Mittwoch, 9. September 2009

Bad News are good news

Diese alte Journalistenweisheit gilt auch für mein Blog, bieten die Ereignisse der letzten Tage doch urplötzlich wieder Schreibstoff in Hülle und Fülle. Aber der Reihe nach:
Mystisches Armband innen, die schwarzen Punkte sind die Vulkansteine, die japanischen
Armband ausssen - ein Designjuwel
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Am Anfang stand der Erwerb eines angeblich wundertätigen Armbandes aus Edelstahl. Auf der Innenseite eingelassene Vulkansteine zusammen mit einer strenggeheimen Technologie aus Japan führen zu einem grundlegend verbesserten Wohlbefinden und Linderung bzw. Heilung jedweder körperlicher Beschwerden. So erläuterte zumindest der Verkäufer und da dies sich besonders in einer Verbesserung des Golfhandicaps niederschlagen würde, erschien mir der Preis von 1500,--Rand für dieses Erzeugnis japanischer Spitzentechnologie absolut angemessen. Außerdem schmückt diese silberne Gliederkette mein rechtes Handgelenk ungemein und sie ergänzt meine dezenten Oberlippen- und Nasenpiercings aufs trefflichste. Warum mich Frau Blackconti bei der Präsentation meiner Neuerwerbung und der Nennung des Kaufpreises mit so einem merkwürdigen Blick bedachte, irritierte mich zu jenem Zeitpunkt nur unwesentlich.

Zwei Tage später war der Fernseher hin und, obwohl gerade mal 5 Jahre alt, hätte eine Reparatur mehr als ein neues Gerät gekostet. Also wurde ein neuer Apparat gekauft. Der ist jetzt adäquat zum Programm genauso flach.

Flach ist auch der Garagenboden und deshalb ergibt der Wasserinhalt einer auslaufenden Waschmaschine einen schönen, großen See, welchen wir dann am darauffolgenden Tag trockenlegen mussten. Eine kleine Münze, vergessen in irgendeiner Tasche, hatte auf wundersame Weise den Weg in den Wasserbehälter gefunden, vorbei an allen eingebauten Filtern, und dort, von der rotierenden Trommel zum Schneidwerkzeug geschärft und angetrieben, einen Schlitz in den Plastikcontainer gesägt. Dies konnte natürlich erst nach der Demontage der Maschine festgestellt werden. Ein Ersatzcontainer ist hier nicht zu bekommen und so wurde das Loch halt provisorisch verklebt. Ob das lange das hält ist fraglich und über kurz oder lang ist dann wohl eine neue Maschine fällig.

Am Tag 4 nach Erwerb meines Glücksarmbandes habe ich meine Geldbörse verloren. Ich weiß ziemlich genau wo und hatte den Verlust auch nur wenige Minuten nach Verlassen des Ortes bemerkt, aber als ich dorthin zurückkehrte – weg war sie und niemand wusste etwas. Nun ja - jetzt folgt die übliche Prozedur. Die Karten zu sperren ist ja heutzutage kein besonderes Problem – Anruf genügt. Neue Karten zu erhalten ist schon etwas aufwendiger, besonders wenn man in Afrika lebt, aber Karten deutscher Banken besaß. Wirklich aufwendig ist aber die Wiederbeschaffung von ID-Dokumenten, Führerschein usw. Wie bei der Erstaustellung ist wieder stundenlanges Schlangestehen in muffigen Schalterräumen und die Verhandlung mit Schalterpersonal, dessen Kompetenz oftmals, freundlich ausgedrückt, gegen null tendiert. Gegenüber diesen Aussichten ist der Verlust von ca. 500 Rand Bargeld geradezu eine Lappalie.

Dass der Verlust der Geldbörse noch getoppt werden könnte, war kaum zu erwarten, aber wenn’s einmal so richtig schief läuft, gibt es immer noch eine Steigerung. Ich habe ja z.Zt. keine Bankkarten und da ist es hilfreich, dass wenigstens Frau Blackconti noch eigene Karten hat. Sie hat auch ein eigenes Konto und da ist auch ein ausreichendes Guthaben drauf. Um so erstaunter war ich, als ich gestern Morgen, ausgestattet mit Frau Blackcontis Kreditkarte und ihrem Zugangscode, einen Geldautomaten um Bargeld bat und dieser höflich aber bestimmt eine Auszahlung verweigerte. Begründung: Tägliches Limit überschritten! Hääh? Unmöglich! Also habe ich die Bank aufgesucht und dort dann erfahren, dass entweder ich oder Frau Blackconti heute bereits 1000 Rand aus einem Automaten in Durban gezogen hätten. Schon am letzten Samstag, abends um 18.42 Uhr, hätten wir im KFC (Kentucky Fried Chicken) in Durban für 1.430 Rand Pommes Frites gegessen, uns am Sonntag um 10.32 Uhr im Trueworth in Durban für 7.680 Rand eingekleidet und bis einschließlich Dienstag das Konto um insgesamt 12.580 Rand erleichtert. Nun war ich ziemlich sicher, dass weder Frau Blackconti noch ich das Wochenende in Durban verbracht hatten und höchstwahrscheinlich ist auch dem Bankmenschen eine plötzliche Blässe in meinem Gesicht aufgefallen. Auf seine besorgte Frage: „Stimmt was nicht?“ konnte ich nur röcheln: „Da räumt jemand unser Konto ab!“, worauf er blitzschnell 2 oder 3 Tasten an seinem Computer betätigte und nur lakonische meinte: „ It’s done!“ So, jetzt ist auch dieses Konto erst mal gesperrt und jetzt müssen wir zur Polizei, den Kartenbetrug melden. Wo und wie der passiert ist? Frau Blackconti hat da eine Vermutung, aber das hier zu erläutern würde wohl zu weit führen.

Mein Armband habe ich nun aus Sicherheitsgründen abgelegt. Es wirkt anscheinend prächtig, nur dummerweise genau entgegengesetzt der ursprünglichen Anpreisung. Höchstwahrscheinlich sind beim Einbringen der japanischen Hochtechnologie die Pole vertauscht worden, denn auch mein Golf hat sich, seit ich es trug, kontinuierlich verschlechtert.

Sonntag, 6. September 2009

Notorische Lügner

Franz-Josef JungHöchstwahrscheinlich ist er davon überzeugt, dass in seinem jeweiligen Job die fortwährende Desinformation und Lüge zum Berufsbild gehört. Allerdings stellt sich dann die Frage, weshalb er das so plump macht, denn dass Franz-Josef Jung lügt, sobald er den Mund aufmacht erkennt auch der Unbedarfteste. Wer hätte nicht schon über seine „Schule für Frauen“- und „Brunnenbohr“-Geschichten gelacht. Egal ob er im System Koch als Leiter der hessischen Staatskanzlei „jüdische Vermächtnisse“ zur Verschleierung illegaler Parteispenden erfand oder nun als Verteidigungsminister hanebüchene Gründe für den Kriegseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan erfindet, Jung lügt, aber er lügt miserabel, weil man’s ihm immer ansieht. Seit gestern erläutert uns Jung nun unermüdlich, dass bei der Bombardierung der Tankwagen in Kundus ausschließlich Taliban –Terroristen getötet wurden. Angesichts der Bilder von den verletzten Kindern in den Hospitälern wirkt dies natürlich absolut glaubhaft.

Na endlich, jetzt ist auch die Bundeswehr richtig in den afghanischen Bürgerkrieg verwickelt, jetzt werden auch wir bald richtig gefallene Soldaten ehren können, von Taliban in die Luft gesprengt oder einfach aus dem Hinterhalt erschossen. Das feuert dann natürlich auch unseren Innenminister Schäuble, nicht zu vergessen: auch so ein Parteispenden-Ehrenmann, zu besonderen Überwachungsanstrengungen an, kommen wir doch dem fortwährend beschworenen Terroranschlag in Deutschland mit jedem toten Afghanen tatsächlich immer näher. Nur weiter so, es wird schon werden und, ganz wichtig, keine Stimme für die Linke. Die wollen die Bundeswehr nämlich aus Afghanistan abziehen und das ist unverantwortlich.

Samstag, 5. September 2009

Parteien zur Bundestagswahl (1)

SPD-3

(Für dieses Plakat ist ausnahmsweise einmal nicht die SPD, sondern Titanic verantwortlich)

Montag, 31. August 2009

Der Erfolg der Linken – das Glück der SPD

Die SPD verliert massiv, über 6 % im Saarland, und freut sich wie ein Schneekönig, sieht sich als Wahlsieger und plustert sich sofort auf, weil sie der Bundes-SPD so eine tolle Vorlage für die anstehende Bundestagswahl geliefert habe. Dabei sollte sie sich in Demut vor Oskar Lafontaine verneigen, denn nur seinem klaren Wahlkampf und der Intelligenz der Wähler kann sie es verdanken, dass die Anti-Links-Kampagne der versammelten Medienallianz nicht verfing. Allein das exorbitante Wahlergebnis der Linken versetzt die SPD in die Lage an Regierungsübernahme auch nur zu denken. Da wirkt der merkwürdige Müntefering-Satz, dass die Linken ja ihr Wahlziel nicht erreicht hätten ( Lafontaine als Ministerpräsident) nur noch wie die hilflose Nörgelei eines Vorgestrigen.

Und in Thüringen sofort das gleiche Spiel. Zwar hat die SPD hier nicht verloren, aber auch kaum Zugewinne erzielt, dümpelt irgendwo bei 18 % , bläst aber sofort die Backen auf und will mit der Linken, die fast 10% mehr Wähler vorweisen kann, nur dann koalieren, wenn sie, die SPD, den Chef stellen kann. Nun ja, träum ruhig weiter SPD, oder, noch besser, lass dich auf eine Koalition mit der CDU ein. Dann kannst du dich auch bei der Bundestagswahl, wie jetzt schon in Sachsen, mit der FDP um den dritten Platz streiten.

Bei der CDU hat die gestrige Wahl anscheinend einen ordentlichen Schock ausgelöst. Ronald Pofalla blickt jedenfalls erfreulich blässlich aus der Wäsche. Man darf wirklich gespannt sein, wie der watschelnde Hosenanzug jetzt aus der Deckung kommen wird. Angst braucht man davor aber nicht zu haben, denn wo nichts ist kann auch nichts kommen.

Natürlich wird schon ab morgen die vereinte „Freiheit statt Sozialismus“ – Brigade aus allen Medien Breitseiten abfeuern und natürlich wird sich die SPD wieder winden wie ein Wurm. Nach dem heutigen Wahlergebnis bin ich aber guten Mutes und mein Vertrauen in die Klugheit der Wähler ist gewaltig gestiegen. Die CDU-FDP-Koalition wird es nicht geben, so viel steht wohl jetzt schon fest, aber um eine Neuauflage der Großen Koalition werden wir nicht herumkommen. Nach einer Schamfrist jedoch und nachdem die Münteferings, Steinmeiers, Steinbrücks usw. aufs Altenteil, bzw. in gutdotierte Beraterjobs bei den einschlägigen Energie- und Finanzkonzernen untergebracht wurden, kann dann endlich eine Regierung gebildet werden, die den Mehrheitswillen der Bevölkerung widerspiegelt und was im übrigen schon in den letzten vier Jahren theoretisch möglich war. Oh happy day!

Dienstag, 25. August 2009

Auch nicht schlecht – Lafontaine ist Nazi

Man kennt ja die die Empörung und die Empörer, die sich seinerzeit so über Oskar Lafontaines „Fremdarbeiter“-Wortwahl aufgeregt hatten, aber wer so sauber herausarbeitet, dass Lafontaine ein verkappter Nazi ist, muss eine geistige Koryphäe sein – wie Dr. Mathias Döpfner mit dieser Analyse beweist:

Oskar Lafontaine, der nationale Sozialist

Flächendeckender Mindestlohn, Rente mit 67 abschaffen und Hartz IV rückgängig machen: Sogar die Mehrheit der CDU-Wähler unterstützt diese Forderungen des Vorsitzenden der Linken. Der Linken? Sie müsste eher "Die Reaktionäre" heißen - entsprechend Lafontaines Weltbild des Ressentiments: protektionistisch, nationalistisch, wirtschafts-, wettbewerbs- und fremdenfeindlich.
Oskar Lafontaine ist gefährlich, die intellektuelle Selbstaufgabe im sogenannten bürgerlichen Lager aber ist gefährlicher.
Dass man sich mit dem selbst ernannten Heilsbringer nicht auseinandersetzen will, weil man ihn dadurch aufwerten würde – na ja. Dass er auf allen Kanälen seine nationalistisch-sozialistischen Ressentiments herauskrakeelt – geschenkt. Dass er das nicht nur in jeder Talkshow tut, sondern dass er neuerdings auch in freiheitlich-bürgerlichen Leitmedien wie in der „Welt am Sonntag“ und in der FAZ von gestern die Pressefreiheit und Marktwirtschaft verhöhnen und den Nichtdemokraten Chávez heroisieren kann – Geschmackssache.


Der Salon-Robin-Hood Lafontaine

Wenn dann aber sogar eine Mehrheit der CDU-Wähler für richtig hält, was der Salon-Robin-Hood aus dem Saarland zu der Abschaffung von Hartz IV, der Einführung des Mindestlohns, einer Rücknahme der Rente mit 67 und dem Rückzug aus Afghanistan gefordert hat, und wenn daraufhin die bürgerliche Politik und Öffentlichkeit statt eines Aufschreis weithin nur Schweigen parat hat – dann muss man sich schon ernsthaft Sorgen machen.
Nicht nur, weil sich im Justemilieu bürgerlicher Befindlichkeiten linke Paradigmen durchgesetzt haben: statt Freiheit Gleichheit, statt Eigenverantwortung Umverteilung und in der Außenpolitik statt Interessen- und Werteverteidigung Appeasement und die Ohne-Michel-Haltung. Schlimmer wiegt, dass die Leistungseliten – die auch Verantwortungseliten sein könnten und sein sollten – in weiten Teilen resigniert, unpatriotisch und äußerst egoistisch vor sich hin dämmern. Ganz nach dem letztlich zynischen Motto: Ich kann die Dummheit um mich herum nicht ändern, also denke ich lieber an mich – Eskapismus statt Einmischung.


Das Phänomen Lafontaine

Das Phänomen Lafontaine leitet nicht nur eine weitere Stufe in der Entfremdung der Bürger von politischen Prozessen ein. Es besiegelt und belegt auch die Auflösung der Kategorien von links und rechts.
Denn der Demagoge aus dem Saarland ist ja beileibe kein linkes Phänomen. Aus Lafontaines Weltanschauung folgt das Programm einer nationalpopulistischen Regierungspartei, bei der Jürgen W. Möllemann den Außenminister, Peter Gauweiler den Innenminister und Erich Mielke und Franz Schönhuber die Ehrenvorsitzenden hätten geben können. „Die Linke“ müsste eigentlich „Die Reaktionäre“ heißen. Sie pflegt ein Weltbild des Ressentiments: protektionistisch, wirtschafts- und wettbewerbsfeindlich, nationalistisch und fremdenfeindlich.
Während die bürgerlichen Parteien mit den Widersprüchen der offenen Gesellschaften ringen, während sie versuchen, sich den Komplexitäten der Globalisierung zu stellen und dabei mitunter einen zu zaghaften, zu halbherzigen Eindruck machen, gibt Lafontaine das Gegenmodell des Entschlossenheitspolitikers. Sein Weltbild hat einen großen Vorteil: Es ist einfach und in sich geschlossen. So geschlossen, dass es auf alles eine Antwort, für alles eine Verschwörungstheorie parat hat. Es basiert auf der Demagogie klarer Feindbilder und falscher Versprechen.


Der Heilsbringer Lafontaine

Schuld sind die Amerikaner, die Fremdarbeiter, die Kapitalisten oder – und auch das ist eine interessante terminologische Anleihe – der „militärisch-industrielle Komplex“. Hilfe bietet der starke, segnende Staat und natürlich der für die wundersame Brotvermehrung höchstpersönlich zuständige Heilsbringer Oskar Lafontaine.
Es ist ein zentralistisches, abgeschottetes, autoritäres Weltbild, das die Menschen vor sich selbst, vor allem aber vor allem Fremden in Schutz zu nehmen vorgibt. Alles andere, alles Offene ist Lafontaine und seinen Leuten fremd. Sie benutzen Politik als Projektion für Neid und Minderwertigkeitskomplexe. Und sie machen so die Armen und Schwachen, denen sie zu helfen vorgeben, immer ärmer und schwächer.
In der Idee des Nationalpopulismus schließen sich der ganz linke und rechte Rand zum Kreis. Ob der Antikapitalismus, der Antiamerikanismus oder der als Antizionismus verkleidete Antisemitismus nun von ganz links oder ganz rechts kommt, spielt im nationalen Sozialismus oder sozialistischen Nationalismus keine Rolle.
Lafontaine hält Chávez für ein großes Vorbild. Chávez sieht in Ahmadinedschad, den er gerne umarmt, einen Bruder im Geiste. Aber wenn die Leugnung des Holocaust und Fantasien zur Vernichtung Israels durch die Hintertür relativiert werden – allerspätestens dann hört der Spaß auf. Wer auch dafür noch Verständnis hat, hat nichts verstanden.
Oskar Lafontaine muss mit allen demokratischen Mitteln bekämpft werden. Aber will sich das eigentlich noch jemand zumuten?


Diese großartige Ausarbeitung ist zwar schon etwas älter, genauer: vom 9.7.2007, und ich hatte sie damals aus dem Webangebot von WELT-Online kopiert. Der Verfasser dieses Pamphlets, also Dr. Mathias Döpfner, ist Vorstandsvorsitzender des Springer-Verlages. Seine fast resignierende Schlussbemerkung, dass Lafontaine mit allen demokratischen Mitteln bekämpft werden müsse, aber sich dies wohl niemand mehr zumuten wolle, fiel dann letztendlich doch auf fruchtbaren Boden, denn heute vergeht kaum Tag, an dem nicht irgendein Medien- Windei an Lafontaine sein Mütchen kühlt ( vielleicht fällt ja ein besser bezahlter Job bei Springer dabei ab – nichtwahr Herr Frei!). Es ist zwar nach wie vor so, dass eine Mehrheit der Bevölkerung, bis weit in die CDU-Kreise, die Forderungen Lafontaines für richtig hält. Gewählt wird jedoch das genaue Gegenteil – die Gehirnwäsche durch die Medien wirkt vorzüglich.

Wegen der Qualität des geistigen Döpfner-Ejakulats, darauf einzugehen erspare ich mir, sah ich mich spontan zu einem Glückwunsch veranlasst, dessen Veröffentlichung leider von der WELT-Online-Redaktion aus mir unerfindlichen Gründen abgelehnt wurde. Per E-Mail schrieb man mir:

Hallo blackconti,

Ihr Kommentar:


Verwunderlich ist nicht, dass die WELT einen so bösartig zusammengeschmierten Hetzkommentar ihres obersten Chefs abdruckt, aber sehr verwunderlich ist, mit welch intellektueller Ausstattung man Chef werden kann. Glückwunsch!


hiermit möchten wir Sie darauf aufmerksam machen, dass wir Ihren Kommentar auf WELT DEBATTE gelöscht haben.

Bitte beachten Sie: Die Löschung kann unterschiedliche Gründe haben. Bitte beachten Sie bei einem Kommentar immer unsere Netiquette.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr WELT DEBATTE Team


Wie schreibt das WELT-Debatte –Team zum Schluß:
„Mit freundlichen Grüßen“

Also, da kann man nicht meckern, höflich sind die Hosenscheißer jedenfalls.

Freitag, 14. August 2009

Also sprach Zarathustra

SPD Screenshot von Tageschau.de

„O meine Brüder, bin ich denn grausam? Aber ich sage: was fällt, das soll man auch noch stoßen! Das Alles von heute – das fällt, das verfällt: wer wollte es halten! Aber ich – ich will es noch stoßen!“ (Friedrich Nietzsche)

Da kann ich mich nur anschließen und zum ersten Mal in meinem Leben bin ich gegenüber der SPD völlig emotionslos. Nicht einmal Mitleid oder Wehmut ficht mich an, angesichts des Untergangs meiner ehemaligen Volkspartei. Das kühle Ende einer über vierzigjährigen Beziehung.

Donnerstag, 13. August 2009

Wahlkampf 2009

CDU-Plakat

Escada ist pleite. Leider, denn in einer Escada-Edelrobe wäre uns die Ausstellung des Gesäuges einer Matschkuh wie Vera Lengsfeld höchstwahrscheinlich erspart geblieben. Da sich dieser Pfannkuchen vor Begeisterung über seinen Einfall kaum noch einkriegen kann, ist in der Endphase des Wahlkampfs mit der vollständigen Freilegung der Titten zu rechnen. Der reine Horror, aber da jede Stimme zählt und, versprochen ist versprochen, sie mehr zu bieten hat, verstehe ich das jetzt mal als diesbezügliche Drohung. Irgendwie wird mir ihr Ex-Ehemann im Nachhinein immer sympatischer.

Freitag, 7. August 2009

Ein Sozialdemokrat

Johannes KahrsDas ist Johannes Kahrs. Johannes Kahrs ist Bundestagsabgeordneter aus Hamburg und ist ein sehr beschäftigter Mann. Kahrs ist der Sprecher des Seeheimer Kreises, also des äußert rechten Flügels der SPD. Kahrs ist Oberleutnant der Reserve und daher auch im Präsidium des Förderkreises des Deutschen Heeres (FDH) und, Ämter kann man ja gar nicht genug haben, auch Präsidiumsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik ( DWT).

Dass diese Mitgliedschaften nach der Geschäftsordnung des Deutschen Bundestages anzeigepflichtig sind, bestreitet Kahrs, weil er dafür ja nicht bezahlt werde und hat das dementsprechend auch niemandem gemeldet. Die 80.000,-- Euro, die Rüstungsfirmen wie Rheinmetall oder Krauss-Maffei für Kahrs Wahlkampf beigesteuert haben, immer in kleinen Beträgen unterhalb der Veröffentlichungspflicht, gaben diese an Kahrs, weil er ein so netter Kerl ist und keinesfalls, weil er auch im Haushaltsausschuss, im Rechnungsprüfungsausschuss und im Verteidigungsauschuss des Bundestages sitzt.

Wie gesagt, ein sehr beschäftigter Mann, der heute keine Zeit mehr findet innerparteiliche Konkurrentinnen mittels anonymer Telefonanrufe zu beleidigen und zu terrorisieren. Die Zeiten sind lange vorbei und außerdem hat ja sein Freund Ole von Beust seinerzeit vor Gericht eine Verfahrenseinstellung gegen Zahlung eines Bußgeldes erreicht.

Dieser Mann ist kein Lobbyist, Gott bewahre, sondern ein moderner Sozialdemokrat, der einzig das Wohl des deutschen Volkes im Sinn hat. Ein uneingeschränktes Lob der SPD, die mir solch einen hervorragenden Kandidaten zur Wahl anbietet, meine Stimme bekommt sie ganz sicher.....nicht.

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