewinnen konnte. „Na und?“ werden die Kenner sagen, „Mit Handicap 20 ist das doch keine Kunst.“ Ja doch, aber auf dem für Medal extrem verlängerten Kurs und bei bösartigen Pin-Positionen habe ich die 20 immerhin um 6 Schläge unterspielt – im Zählspiel wohlgemerkt. Aber damit nicht genug: Gestern, beim Sanlam-Cancer-Day, hatte ich nach der 18 insgesamt 43 Stableford Points gesammelt, hatte nur 82 Schläge gebraucht, wähnte mich schon als sichere Sieger und endete schlussendlich auf Platz 3, im Count Out, weil Sieger und Zweitplatzierter ebenfalls 43 Punkte, aber halt auf den 2. Neun mehr Punkte erzielt hatten.

Verloren habe ich praktisch am letzten Loch, wo ich den einzigen 3-Putt zu verzeichnen hatte und nur noch einen Punkt addieren konnte. Trotzdem werde ich noch lange von der unglaublichen Serie auf den ersten 10 Löchern zehren, bei der mir in chronologischer Reihenfolge 1 Bogey, 8 Par und an der 10 dann ein Birdie gelang. Der anschließende Blackout an der 11 brachte mich allerdings recht unsanft auf den Boden der Tatsachen zurück und danach folgte das übliche Bogey-Golf meiner Handicap-Klasse mit dem oben beschriebenen Ende.

Ja und morgen früh stehe ich dann wieder um 5 Uhr auf. Um 6 Uhr fröstele ich dann mit ca. 30 anderen Montagsmorgen-Wobblern am 1. Abschlag des Margate Country Clubs den ersten Strahlen der über dem Meer aufgehenden Sonne entgegen und dann geht es wieder los – auf ein Neues.


Golf Margate 2

Erklärung: Für Nichtgolfer hört sich dieser Beitrag höchstwahrscheinlich ziemlich albern an, aber einige meiner Leser wissen ziemlich genau, wovon hier die Rede ist, zumal sie die Örtlichkeiten und Gegebenheiten genau kennen, und denen konnte ich vielleicht eine kleine Erinnerungsaufrischung geben, zur Überbrückung, bis zum Herbst.

Montag, 13. Juli 2009

Hau den Oskar

Es war ja nicht anders zu erwarten, aber die primitiv-aggressive Art, mit der Peter Frey das „ZDF-Sommerinterview“ mit Oskar Lafontaine führte macht schon sehr deutlich, wie sehr die Massenmedien mittlerweile zu reinen Propagandaapparaten verkommen sind.

Schon in der Anmoderation macht Frey deutlich, dass ihn Lafontaines politische Vorstellungen nicht interessieren. Frey nennt das Motto seines Interviews unverblümt: „ Wird Oskar Lafontaine für die Linkspartei zur Belastung?“ und gleich in der ersten Frage kommt Frey auf sein Thema: „Schmeißen Sie dann wieder hin, wenn Sie nicht Ministerpräsident im Saarland werden?“ so fragt Frey sinngemäß und das „Hinschmeißen“ wird dann als roter Faden von Frey durchgehalten. Da kann Lafontaine erklären, warum er seinerzeit als Bundesfinanzminister und SPD-Parteichef zurückgetreten ist, so viel er mag, im nächsten Satz Freys hat Lafontaine natürlich schon wieder, klar, „hingeschmissen“.

Wenn Lafontaine erklärt, warum er zwar Ministerpräsident im Saarland, aber nicht Minister unter Heiko Maas werden will, so fragt Frey ziemlich unverschämt, ob dies unter Lafontaines Würde, ob er sich dafür zu schade sei. Lafontaines Forderungen und Erklärungen werden von Frey als zunehmend schriller bezeichnet. In einem Steckbrief, der in schriftlicher Form über den Bildschirm läuft hat Lafontaine dann wieder „hingeschmissen“, bzw. ist abgehauen und Lafontaines politisches Leitmotiv sei, so unterstellt der Steckbrief: „Rache an der SPD.“

Lafontaine ist natürlich klug genug, die durchsichtige Diffamierungsstrategie Freys ziemlich souverän zu kontern und geradezu lustig wird es, als Lafontaine anmerkt, dass sich inzwischen einige „anständige Journalisten“ auch ernsthaft mit den Vorschlägen der Linkspartei auseinandersetzen würden. Da stellt Frey aber sofort klar, wörtlich: „ Wenn Sie mit „anständig“ mich meinen, dann muss ich das zurückweisen!“ und dem kann man nur uneingeschränkt zustimmen.

Nachtrag:
Auf der Internetseite des ZDF beschreibt Peter Frey seine Sicht seines Interviews mit Lafontaine und mit erkennbarem Stolz meint Frey den wunden Punkt Lafontaines getroffen zu haben, das „Hinschmeißen“. Dieses Wort ist natürlich absichtlich gewählt, weil es herabsetzen soll und als Lafontaine dies nach wiederholter Anwendung seitens des Fragestellers als „dämlich“ und erkennbare zum Zwecke der „Diffamierung“ verwendet, benennt, da sieht Frey nun einen dünnhäutigen und verunsicherten Lafontaine. Scheinheilig stellt Frey in seiner Darstellung des Interviews die rhetorische Frage, warum er nicht über diesen Wendepunkt in Lafontaines Biographie sprechen dürfe. Dabei wollte er darüber gar nicht sprechen, denn die Erklärungen Lafontaines haben ihn sichtlich nicht interessiert, was er durch laufende Unterbrechungsversuche demonstrierte

Frey stellt im Interview die Frage, ob die LINKEN auch ohne Lafontaine bestehen könnten und aus Lafontaines Antwort, dass er dieses hoffe, weil es ja nicht sein könne, dass eine Partei nur von einer einzigen Person am Leben gehalten werden könne, schließt Frey messerscharf, das L. sich für den Dreh- und Angelpunkt der Linken halte, was natürlich Überheblichkeit suggerieren soll. Letztlich analysiert Frey auch noch Lafontaines Gesichtsausdruck und Körperhaltung während des Interviews und auch hier kann Frey, wen wundert’s noch, nur Negatives konstatieren.

Irgendwann erklärte Frey im Interview, dass Lafontaine im Sommerinterview genauso wie jeder andere Politiker behandelt würde. Nicht nur L. konnte sich die Bemerkung nicht verkneifen, dass er sich da gerne das Interview mit der Bundeskanzlerin anschauen wird. Ich auch, denn solchen journalistischen Hofschranzen beim Kotau zuzusehen ist jedes Mal echter Fernsehgenuss.

Dienstag, 7. Juli 2009

I’m bad

M.JacksonJa, das bin ich wohl, weil ich das unfassbare Mediengedöns um einen Schlagerfuzzi schon seit Tagen weder hören noch sehen mag, ja, dass mich der Tod Michael Jackson’s genauso interessiert, wie der bekannte Sack Reis in China. Dass aber just in diesem Moment gleich 4 ( vier!) unserer hier empfangbaren deutschen TV-Sender die MJ-Trauerfeier live übertragen, dass dafür die Nachrichtensendungen ausfallen oder verschoben werden, das geht einfach zu weit. Ich kann dieses fürchterliche, anbiedernde Getue um diesen mit den Jahren immer lächerlicheren Plastikzombie einfach nicht mehr ertragen.
Because I’m bad, I’m bad – I know it!

Schnelles Geld ....

...vom Staat gibt’s für Banken, zig-Milliarden ruck-zuck, wie wir ja gerade erleben dürfen. Für den Normalbürger dagegen kann’s schon ein wenig länger dauern, wie Frau Blackconti ebenfalls gerade erfahren darf.

Nun ist ja zum Glück nicht jeder auf eine pünktliche Rentenauszahlung angewiesen, aber falls doch, dann darf man sich auf eine längere Spanne ohne Einkommen einstellen, auch wenn alle Antragsformulare viele Monate vor dem Renteneintrittsalter inkl. aller angeforderten Unterlagen eingereicht wurden. Wenn man dann gut einen Monat nach Erreichen des Renteneintrittsalters höflich anfragt, wann denn nun und in welcher Höhe mit der Auszahlung der ersten Rente zu rechnen sei, dann erhält man die Auskunft, dass das Formular „R 240“ ja nicht ausgefüllt vorläge und deshalb... Ist ja gut. Es wäre natürlich von Vorteil gewesen, man hätte dieses Formular gleich mit den Antragsformularen übersandt oder zumindest nach Eintreffen des ausgefüllten Antrages auf das fehlende „R 240“ hingewiesen, die e-mail-Adresse oder diverse Telefonnummern wurden ja erfragt und angegeben. Aber, sei’s drum.

Also, „R240“ ausgefüllt, alles mit „nein“, was nach den Angaben im Rentenantrag auch gar nicht anders sein kann, und per Einschreiben abgeschickt. Zwei Wochen später erneute Nachfrage, wann denn nun mit der ersten Rentenzahlung gerechnet werden dürfe. Nicht so hastig, wie sich schnell herausstellt, denn nun muss erst einmal der Nachweis erbracht werden, dass man überhaupt deutscher Staatsbürger ist. Eine Passkopie alleine reicht nicht, sie muss vom deutschen Konsulat in Durban beglaubigt sein, aber das sind ja bloß 300 km hin- und zurück. Selbstverständlich wurde auch das erledigt, das Dokument auf den Postweg nach Berlin gebracht und weitere zwei Wochen später wiederum Frau Blackcontis Bitte um Auskunft über Rentenhöhe und ungefähren Auszahlungszeitpunkt.

Leider sei die Sachbearbeiterin des Rentenantrages nicht für die Berechnung zuständig, die Unterlagen seien aber jetzt vollständig und würden nun weitergeleitet. Was bei der Berechnung herauskäme und wann dann mit Geld zu rechnen sei, könne sie leider nicht sagen, aber 3-4 Wochen sollte das schon dauern. Komisch, ist doch alles bereits im Computer, vorläufige Bescheide wurden doch schon erstellt und geändert hat sich seitens der Antragstellerin seitdem nichts. Und es würde wohl noch viel länger dauern, wenn nicht regelmäßig nachgehakt würde. Jetzt verstehen wir endlich, was mit „Rente mit 67“ gemeint ist.

Sonntag, 5. Juli 2009

Am Nasenring

Zu gerne würde ich wissen, wie man sich als verantwortlicher Politiker fühlt, wenn man allen, auch noch so unverschämten Forderungen der Banken nachgekommen ist, wenn man ihnen Billionen in den Rachen geworfen und sogar die selbstinszenierten Lug- und Betrug-“Produkte“ abgekauft hat, natürlich alles zu Lasten der Allgemeinheit, und die Banken dann dennoch ihre „systemische“ Aufgabe nicht erfüllen.

Es ist doch geradezu grotesk, dass nun die Politik fast flehentlich darum bitten muss, dass die Banken doch mit den Staatsbillionen bitte nicht nur sich selbst sanieren, sondern auch die Wirtschaft mit möglichst billigem Geld versorgen sollten. Wie gesagt, „sollten“, nicht „müssen“, denn - leider, leider - im marktwirtschaftlichen System kann man niemanden vorschreiben, was er mit seinem Geld anfängt...Okay, eigentlich ist es Geld der Allgemeinheit, aber die Politik hat es den Banken ohne Auflagen gegeben - wegen des marktwirtschaftlichen Systems – wie wir natürlich mittlerweile verstanden haben.

Im Bankenviertel von Hamburg flogen letzte Nacht Steine, so hörte ich eben in den Nachrichten und spitzte interessiert die Ohren. Leider war das nur ein Hörfehler – Schanzen- nicht Bankenviertel, aber warten wir’s ab, was nicht ist kann noch werden. Politik und Banken müssen nur so weiter machen.

Mittwoch, 24. Juni 2009

Confed Cup 2009 , die 2.

Mittlerweile ist das nervtötende Getute von Tausenden von Vuvuzelas bei Fußballspielen in Südafrika wohl auch international unangenehm aufgefallen und es wird von offizieller Seite darüber nachgedacht, dies „Problem“ zumindest zu entschärfen. Ein Verbot kommt wohl nicht in Frage, denn diese Plastiktröte ist hier unabdingbares, traditionelles Fanzubehör eines schwarzen Fußballfreundes. Dieser Ein-Ton-Trompete ihren grauenhaften Lärm zu entlocken ist im Übrigen gar nicht so einfach und im Prinzip wäre ja auch nichts einzuwenden, wenn der Gebrauch nur ein wenig dem Rhythmus des Spiels angepasst wäre. Es ist ja noch ein Jahr Zeit und ich nehme an, dass in den kommenden Monaten im südafrikanischen TV verstärkt Lehrfilmchen zum sach- und fachgerechten Gebrauch der Vuvuzela gesendet werden. Ob’s was nutzt? Schaun wir mal.

Apropo “schaun wir mal“: Unten findet man ein kleines Filmchen mit Fotos von Port Shepstone, dem Leuchtturm, einer typischen Straße, dem Taxi Rank, d.h. dem Nahverkehrssammelpunkt und dann viele schöne schwarze Menschen, Zulus in traditioneller Kriegstanzkleidung, sehr beeindruckend als Unterhaltungsprogramm beim Public Viewing auf dem Marburg Sportsground, wo ich morgen wieder hingehe, um Brasilien gegen Südafrika anzuschauen. Dort bin ich dann mit Sicherheit wieder der einzige weiße Zuschauer ... und ohne Vuvuzela.

Tief im Süden

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