Sonntag, 21. März 2010

Es hätte gestern so ein schöner Tag sein können.

Endlich habe ich mal wieder eine Golfrunde absolviert, die mich nach dem letzten Loch nicht gänzlich frustriert zum Clubhaus zurückschleichen ließ. Für kurze Zeit schien sogar ein Platz auf dem Siegertreppchen in Bereich des Möglichen. Daraus wurde dann zwar nichts, was aber meiner guten Laune nicht abträglich war.

Und wie steigerte sich meine Stimmung, bis zur Euphorie, als ich, zu Hause angekommen, einen Blick auf die Bundesligaergebnisse warf: Frankfurt hat die Bayern 2 : 1 geschlagen! Ja, kann ein Samstagabend besser beginnen? Zumal dann in einer Stunde auch noch meine geliebte Werkself Bayer04 den Dortmunder Borussen im Westfalenstadion mal zeigen würde, wie Fußball richtig geht. Und ich kann das auch noch live im hiesigen TV verfolgen, denn der südafrikanische Bezahlsender „Supersport“ hat erstmalig einen Vertrag über 5 Jahre mit der DFL abgeschlossen und überträgt seit Anfang März sämtliche Spiele der Bundesliga live oder zeitversetzt als Aufzeichnung.

Dortmund – Leverkusen ist ein Topspiel und Bayer04 spielt die Dortmunder in der 1. Halbzeit an die Wand. Dass noch kein Tor gefallen ist, was soll’s – ist nur eine Frage der Zeit und so schalte ich in der Halbzeitpause mal um zur ARD-Sportschau, um mich an der Bayernniederlage in Frankfurt zu weiden. Welch ein Genuss, die belämmerten Gesichter der Bayern zu sehen, als sie kurz vor Spielende die Quittung für ihren Grottenkick erhielten.

So, genug hämisch gefreut und nun schalte ich erwartungsfroh zurück ins Westfalenstadion, wo die 2. Halbzeit schon seit ca. 15 Minuten läuft.- - - Es dauerte ein wenig, bis ich im Insert der laufenden Begegnung den momentanen Spielstand finde und - schlagartig ist meine schadenfrohe Euphorie verflogen und macht tiefster Depression Platz. Ungläubig und mit offenem Mund sprachlos lese ich dort: Dortmund 2 – Leverkusen 0. Von meiner geliebten Werkself ist nichts mehr zu sehen, außer ein paar ziemlich uninspiriert kickende Rothemden. Es ist zwar noch eine halbe Stunde zu spielen, aber, das spürt ein echter Schönwetterfan wie ich sofort, da geht nichts mehr und tatsächlich langt es ja dann auch nur noch zu einem weiteren Gegentor.

3 : 0 für Dortmund und der designierte Nationaltorwart Adler sieht auch dabei eher merkwürdig aus. Nach dem absolut souveränen Auftritt der Werkself in der 1. Halbzeit blieb nur noch Kopfschütteln. Ach ja, ich sagte es ja schon eingangs: Es hätte gestern so ein schöner Tag sein können.

PS: Dass heute auch Schalke nicht gewinnen konnte und sich somit in der Tabelle kaum etwas verändert hat, stimmt mich nicht fröhlicher. Es wird am Ende wohl wieder für die Bayern reichen. Will das Grauen denn niemals enden?

Sonntag, 14. März 2010

Mal wieder – Kriminalität in Südafrika

Nachdem ich nun schon aus Deutschland aufgefordert werde, zum freitäglichen Kneipenbesuch ( Pistols) wegen Raubüberfallgefahr eine Waffe mitzunehmen und dennoch „viel Spaß“ zu haben, so will ich denn endlich auch hier meiner Berichterstatterpflicht nachzukommen, so sehr es mir auch widerstrebt.

Es ist ja leider wahr: Südafrika schafft auf dem Gebiet der Kriminalität Jahr für Jahr einen Spitzenplatz auf der Weltrangliste und die nicht zu übersehenden Sicherheitsvorkehrungen an jedem Gebäude, hohe Mauern, Elektrozäune, Fenstergitter, Wachmänner usw., wirken auf ausländische Besucher anfangs sehr befremdlich und belegen durch ihre Präsenz ihre Notwendigkeit. In früheren Beiträgen habe ich die Kriminalität hier nicht geleugnet, aber auch immer relativiert, sie zur statistischen Wahrheit erklärt, von er wir hier an der Southcoast nur marginal tangiert werden.

Prinzipiell sehe ich das immer noch so, aber wenn dann plötzlich eine Gang, schwerbewaffnet mit Schnellfeuergewehren, die hiesigen Kneipen abklappert und sowohl die Wirte um die Kassen, als auch die zufällig anwesenden Gäste um ihre Geldbeutel, Uhren, Schmuck und Cellphones erleichtert, dann erschüttert das zumindest das subjektive Sicherheitsgefühl. Innerhalb von 2 Wochen tauchten die Gangster so gegen 22.00 Uhr bei 7 populären Bars und Restaurants auf, bei zweien sogar zweimal, und verschwanden nach getaner Arbeit mit dem Auto eines Gastes. Ich war da zwar nie anwesend, glücklicher Zufall, aber ich kenne einige der Opfer und deren Berichte ließen den Schrecken ahnen, der einen befällt, wenn man in den Lauf einer AK47 schaut. Da sich alle, Gäste und Wirte, aber auch die Gangster, umsichtig verhielten, wurde Gott sei Dank niemand verletzt.

Natürlich verändert so eine Überfallserie das Gästeverhalten. Wenn sie nicht ganz wegblieben, die Wirte haben die Umsatzeinbußen sofort gespürt, so nahm doch jeder zu einem Restaurant- oder Kneipenbesuch nur noch das notwendigste mit. Kein Schmuck, keine Uhr, keine Geldbörse, kein Handy, einzig eine Kreditkarte und etwas Bargeld lose in der Tasche. Zwischenzeitlich hat sich die Lage wieder entspannt, denn die Polizei hatte eine Spezialeinheit eingesetzt und war erfolgreich. Die Bande wurde vor ein paar Tagen verhaftet.

Ob es sich um die gleichen Gangster handelt, die am 6. März das Pokerturnier im Hyatt-Hotel in Berlin überfallen haben, will die hiesige Polizei weder bestätigen noch dementieren.

Griechischer Staatsbankrott – na und?

Ich schicke es gleich voraus: Ich habe von ökonomischen Zusammenhängen keine Ahnung. Dies vorausgesetzt schwadroniere ich jetzt mal so vor mich hin, aus dem Bauch.

Griechenland hat exorbitante Staatsschulden und steht angeblich kurz vor dem Bankrott. Aber, wo ein Schuldner ist, ist auch ein (oder mehrere) Gläubiger. Wer sind diese, will sagen: Wer hat so viele Milliarden übrig, um sie Griechenland zu leihen? Gegen Zinsen, versteht sich. Ich bin’s nicht und ich kenne auch niemanden in meinem erweiterten Umfeld. Griechenland muss jetzt sparen und das bedeutet für die Masse der Griechen, dass nun alles teurer wird , wegen Steuererhöhungen, gleichzeitig aber Löhne, Gehälter und Renten gekürzt oder mindestens eingefroren werden.

Warum? Ich nehme mal an, um die Zinsen für die geliehenen Gelder bezahlen zu können und evtl. die Kredite zu tilgen. Im Klartext: Damit diejenigen, wer auch immer, die soviel Kapital übrig hatten, um es für möglicht hohe Zinsen an Griechenland zu verleihen, ihren Überfluss auch mit Gewinn zurück erhalten, müssen nun die einfachen Leute in Griechenland, die sowieso schon nicht besonders begütert sind, mit noch weniger auskommen. Dass dies für den sozialen Frieden nicht gerade förderlich ist, kann man ja jetzt schon erleben.

Was passierte denn, wenn Griechenland sich einfach weigerte zu zahlen? Mit Sicherheit würde denen niemand mehr was leihen und Sie könnten immer nur soviel Waren importieren wie sie ausführen. Eine ausgeglichene Handelsbilanz wäre aber doch ideal.

Gäbe es dann einen Krieg, denn wie anders will man bei einem zahlungsunwilligen Staat Gelder eintreiben? Und wer wäre der Angreifer? Die Spekulanten in aller Welt doch wohl nicht, es sei denn sie hätten Einfluss auf die Politik, könnten die Armeen in irgendeiner Weise in Bewegung setzen. Das wird im Falle Griechenland sicher nicht passieren. Also kann man den Griechen nur raten, nichts mehr zu bezahlen. Staatsbankrott – na und? Wen stört’s außer den Spekulanten und wenn die ihre sowieso überflüssigen Milliarden los sind, geht es allen besser. Spekulantenrisiko! – So what?

Einige Politiker aus CDU- und FDP-Fraktion würden auch griechische Inseln als Bezahlung akzeptieren, z.B. für die beliebten deutschen Waffenlieferungen. Der Vorschlag, bzw. die Forderung dieser Bundestagsabgeordneten wirft schon Fragen nach deren geistiger Gesundheit auf. Für die gelieferten Waffen hätten die Griechen bestimmt eine gute Verwendung, wenn die neuen „Inselbesitzer“ mit ihren Umzugskartons und Deutschlandfähnchen in der Ägäis anrücken.

Dienstag, 9. März 2010

Missbrauch – eine sehr merkwürdige Diskussion

Wie sind jetzt plötzlich alle betroffen. Nein, so was! Internate, Jugendheime, Pfadfinder oder Schulfahrten, kurz: überall, wo (männliche! – weiblich wohl eher nicht, jedenfalls habe ich da keine Erkenntnisse) Jugendliche massiert der Obhut von Erziehern, Patres, Lehrern oder Fähnleinführern anvertraut wurden (werden), stößt man auf sexuelle Übergriffe.

Soll ich mich jetzt auch zum Opfer stilisieren, weil auch ich so was erlebt habe, wie im übrigen fast alle meine Freunde? Habe ich Schaden genommen? Ich glaube nicht, denn wo pubertierende Geilheit so zentriert versammelt ist, findet die homoerotische Geilheit eines entsprechend veranlagten Erziehers leicht ein williges „Opfer“, weshalb in diesen Berufen, Jobs oder ehrenamtlichen Tätigkeiten sich überproportional viele Schwule tummeln.

Das 40-jährige Opfer, welches uns nach 26 Jahren im ZDF-Heute-Journal erklärt, wie widerlich es ihm war, dem Musiklehrer der Odenwald-Schule einen runterzuholen, ist natürlich zu bedauern, aber ehrlicher wäre es gewesen, wenn man ihn gefragt hätte, ob er sich auch vom Musiklehrer hat bedienen lassen, was ich für sehr wahrscheinlich halte. Wurde er gezwungen? Wohl nicht, wenn man seiner Aussage glauben darf. Eher versprach er sich einen Vorteil. „ Ich habe geliefert, er nicht!“ diese Aussage lässt zumindest leicht an Prostitution denken. Aber lassen wir das.

Der Begriff „Missbrauch“ ist sicherlich richtig im Zusammenhang mit Pädophilie, Kindsmissbrauch oder bei Zwang durch Abhängigkeit. Der „Sumpf“, der sich nun so scheinbar überraschend auftut ist so alt wie die Welt, oder es gibt ihn mindestens so lange wie es die Pubertät gibt und Fähnleinführer.

Dienstag, 2. März 2010

Trotz Vollbremsung…

…wird niemand aus dem Rollstuhl geschleudert, werden weder Wiefelspütz noch Zypries für ihr Machwerk zur Verantwortung gezogen und natürlich schwafelt Bosbach unbeirrt weiter vom Terrorismus, der durch die segensreiche Bespitzelung aller Bürger verhindert wurde und wird.
st-lucia-sign
Es ist immer wieder dasselbe. Mittlerweile ist fast jedes neu aufgelegte Gesetz verfassungswidrig und das ist keine Schlamperei, was an sich schon unglaublich wäre angesichts der Heerscharen hochbezahlter Spezialisten in den Ministerien, sondern das ist glatter Vorsatz. Man versucht’s halt und hofft, dass das BVG irgendwie nichts merkt oder ein Auge zudrückt. Dieses Verfahren ist unverschämt und nicht zu tolerieren. Wird so ein Gesetz gekippt, muss es Sanktionen geben, Rücktritte und Rausschmisse aller Verantwortlichen, zumindest aber die Beobachtung dieser Typen durch den Verfassunsschutz wegen fortwährender Angriffe auf das Grundgesetz.

Es ist eine Schande, aber nichts von alledem wird passieren. Zuerst wird jetzt wieder, blanker Hohn, dem Verfassungsgericht für die "Klarstellung" gedankt und dann wird "nachgebessert", ein paar Worte verändert, die dann wieder Auslegungssache sind. In kürzester Zeit werden wir uns alle an die Dauerbespitzelung gewöhnt haben und niemand wird mehr in der Lage sein, dem Rollstuhl die Bremsklötze wegzuschlagen - und einzig darum geht es.


Achso, die bisher illegal gespeicherten Daten müssen umgehend gelöscht werden! Wer's glaubt wird selig, denn heute schon wird man bei der Polizei komisch angemacht, wenn man vor 20 Jahren auf einem Pink Floyd Konzert im Olympiastadion gekifft hat und 15 Jahre später ein Führungszeugnis braucht. Unglaublich und illegal, aber wahr.

Freitag, 26. Februar 2010

Phänomen „Phaeton“

VW-Phaeton

Besonders glücklich war VW ja noch nie mit der Nobelkarosse, aber dass die Wolfsburger Autobauer mit dem „Phaeton“ ein bösartiges Gefährt entwickelt haben, das Menschen und Karrieren killt wie einstmals Steven Kings „Christine“, das überrascht dann doch.
Schien die finale Kurve des Jörg Haider in Kärnten nur mysteriös, so erklärt nun die nächtliche Fahrt der schwer bedüdelten Frau Käßmann einiges. Der Phaeton ist das bevorzugte Fahrzeug prominenter Alkoholiker! Deswegen bekommt man das Auto untertags auch kaum zu Gesicht. Nachts hingegen macht es mit balkengroßen Schlagzeilen auf sich aufmerksam. Ob unsympathisch (Haider) oder sympathisch ( Frau Käßmann) – der „Phaeton“ kennt keinen Unterschied und, daran besteht für mich nun kein Zweifel, lockt seine Opfer durch sein biederes Styling zu unverantwortlichen Handlungen. Ob VW sich diese Reklame gewünscht hat?

Übrigens: Hier in Südafrika habe ich noch nie einen „Phaeton“ gesehen. Alkoholiker, prominent oder nicht, benutzen andere Fahrzeuge. Ich, z.B. wurde von meinem biederen Toyota „Tazz“ zu unverantwortlichem Handeln verführt, aber
darüber habe ich ja schon mal berichtet.

Wenn jetzt jemand meint: „Dieser Beitrag ist doch Käs, Mann!“, so kann ich nur zustimmen. aber zu den wohlfeilen Krokodilstränen allüberall habe ich einfach keine Lust.

Mittwoch, 24. Februar 2010

Jetzt ist’s fertig (fast)!

Moses Mabhida Stadium - Northgate

An der Inneneinrichtung wird noch gearbeitet, in den VIP-Räumen, und in den Oberrängen
werden noch Sitzreihen montiert, aber im Prinzip ist das Moses-Mabhida-Stadium in Durban fertig und die ersten Fußballspiele der südafrikanischen Premierleague wurden bereits durchgeführt. Rund ums Stadion wird z.Zt. noch eifrig gewerkelt, an der S-Bahnstation, an den Parkplätzen, an den Besucherzugangswegen vom Stadion zum Beach-Boulevard und an der Renovierung der Zufahrtsstraßen.

Panorama Innenraum - 100%Blick in den Innenraum vom NorthgateDie Seilbahn "Skytrain" fährt zum höchsten Punkt des BogensDurban's beachfront from the arch
Mittlerweile kann man das Stadion besichtigen und auch die Seilbahn transportiert die Besucher auf den imposanten Bogen, der mit einer Höhe von 105 Metern das Stadion überspannt. Der Ausblick von oben über die Stadt und auf den indischen Ozean ist einfach phantastisch. Ich hoffe, dass meine Fotos vom letzten Freitag ein wenig von der Eleganz dieses wirklich gelungenen Bauwerks vermitteln.

Sonntag, 14. Februar 2010

Nicht Westerwelle – die Medien sind ein Skandal

Wenn man z.Zt. die gängigen Medien sieht , hört oder liest, so kommt man aus dem Staunen kaum heraus. Nein, was ist der Westerwelle doch für ein unmöglicher Schreihals, was ist die FDP doch für eine Klientelpartei und was ist das Merkel doch für ein graues Nichts. Ach ja?

Und schon überbieten sich die Kommentatoren und Meinungsflüsterer mit Untergangsprognosen für die FDP bei der NRW-Wahl. Selbst die unbedarfte Anne Will führte uns vorletzten Sonntag ein Trio Infernal ( Henkel, von Berchtolsheim, Sprenger) vor, deren ausgesucht asoziale Ekelhaftigkeit so mit Händen zu greifen war, dass dahinter nur Absicht stecken konnte. Natürlich schwafelte dieses Gesindel von Moral und Fairness im Sinne der FDP-Parolen, was dieser Schmarotzerpartei sicher einen gewaltigen Popularitätsschub verschafft haben dürfte.

Nun, mir soll’s recht sein. Trotzdem bleibt die Frage, warum die einschlägigen Medien nun so unisono auf Westerwelle, die FDP und die Regierung einprügeln? Westerwelle hat doch recht, er und die FDP hat sich doch nicht geändert und das Merkel schon gar nicht. Was, also, hat man bei der Unterstützung während des Wahlkampfs erwartet?

Donnerstag, 11. Februar 2010

Äpfel und Birnen

von tagesschau.de

Ist das Absicht oder einfach nur eine dümmliche Zusammenfassung? Weil also in Südafrika Übergriffe auf Ausländer an der Tagesordnung sind, meiden viele Fußballfans die WM 2010? Oder liegt es evtl. eher an solchen Berichten, die Äpfel mit Birnen vergleichen und das ganze noch mit Archivbildchen aus 2008 garnieren, dass ein ziemlich verzerrtes Bild entsteht. Übergriffe auf Ausländer gab es, der Höhepunkt waren xenophobische Gewaltexzesse im Mai 2008, und gibt es vereinzelt immer noch, doch handelt es sich dabei ausschließlich um Probleme an sozialen Brennpunkten und sie betreffen weder WM- noch sonstige Touristen.

Das üble an solchen Berichten ist natürlich, dass sie nicht wirklich falsch sind. Südafrika hat jede Menge Probleme und über die Regierungsarbeit kann man sich oftmals nur wundern oder die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Aber gerade dies gilt auch für Deutschland und Arroganz ist nun wirklich nicht angebracht. Ja ja, der Zuma hat vor einem Jahr goldene Zeiten versprochen und jede Menge Arbeitsplätze. Jetzt sind es 500 000 weniger, möglicherweise und schlimm genug, aber auch hier hat die Weltwirtschaftskrise ihre Spuren hinterlassen und der Einbruch der Rohstoffpreise traf Südafrika besonders hart.

Ich vermag nicht zu sagen, ob die WM ein Erfolg wird. Eine gewisse Skepsis ist angebracht, einfach, weil bei den zahlungskräftigen, d.h. weißen, Südafrikanern nur Rugby enthusiastische Begeisterung auslöst. Fußball wird als Spiel für Weicheier angesehen. Den betreiben die Schwarzen und das nicht mal besonders gut. Bafana Bafana wird höchstwahrscheinlich in der Vorrunde ausscheiden und dann ist es auch mit der Begeisterung der Schwarzen vorbei. Ein „Sommermärchen“ wie 2006 in Deutschland ist hier nicht zu erwarten, aber eine ordentlich abgewickelte Veranstaltung auf jeden Fall. Die Sicherheit der Besucher wird gewährleistet sein, genauso wie für die jährlich 10 Mio. Touristen, die, mit exorbitant steigender Tendenz, Südafrika bereisen. Uli Hoeness darf ruhig zu Hause bleiben - und weiter schwafeln.

PS: Ein Tip für WM-Besucher
Im Juni/Juli ist auf der Südhalbkugel Winter. Johannesburg liegt auf einer Seehöhe von 1800 m, d.h. dort kann es besonders nachts sehr kalt werden. Kapstadt liegt ganz im Süden und im Winter ist schlechtes Wetter, Wind und Regen bei ca. 10 – 15°C, ziemlich normal. Wer sich also länger hier aufhalten will, sollte die Gegend um Durban als Basis wählen. Hier herrschen auch im Winter sommerliche Temperaturen und mit einer Wassertemperatur von min. 20°C lädt das Meer zum Bade.

Tief im Süden

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