Donnerstag, 19. Juni 2008

Entschuldigung

Schweinsteiger
Hiermit gebe ich kund und zu wissen, dass ich von Fußball keine Ahnung habe. Fürderhin sollte, nein, werde ich mich jeglicher Prognosen, den Ausgang, egal welcher Paarung betreffend, tunlichst enthalten. Meine Zerknirschung ist grenzenlos, aber ich konnte ja nicht ahnen, dass Ballack, Schweinsteiger und Co. bisher nur reines Understatement betrieben haben. Jedenfalls waren selbst die Portugiesen, mit denen zusammen ich mir heute das Spiel angeschaut habe, ziemlich beeindruckt von der Vorstellung der Deutschen. Ich auch, das gebe ich zu, und deshalb nochmal:
Entschuldigung!

Dienstag, 17. Juni 2008

Anspruch und Wirklichkeit

Gemessen an den starken Worten im Vorfeld war der heutige Sieg gegen Österreich geradezu eine Bankrotterklärung der deutschen Elf. Statt Laufbereitschaft und One-Touch-Fußball, wie vollmundig angekündigt, sah man Standfußball und ein Fehlpassfestival ( Gomez, Frings – Frings!!-, Ballack und andere – in dieser Reihenfolge, ausgenommen Phillip Lahm, der einem fast leid tun konnte in seinem Bemühen so etwas wie System ins Spiel zu bringen).

Selbst die Österreicher spielten schneller, ansehnlicher und hätte Ballack nicht diesen Sonntagsschuß in die Maschen gewuchtet, die Deutschen hätten am Ende ein 0 : 0 erwurschtelt und bejubelt. Nein, so einen Fußball will ich nicht sehen, wirklich nicht. Da schämt man sich ja in den eigenen vier Wänden.
Gomez
Das Highlight war gleich in der 4. Spielminute zu bewundern. Dass der Gomez den Ball aus 2 Metern nicht ins leere Tor bringt, sondern senkrecht in die Luft, war schon lustig anzuschauen, aber ok, kann passieren. Dass er dann aber den sich vor der Torlinie senkenden Ball nicht mit einem Kopfnicken hineinbefördert, sondern dem, sich tief unter ihm duckenden, österreichischen Abwehrspieler zuschaut, wie dieser den Ball mit dem Hinterkopf von der Torlinie befördert – reife Leistung für einen Mittelstürmer. Von diesem Moment an ahnte ich, dass sich gegenüber dem Kroatienspiel nichts, aber auch gar nichts geändert hatte. Die Rückkehr des Rumpelfußballs, technisch unbeholfen, langsam und ohne jegliches System.

Gott sei Dank wird dieses Trauerspiel nur noch einmal aufgeführt, beim Abschiedsspiel gegen die Portugiesen. Die hämischen Kommentare und das Hohngelächter der hiesigen Kommentatoren von vorhin klingen mir jetzt noch in den Ohren, aber einmal noch muss ich’s halt ertragen. Obwohl, ich könnte ja am Donnerstag auch ein Buch lesen. Nein, ich werde es mir natürlich wieder antun, obgleich ich nicht zum Masochismus neige.

Jedenfalls verstehe ich endlich, warum hier im südafrikanischen Fernsehen über fast alle europäischen Fußball-Ligen berichtet wird. Einzige Ausnahme und nicht mal die Ergebnismeldung wert: Die Bundesliga! (Über die österreichische Liga natürlich auch nicht, aber das ist ja sowieso klar.)

Sonntag, 15. Juni 2008

Gute Gründe

Gesine und Kurt

Kurt Beck in den Mund gelegt von Elmar Brandt in den
Mitternachtsspitzen vom 31.5.08.

Freitag, 13. Juni 2008

Richtige Frage...

Cartoon von Andreas Prüstel für SPON

..zum EM-Spiel Deutschland –Kroatien. Allerdings könnte statt Ballack auch der Name jedes anderen deutschen Spielers und der des Trainers eingesetzt werden. Odonkor - ach du meine Güte!
(geklaut bei SPON)

Prophet, Prophetess

Jesaia, Jeremia, (Klagelieder des J.), Hesekiel, Hosea, Joel, Amos, Obatia, Jona, Micha, Nahum, Habakuk, Sephania, Haggai, Sacharia und Maleachi - die Namen dieser Propheten kenne ich noch aus dem Konfirmandenunterricht. Natürlich habe ich keine Ahnung was die so prophezeit haben, aber die Liste dieser Namen kann ich heute noch aus dem Kopf herunterleiern. Wieso ich mir gerade das gemerkt habe, kann ich mir selber nicht erklären, zumal ich beim sicherlich wichtigeren Text des Glaubensbekenntnisses oder des Vaterunsers erhebliche Mühe aufwenden muss, die Texte vollständig und in der richtigen Reihenfolge zu rekapitulieren. Aber das nur nebenbei.
Im heutigen Lokalblättchen, dem “Südküsten Harald“ ( Danke Markus!) fand ich nun eine ziemlich fette Anzeige und ein gleiches Plakat wird in den nächsten Tagen jeden 2. Laternenmasten schmücken:

prophet-1

Der Prophet Kobus van Rendsburg bereitet mir insofern Schwierigkeiten, da ich nicht weiß, wo genau ich ihn in meiner obigen Liste einreihen soll, bzw. ob ich mir den, der Vollständigkeit halber, wirklich merken muss, bzw. merken kann. Natürlich ist mir bewusst, dass heute lebenslanges Lernen erforderlich ist und ich werde mir selbstverständlich Mühe geben.
Dass die Engländerin Mary Cox als Prophetess firmiert, ist keineswegs komisch, denn wenn das weibliche Pendant zum Steward die Stewardess ist, dann ist ein weiblicher Prophet halt eine...eben. Da gibt’s nix zu lachen.
Obwohl alle Kranken, Taube und Blinde zur Wunderheilung eingeladen sind, werde ich mich wegen meines Beines doch lieber an meinen Privat-Propheten Dr. du Preez vom Margate Hospital halten, der mir prophezeite, auf englisch natürlich: „Das wird schon wieder!“ Nun, das hoffe ich natürlich schwer und vielleicht wird’s dann ja auch mal wieder was mit einem seriösen Beitrag hier im Blog

Donnerstag, 12. Juni 2008

Nessun dorma – keiner schlafe

Diese Arie des Prinzen Kalaf aus Giacomo Puccinis Oper „Turandot“ ist ein Ohrwurm der klassischen Musik, den jeder kennt, auch wenn man, wie ich, nur rudimentäre Kenntnisse und ein eher bescheidenes Interesses im Bereich der musikalischen Klassik zugeben muss ( allein die obigen Fakten habe ich erst Wikipedia entnehmen müssen).
Das nachstehende Video des „Britain’s got Talent“- Wettbewerbs ( engl. Version von „Deutschland sucht den Superstar“) ist sicher den meisten bekannt. Weniger bekannt dürfte sein, dass ich auch beim x-ten mal anschauen immer noch eine Gänsehaut bekomme und einen Klos im Hals, ja, dass ich schlucken muss, um Tränen zu unterdrücken. Jaja, Weichei, ich weiß!
Dies Video ist so geschickt geschnitten, spielt so gekonnt mit den Emotionen, manipuliert schamlos meine Gefühle. Ich sehe das, erkenne das – und kann mich dem nicht entziehen.
Übrigens: Der Protagonist Paul Potts hat es durch dieses Video zu Ruhm und sogar zu einem Wikipedia-Eintrag gebracht.
So, und wer’s noch nicht kennt, darf sich hier auch einmal manipulieren lassen:

Montag, 9. Juni 2008

Ist das komisch? - Natürlich nicht!

Titanic Startcartoon vom 9.6.08

Typischer Titanic-"Humor": Holzhammerartig, geschmacklos, sexistisch!

"Muh?" – Brruaaahh – Oh, Verzeihung...

Freitag, 6. Juni 2008

Ein kurzer Moment der Wahrheit

Höchstwahrscheinlich ging es nicht nur mir so, aber als ich vorgestern Abend in den Nachrichten hörte , es sei europaweiter Atomalarm ausgelöst worden, da schrillten bei mir alle Alarmglocken. Tschernobyl war sofort wieder so präsent wie seinerzeit vor über 20 Jahren. Dass schon bald Entwarnung gemeldet wurde, vermochte mich nicht zu beruhigen.

Kernkraftwerke sind sicher. Das weiß inzwischen jeder, klar, aber so ganz sicher wohl doch nicht, denn irgendein Verantwortlicher in Slowenien mochte wohl eine Katastrophe nicht ganz ausschließen und hat deshalb eine Warnmeldung rausgeschickt. Jaja, ich weiß, da wurde nur das falsche Formular benutzt und es ist ja auch wieder mal gutgegangen, oder anders ausgedrückt: Europa ist noch einmal davongekommen.

Was aber, wenn’s mal nicht gut geht? Würde dann halb Slowenien oder, je nach Windrichtung, halb Europa evakuiert? Wohin? Da das nicht geht, würde man natürlich lügen, beruhigen, herunterspielen und vielleicht tut man das ja auch in diesem Fall bereits.

Für einen kurzen Moment wurde wieder einmal die Wahrheit über den ganzen Irrsinn der Kernkraftnutzung erkennbar.

Mittwoch, 4. Juni 2008

Golden Moments

Yes they can, die Frontleute der SPD, nämlich immer noch ein wenig peinlicher werden. Hubertus Heil
Das sind diese Momente, wo sensible Menschen nicht mehr hinschauen mögen, wo sich die Kopfhaut zusammenzieht und man am liebsten in der Sofaritze verschwinden mag.
Da kommt dem sowieso schon äußerst wässrigen SPD-Generalsekretär Hubertus Heil eine tolle Idee. Mit :"Yes we can!" begeistert Barack Obama die Massen in den USA und „Yes we can!” sollen nun auch die Delegierten des SPD-Zukunftskonvents in Nürnberg ausrufen. Da das im ersten Anlauf nur als verständnisloses Gemurmel zurückkommt, versucht Hubertus Heil es ein zweites mal, nun mit dem Verve eines exaltierten Event-Anreißers. „YES WE CAN!“ brüllt er ins Auditorium, doch die Antwort ist wiederum wenig begeistert und nur ein freudloses: „murmel-murmel-can.“ Jetzt hat auch der gute Hubertus verstanden. Ein letztes, hilfloses Grinsen und dann gibt er auf.
Ne,ne, SPD, es wäre ja zum Lachen, wenn's nicht so traurig wäre.

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