Donnerstag, 1. Juli 2010

Schock

June Wallis RIPMord und Vergewaltigung habe ich hier bisher als eine schreckliche Seite des ganz normalen Wahnsinns im fernen Johannesburg oder in den Townships der großen Städte dargestellt. Wir, hier an der Southcoast, schienen, abgesehen von ein wenig Kleinkriminalität, von solch brutalen Verbrechen verschont. Um so tiefer sitzt nun der Schock, denn letzten Donnerstag wurde die 81-jährige June Wallis beim Strandspaziergang mit ihren 3 Hunden angegriffen, geschlagen, vergewaltigt und erwürgt. Ihre Leiche wurde erst am Freitagmorgen in den Büschen der Ufervegetation gefunden, direkt neben dem beliebten Strandwanderweg zwischen St Michaels and Orange Rocks.

Ich erfuhr bereits letzten Freitag von dem entsetzlichen Verbrechen, hatte aber bisher Hemmungen, hier davon zu berichten, weil ich 1. zu wenig von den näheren Umständen wusste und 2. um diejenigen Leser, die uns regelmässig besuchen, nicht in Besorgnis zu versetzen. Unsere Besucher kennen nämlich den Tatort nur zu gut, da genau dieser Wanderpfad Teil auch unseres täglichen Strandspaziergangs mit unserem Hund ist. Möglicherweise erinnert sich der Ein oder Andere auch noch an Mrs. Wallis, jene freundliche alte Dame mit dem schwarzen Labrador und den zwei Dackeln. Frau Blackconti und ich kannten sie jedenfalls recht gut, weil sich am Abend sehr viele Hundebesitzer regelmässig am Strand einfinden und man sich dann natürlich auch miteinander unterhält. Gerade weil der Spazierweg so beliebt und belebt ist und weil dort jeder jeden kennt, ist dieses grausame Verbrechen so besonders schockierend.

Saint's WalkwayBlumen am TatortBlumen und letzte Grüße

Der Täter, lt. Polizei war dieser wohl allein, hat Spuren hinterlassen und da es sich wohl um eine psychisch gestörte Person handeln dürfte, gestolen wurde nichts, ist zu hoffen, dass die Fahndung bald erfolgreich sein wird. Bis dahin allerdings wird Frau Blackconti den Wanderpfad meiden und auch bei mir sträuben sich die Nackenhaare, wenn ich den Ort des Verbrechens passiere.

Mittwoch, 30. Juni 2010

Die Holländer in Durban

Nachdem zum Englandspiel bereits alles gesagt wurde, nachdem mittels Photoshop zig-mal bewiesen wurde, dass Lampard’s Bloemfontein-Tor die Torlinie NICHT überschritten hatte, können wir uns einem nächsten Gegner der Deutschen widmen, den Holländern. Falls jemand jetzt meint, der nächste Gegner sei doch Argentinien, so stimmt das zwar, ist aber keine ernsthafte Hürde, denn bis auf das Endspiel im eigenen Land 1986 hat Argentinien noch nie ein WM-Spiel gegen Deutschland gewonnen und warum sollte diese schöne Tradition nicht fortgesetzt werden? Naja, und vor den Spaniern im Halbfinale muss man sich nun wirklich nicht fürchten. Gegen die reichten doch schon die nun wirklich ziemlich beschränkten Mittel der Schweiz zum Sieg. Der Endspielgegner der Deutschen heißt dann wohl Brasilien ( Begründung siehe unten ), aber es könnte ja auch anders kommen – z.B. Holland.

Also fuhr ich am Montag nach Durban, um einen Eindruck von den holländischen Fans zu bekommen, besonders dahingehend, ob sie in Punkto Verkleidung und Stimmung den Deutschen Paroli bieten könnten. Sie konnten, wie man den Fotos entnehmen kann. Im Radio wurde gemeldet, dass es noch Restkarten gäbe. Die gab es auch, aber 1.860 Rand (ca. 200 Euro) war mir NL vs. Slowakei dann doch nicht wert und da nahe am Stadion ein Fanpark mit Riesenfernseher eingerichtet war, hatte ich eine akzeptable Alternative.

HolländerHolländer  - mit World CupZulu Dancer at Durban BeachfrontIm Windschatten ist's auch im Winter warmHolländer

Diese Fanparks gibt es in fast allen Städten Südafrikas. Sie sind ziemlich aufwendig ausgestattet, mit Riesenvideowänden und Soundsystemen, die den Vuvuzelabackground aus den Stadien wie Kreissägen oder Düsentriebwerke erschallen lassen. Getränke- und Snackbars gibt es in ausreichender Zahl, Zuschauer allerdings gibt es seit dem Ausscheiden Südafrikas und fast aller afrikanischen Mannschaften nur sehr wenige. Das hatte ich hier ja schon vor einiger Zeit vermutet .Gestern in Durban tat das Wetter ein Übriges. Ein scharfer Nordostwind vom Meer fegte den Sand von den Stränden und auf dem Fußweg zum Stadion fühlte man sich wie von einem Sandstrahlgebläse bearbeitet. Sehr ungemütlich, aber an windgeschützten Stellen konnte man sich auch entblättern und von der Wintersonne bräunen lassen. Nicht umsonst wirbt Durban mit dem Slogan: Durban 2010 – the warmest place to be!

Durban RikschasSoccer Fans in DurbanDurban StadionDurban Fanpark noch ein Holländer

Holland hat bekanntlich ziemlich locker gewonnen. Ob das allerdings gegen die Brasilianer reicht, wage ich zu bezweifeln. Erstaunlich war, dass das Robben-Schema noch einmal funktioniert hat . Rechts antäuschen , dann blitzschnell nach innen quer an ein oder zwei Abwehrspielern vorbei ziehen und mit links schießen, zugegeben ziemlich präzise. Das haben wir sowohl in der Bundesliga, im Pokal und in der CL, als auch hier bei der WM schon so oft gesehen, - gääähn - da dürfte eigentlich kein Verteidiger mehr zu düpieren sein. Die Slowaken wussten wohl von nichts und schon stand es 1 : 0, aber die Brasilianer werden sich darauf einstellen und – schon ist Holland nur noch eine ziemlich durchschnittliche Truppe.
Meinen fachlich fundierten Ausführungen zufolge kommt als Weltmeister also nur eine Mannschaft in Frage: Entweder Argentienen, Brasilien , Deutschland , Ghana, Niederlande, Paraguay, Spanien oder Uruguay. Ma wees et halt nich!

Übrigens: Statt sich über das Bloemfontein-Tor aufzuregen, sollten sich die Engländer lieber fragen, warum ihr Verteidiger Gareth Barry im Sprintduell dem Mesut Özil bei dessen Anlauf zum 4. Tor trotz 10 m Vorsprung nach 50 Metern um 5 m hinterher hechelt. Vielleicht sollte denen mal einer sagen, dass Fußball ein Laufsport ist.

Montag, 21. Juni 2010

Der Serbe als solcher...

PE-Stadion... ist ein freundlicher Mensch, jedenfalls, wenn man ihn in Port Elisabeth trifft, im Budweiser-Biergarten des Nelson-Mandela-Bay-Stadions, und er, entgegen aller trotzig angestimmten, serbischen Kampfgesänge, im Innersten um die Chancenlosigkeit seiner nationalen Fußballer gegen die deutsche Nationalelf weiß. Beklommen sieht er dieDer Serbe als solcher zahlenmäßige Überlegenheit der deutschen Fahnen. Die furchteinflössende Fanausstattung des deutschen Anhangs und dessen Gruppengesang, hüpfend vorgetragen, beeindruckt den Serben allein wegen seines Einfallsreichtums: „ Doitschlaaand, Doitschland – Doitschlaaand, Doitschland...!." - Lyrik aus dem Lande der Dichter und Denker eben. Die Einladung zum Budweiser aus der Plastikflasche nimmt der Serbe schüchtern an und dann begeben sich Serben, eine handvoll, und Deutsche, gefühlt ein paar Tausend, in die mit ca. 38 000 Zuschauern ziemlich gut gefüllte Arena, wo der liebliche Klang tausender Vuvuzelas eine heimelige Atmosphäre schafft.

SER-GER - no ProblemFans in PEvorherFansShu-Shu-Zela

Im Ernst, im Stadion selbst wirken die Vuvuzela-Tröten weit weniger irritierend, als dieses hornisssenschwarmähnliche Hintergrundgeräusch bei den Fernsehübertragungen der Fußballspiele. Dies Geräusch ist da, keine Frage, aber da man auch die Zuschauerreaktionen im Nahbereich mitbekommt, wirkt die scheinbar ununterbrochene Tröterei weniger nervtötend. Außerdem habe ich festgestellt, dass die Kakophonie der Vuvuzelas mindestens zur Hälfte mit unglaublichen Enthusiasmus von weißen Fußballtouristen verursacht wird. Im übrigen kann man sich mit „Shu-Shu-Zela“ gegen „Vuvuzela“ wappnen. Für 10 Rand sind diese Ohrenstöpsel mittlerweile überall im Lande zu erwerben.

FansFansDer Anlass des Kummersnachhertrauriger Fan

Zurück zum Spiel: Das Ergebnis ist bekannt. Deutschland hat 0 : 1 verloren, weil 1. der Schiedsrichter jede stinknormale Grätsche gleich mit einer gelben Karte bedachte und 2. weil Podolski selbst einen Elfmeter nicht zum Torerfolg nutzen konnte. Die Mienen der deutschen Schlachtenbummler nach dem Spiel kontrastierten dann doch erheblich zur fröhlichen Zuversicht vor dem Spiel, zum meist lustigen Fan-Outfit und die Betrübnis ob der deutschen Niederlage wurde durch die hämischen „Auf Wiedersehen, auf Wiedersehen!“ –Zurufe der freudig tanzenden Serben auch nicht gerade getröstet. Unnötig zu erwähnen, dass sich bei diesen Schmähungen mein vor dem Spiel so verzagt dreinschauender, serbischer Biergartenfreund besonders hervortat. . Und dem habe ich noch ein Budweiser spendiert! Aber so isser halt, der Serbe als solcher! Keinen Respekt vor deutschen WM-Illusionen.

Was gab’s sonst noch? Ein frostiges Winter-Deja-vu auf der Hinfahrt, in der Transkei, wo dichter Schneefall die Landschaft weiß färbte und meine Shorts sich nicht gerade als taugliche Winterkleidung erwiesen. Saukalt war’s, aber einmal habe ich doch angehalten um ein paar Schneebälle zu werfen. Dazu hatte ich ja seit Jahren keine Gelegenheit mehr, aber durch meine danach eiskalten Finger wurde jedenfalls wieder zur Gewissheit: Auf Schnee und Eis kann ich auch in den nächsten Jahren gut verzichten.

Die weiteren Aussichten? Ein klarer Sieg am Mittwoch gegen Ghana, denn es wäre doch zu schade, wenn ich meine schwarz-rot-goldenen Rückspiegelstrümpfe und mein Deutschlandfähnchen bereits am Mittwochabend wieder verschämt von meinem Auto abmontieren müsste.

Montag, 14. Juni 2010

Nicht schlecht!

DeutschlandAustralienDas war ja wirklicht nicht schlecht heute Abend, vom Ergebnis aber nicht überraschend. Gegen die Aussies muss Deutschland sicher gewinnen. Überraschend war für mich nur, dass das auch noch gut aussah. Die Tore waren hervorragend herausgespielt und Schwachpunkte nicht auszumachen. Die deutsche Mannschaft bot eine überzeugende Vorstellung. Es war aus meiner Sicht das ansehnlichste aller bis dato ausgetragenen Spiele des laufenden Turniers, aber dennoch bleibt die Frage: Waren die Deutschen so stark oder die Australier so schwach? Eine Antwort darauf wird wohl erst nach dem nächsten Spiel am kommenden Freitag gegen Serbien möglich sein.

Die Serben sind ein anderes Kaliber als die Australier. Sie stehen nach der heutigen Niederlage gegen Ghana mit dem Rücken zur Wand und werden sich mit allen Mitteln gegen eine weitere Niederlage stemmen. Auch für Deutschland ist diese Begegnung ein Schlüsselspiel, welches sie tunlichst gewinnen sollten, denn das letzte Gruppenspiel gegen Ghana wird wohl noch schwerer. Das Spiel im Stadion Soccercity in Soweto ist ausverkauft und so werden 80 000 Vuvuzelas zur Unterstützung der Ghanaer den deutschen Spielern 90 Minuten lang ohne Unterbrechung die Trommelfelle paralysieren.

Anlässlich des verlorenen CL-Endspiels der Bayern habe ich mich ja an dieser Stelle recht abfällig über den Kader der deutschen Nationalelf geäußert. Das nehme ich natürlich nach dem heutigen Spiel zurück und behaupte das Gegenteil, was aber gar nichts heißt, denn das kann sich ganz schnell wieder ändern. Übermorgen breche ich auf nach Port Elisabeth, ausgestattet mit ausreichend deutschnationalen Fußballaccessoires, um Poldi und Schweini bei ihrer heroischen Mission gegen Serbien zu unterstützen. Nächsten Sonntag bin ich dann wieder zurück.

In diesem Sinne: Deutschland – olee-ole-ole-ojeee!

Mittwoch, 9. Juni 2010

Hochsicherheitstrakt

Lange schien es nur ein Gerücht, aber letztlich hat unsere Bezirksregierung doch noch eine Fußballnationalmannschaft hier an die Southcoast gelockt. Ursprünglich waren die Portugiesen im Gespräch , aber die zogen , wie die meisten Mannschaften, das hochgelegene Inland vor. Lange schien kein WM-Teilnehmer unsere Küste auch nur in Erwägung zu ziehen und die extra für diesen Zweck errichtete, nagelneue Sportanlage bei Gamalakhe schien sich als monströse Fehlinvestition zu erweisen. Doch dann bissen die Algerier an und mit deren Ankunft am letzten Wochenende leben wir hier an der Küste nun so sicher wie noch nie zuvor.

Die Polizeipräsens ist geradezu abenteuerlich. Auf jeder Brücke, an jeder Kreuzung der Fahrtroute des Mannschaftsbusses vom Teamhotel im Golfestate San Lamer zum Trainingsplatz nahe Gamalakhe, Distanz ca. 15 km, sind Polizeifahrzeuge postiert. Viermal am Tage hört man die Sirenen der Polizeieskorte, die, drei Wagen vorne, drei hinten, mit Rot- und Blaulicht und infernalischem Lärm den Mannschaftsbus begleiten und für freie Fahrt zwischen Hotel und Trainingsplatz sorgen. Oben drüber knattert dann noch ein Polizeihelikopter.

Heute Nachmittag bin ich mal zur Trainingsanlage rausgefahren. Von uns aus liegt die Sportanlage nur etwa 5 km entfernt völlig separat mitten in den Zuckerrohrfeldern und meinen Fotoapparat hatte UGU Sportcenter (click to enlarge)ich dabei. Aus großer Entfernung konnte ich ein paar Aufnahmen vom UGU-Sportcenter machen. Dann fuhr ich etwas näher heran, um von einer kleinen Anhöhe außerhalb der Einfriedung auch ein paar Fotos vom Training der Algerier zu schießen.

WM 2010 Mannschaftsbus AlgerienPolizei am Eingang

Das war allerdings keine gute Idee. Kaum hatte ich meinen Wagen verlassen und die Kamera angehoben, da schossen gleich drei Polizeifahrzeuge auf mich zu, blockierten mein Auto und teilten mir höflich, aber bestimmt mit, dass hier das Fotografieren nicht gestattet sei. Ob es dafür eine rechtliche Grundlage gibt, weiß ich nicht, eine Hinweisschild oder ähnliches sah ich jedenfalls nicht. Ich versuchte erst gar nicht zu diskutieren und behauptete, noch nichts fotografiert zu haben, da sie drohten andernfalls meine Kamera zu konfiszieren. Ich zog mich einfach in mein Auto zurück und fuhr nach Hause.
Lalü Lala die Bullen kommen und im Hintergrund üben die Algerier
EINEN Schnappschuss hatte ich aber doch schon ergattert und weil man da so schön den heranbrausenden Polizeiwagen sieht, zeige ich den hier auch. Im Hintergrund, die kleinen Männchen auf dem grünen Rasen, das sind übrigens die Algerier beim Training. Ich hoffe, ich habe den Slovenen damit jetzt nicht zu viel verraten. Mein Gott, ist das aufregend.

Samstag, 5. Juni 2010

Ist der Ruf erst ruiniert…

Mindestens 9 Tote Zivilisten nach einer völkerrechtswidrigen Aktion und die Reaktion Israels auf die weltweite Empörung sieht dann so aus:




Na, das ist doch mal lustig. Scheiß auf das Völkerrecht, scheiß auf die UN, wo man singt, da lass dich ruhig nieder. Broder und Konsorten singen sicher voller Inbrunst mit.

Donnerstag, 3. Juni 2010

Aus gegebenem Anlass

Gerade habe ich die Rechnung erhalten und bezahlt – zähneknirschend (Letzteres, jedenfalls, schmerzt jetzt nicht mehr). Mein Leib- und Magendichter Thomas Gsella hat in seinem Zyklus „Berufe der Welt“ vor ein paar Jahren die Tätigkeit des Rechnungsstellers treffend beschrieben und dieses Werk will ich nun aus gegebenem Anlass hier vorstellen:

Der Zahnarzt
Zahnarzt
Der Zahnarzt ist nicht arm wie du.
Er ist ein reicher Räuber.
Drum wählt er gern die CDU
und wo er kann den Stoiber.

Er ähnelt nicht dem zarten Reh,
er ähnelt der Hyäne.
Mit Freuden tut er Kindern weh
und zieht gesunde Zähne.

Er bohrt hinein mit solcher Wut,
da bleibt uns nur das Beten.
Der Zahnarzt ist ein Tunichtgut
mit viel zuviel Moneten.

Naiv?- Mag sein!

„Wir haben über unsere Verhältnisse gelebt!“ wusste der Ex-Bundespräsident, sagt die Kanzlerdarstellerin, hämmern die einschlägigen Meinungsmacher tag-täglich ins kollektive Bewusstsein und deshalb muss jetzt gespart werden. Deutschland hat allerdings jedes Jahr einen gewaltigen Handelsbilanzüberschuss, was daraufhin deutet, dass Deutschland als Nation wohl nicht über seine Verhältnisse gelebt hat, eher im Gegenteil. Deutschland produziert mehr Waren und Dienstleistungen, als es aus dem Ausland importiert und wenn wir diesen Überschuss im Lande verfrühstücken würden, z.B. durch höhere Löhne und Gehälter - ach könnte das Leben schön sein. Auslandsschulden haben wir also nicht.

Der Staatsapparat allerdings ist hoch verschuldet, zweifellos. Die Pro-Kopf-Verschuldung wird z.Zt. mit ca. 21 000 Euro beziffert. Au weia, das hört sich schlimm an, aber eine Frage hätte ich dann doch: Wem, bitte schön, schulde ich oder jeder andere Deutsche 21 000 Euro?
Meine privaten Schulden kenne ich der Höhe nach und ich kenne die Namen der Gläubiger. Wem aber schulde ich diese 21 000 Euro zusätzlich? Wer ist das, der soviel Geld übrig hat, um es dem Staat gegen Zinsen zu leihen? Wer hat privat solche Milliardenvermögen angehäuft und profitiert von den Zinszahlungen, für die mittlerweile ein Viertel des Bundeshaushaltes auf gewand werden müssen? Die muss es bei diesen Milliardenschulden ja geben und diese Vermögen wurden bestimmt nicht durch eigener Hände Arbeit erworben weil man sicher davon ausgehen kann, dass hinter jedem Riesenvermögen eine kriminelle Handlung steckt, aktuell oder in ferner Vergangenheit.

Eingedenk dieser Überlegungen sollte es doch möglich sein, den Staatsapparat ganz schnell zu entschulden. Der Staat zieht diese Milliardenvermögen ein. Die braucht sowieso kein Mensch privat, der Staat aber braucht sie dringend, um endlich wieder die Schlaglöcher in den Strassen zu reparieren, oder für Kitaplätze oder was weiß ich. Natürlich nimmt der Staat dann nicht alles, aber wenn er den nun Ex-Superreichen, sagen wir mal, 500 Millionen lässt, so dürfte das lebenslang für ein tägliches Sektfrühstück auf Sylt oder auf der Yacht in Monaco reichen.

So wird es natürlich nicht kommen. So eine naive Vorstellung kann nur dem kranken Hirn eines Kommunistenschweins entspringen. Ach ja, die im Grundgesetz festgelegte Gemeinwohlverpflichtung des Eigentums ist nur eine schöner Satz ohne jegliche Relevanz.

Montag, 31. Mai 2010

Die Mimose

Muss ich mich jetzt entschuldigen? Ich konnte doch nicht ahnen, dass unser ehemaliger Bundespräsident so empfindlich ist, dass meine sicherlich respektlosen, wenn nicht gar beleidigenden Zeilen ihn so erschüttern, dass er seinen sofortigen Rücktritt verkündet. Mea culpa, mea maxima culpa - ich bin zutiefst zerknirscht und untröstlich!

Ein Gutes aber hat das Ganze: Wir brauchen jetzt einen Neuen und da hätte ich auch gleich einen Vorschlag: Wie wär’s mit Ronald Pofalla? Der würde niemals zurücktreten und an Stoff für respektlose und beleidigende Anmerkungen würde es nie mangeln.

Tief im Süden

afrikanische Impressionen

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Kontakt:

hukbeilhartz@mweb.co.za

Aktuelle Beiträge

Offtopic
twoday schließt. Wie geht es denn hier weiter? Wäre...
Gregor Keuschnig - 4. Apr, 10:40
Der große Bruder, nicht...
Der große Bruder, nicht du, sondern der im Keller,...
dauersauer - 25. Aug, 13:16
Der Videobeweis
Gegen den Videobeweis ist ja prinzipiell nichts einzuwenden....
blackconti - 23. Aug, 21:08
so eine straßenschlacht...
so eine straßenschlacht ist besser als jedes fitnessprogramm.
bonanzaMARGOT - 1. Aug, 06:17
Ja, auf unsere Demonstranten...
Ja, auf unsere Demonstranten ist Verlass. Da staune...
dauersauer - 15. Jul, 20:47

Zufallsbild

Jürgen Stange, Die Linke

aktuelles Wetter

Suche

 

Status

Online seit 7512 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 4. Apr, 10:40

Credits

vi knallgrau GmbH

powered by Antville powered by Helma


xml version of this page

twoday.net AGB


bloggen
dies und jenes
Erinnerungen
erlebtes
Fussball
hier
lustig
Meinung
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren