Sonntag, 12. September 2010

Terry Jones – Da war doch was?

Terry Jones (AA)Terry Jones (Brian's Mother) Terry Jones ist zwar in die Jahre gekommen, sieht mittlerweile auch schon ziemlich zerknittert aus, oder besser gesagt, Alkohol hinterlässt halt Spuren, aber selbst verständlich haben wir ihn sofort wiedererkannt. Wie schön ist es doch zu erleben, dass einem altgedienten Monty-Python-Mann auch nach über 30 Jahren der Schalk noch immer im Nacken sitzt. War seine Rolle als irrer Eremit oder als Brians Mutter schon damals ein Highlight der Schauspielkunst, so hat Terry die Rolle des amerikanischen Pastors als fundamentalistischer Vollidiot nachgerade perfekt angelegt und dargestellt.

Den Koran verbrennen und das gleich stapelweise – was haben wir gelacht! Typisch Monty Python – schräger, abgedrehter Nonsence – einfach köstlich! Na gut, ein paar genetisch bedingt doofe Muslims haben den Witz mal wieder nicht verstanden, schnaubten Wut und ballerten wie gehabt mit ihren Kalaschnikows in die Luft oder steinigten sich gegenseitig. Die Situation beruhigte sich aber rasch wieder, als Terry versicherte, das ganze sei ein Missverständnis. Der Reporter von Fox-TV , den er in seinen Plan eingeweihte hätte, habe, Absicht oder nicht, falsch zitiert. Nicht Korane wolle er stapelweise dem Feuer überantworten , nein, Kormorane sollen es sein - Kormorane, denn davon gäbe es ja z.Zt. jede Menge Kadaver, gut geölt und abgelagert, vor den Küsten von Alabama, Mississippi und Louisiana.

And now for something completely different und weil es gerade so unpassend ist – hier noch ein Ausschnitt aus dem Arbeitsalltag von Guido Westerwelle:

Donnerstag, 9. September 2010

Die strahlende Revolution der Frau Merkel...

...und weil er’s viel besser kann als ich, ein passender Kommentar von Volker Pispers:

Donnerstag, 2. September 2010

Der Schoß ist fruchtbar noch...

...und es bedarf nur einer, als “Analyse” getarnten Hetzschrift eines mickrigen Demagogen mit schiefem Schnauzbart, unterstützt von BILD und SPIEGEL, um bei der Mehrheit der Deutschen die fremdenfeindliche Sau raus zu lassen. Natürlich lebt diese Sau schon immer unter deutschen Dächern, aber es galt als unfein sie in die Öffentlickeit zu entlassen. An Stammtischen aber und hinter vorgehaltener Hand wurde und wird die Sau fortwährend gemästet. Zuerst waren es die Spagettifresser, dann die Kanaken aus der Türkei, selbstverständlich die Neger oder besser, die Bimbos, als Dauerbrenner natürlich der ewige Jude und, heute aktuell und zusammenfassend, der Muselmann.

Ausländer raus – Deutschland den Deutschen! Öffentlich grölten das bisher nur dumpfbackige Neonazis, aber nun jault es mehrheitlich aus Leserkommentaren der Zeitungen, aus Foren und Gästebüchern. Nicht wortwörtlich, selbstverständlich, das würde nicht veröffentlicht, aber verklausuliert, als scheinseriöses Statement: “Er hat doch recht, der Sarrazin. Endlich sagt mal einer die Wahrheit!”

Nein, das ist keine Wahrheit, da hat einer nur die Pandorabüchse geöffnet, und den bösartigen Inhalt kenne ich seit Jahrzehnten. Sarrazin ist nur ein schiefmäuliger Gnom mit Sprachfehler, der die auf seine Person gerichtete Aufmerksamkeit genießt. Soll er, er scheint’s zu brauchen. Aber dass er zur Stärkung des Egos zündelt, dass er Feuer an eine Lunte legen möchte, das darf man ihm nicht durchgehen lassen.

Niemand wird leugnen, dass es Probleme bei der Integration von Migranten gibt. Über die Ursachen und die Verantwortlichkeiten will ich mich jetzt nicht auslassen, aber diese Probleme sind geradezu marginal, verglichen mit dem Problem, dass quer durch alle Bevölkerungsschichten 70 bis 80% der Deutschen Sarrazins Hetze zustimmen. Das ist wirklich erschreckend.

Freitag, 27. August 2010

Faktencheck

Wolfgang Clement, der vor arroganter Selbstgerechtigkeit strotzende, ehemalige Superminister der rot-grünen Schröderregierung, hat seine Meinung geändert, hat nach eigenem Bekunden dazugelernt – von den englischen Grünen. Jedenfalls erklärt Clement so seine Wandlung vom Mitunterzeichner des Atomsaustiegsvertrages zum Verfechter verlängerter Laufzeiten alter AKWs. Keinesfalls hat sein mit “nur” 20.000 € (jährlich, also lächerliches Kleingeld!) dotierter Aufsichtsrat-Posten bei RWE-Power damit zu tun.

Clement ein opportunistischer Lobbyist? Diese Unterstellung verbittet sich Clement, da wird er sichtbar sauer. Es geht ihm einzig um die Rettung der Welt, um die Bekämpfung des Klimawandels, und da ist Atomstrom unerlässlich – meinen , so suggeriert Clement zum wiederholten mal, die englischen Grünen und von denen hat er dazugelernt.

Nun kann Clement ja viel erzählen über die englischen Grünen. Besser man schaut selber mal nach. Ja, und was finden wir dann auf der Website der Greenparty of England and Wales unter diesem Link?


Nuclear power? Still no thanks

Responding to today's reports (1) that leading Greens are re-thinking nuclear power, the Leader of the Green Party said:
"There is no need for anyone to panic themselves into thinking nuclear power is a possible solution to climate change.
"Yes, we have an urgent need to drastically reduce emissions. Yes, we must put the economy on something like a war footing to organise the necessary effort fast enough. But it takes many years to build a new nuclear power station, so even if nuclear was the right answer there simply wouldn't be time. On the other hand, we can organise a massive programme of energy-saving measures for every home and business in the UK starting right now. We can get renewable energy sources into place rapidly if we unclog the planning system and set up the kind of incentives used so successfully in Germany and Spain."
Dr Lucas added, "Do all this quickly, and we will also help tackle the recession. Green energy creates far more jobs per megawatt than nuclear."
She concluded: "Of course the government and the nuclear lobbyists will try to use fear of climate change to divide the Green movement and argue for nuclear power. But we must hold our nerve. We have the science, we have the technology, we can have a zero-carbon economy soon enough - all that's needed to make it happen is the political will."


Eigentlich war das zu erwarten. Clement hält uns offensichtlich alle für total bescheuert. Das könnte allerdings ins Auge gehen, denn ich bin sicherlich nicht der einzige, dem es beim Anblick dieses arroganten Schmocks in den Fäusten juckt.

Samstag, 21. August 2010

„Die Schönste, wo gibt“,...

...sei die deutsche Nationalhymne, begeisterte sich vor Jahren mal ein Bekannter beim Ertönen des Deutschlandliedes vor einem Fußballländerspiel. Meinetwegen, das ist Geschmackssache und es gibt ja auch Menschen, die lieben Heino mit seiner schwarzbraunen Haselnuss, wobei „schwarzbraun“ jetzt nicht ideologisch gemeint ist. Dem Gefühl von Peinlichkeit allerdings kann ich mich bei Heinos „Haselnuss“ nie, bei der Nationalhymne sehr oft nicht entziehen.

Bisher dachte ich immer, dass die mit affektiertem Pathos zelebrierten Nationalhymnen bei den TV-Boxveranstaltungen an Peinlichkeit nicht zu überbieten wären. Aber wegen der unzähligen „Weltverbände“ handelt es sich ja fast immer um „Weltmeisterschaftskämpfe“ und da mag man noch einen gewissen logischen, wenn auch zweifelhaften Sinn in diesem Hymnengedudel sehen.

Wenn aber bei einem stinknormalen Bundesligaspiel wie gestern Abend , Bayern gegen Wolfsburg, ein Hamburger Opernsänger eingeflogen wird, um im schwarzen Smoking das Deutschlandlied zu knödeln und die Fußballzuschauer zum Erheben von den Plätzen aufgefordert werden, dann erheben sich bei mir einzig die Nackenhaare. Die Frage, wer sich das ausgedacht hat, stelle ich hier nur rhetorisch. Ob derjenige unter Hirnerweichung leidet, ist nicht mal eine rhetorische Frage wert. Daran besteht nun wirklich kein Zweifel..

Freitag, 20. August 2010

Wie wir leben und was wir sind

W.BittnerDem Schriftsteller Wolfgang Bittner wurde kürzlich der „Kölner Karls-Preis für engagierte Literatur und Publizistik“ verliehen. Seine Rede anlässlich dieser Preisverleihung ist für mich so nachvollziehbar, entspricht so sehr meinen eigenen Gedanken und Empfindungen, dass ich sie hier unbedingt zum Nachlesen empfehlen muss. Der Link führt zu den „Nachdenkseiten“, die Bittners Rede am 17.8. veröffentlichten und welche ich ebenfalls jedem kritischen Leser zum regelmäßigen Anklicken ans Herz lege.

Irakkrieg beendet – für die USA

Die USA zogen heute still und leise ihre Kampftruppen aus dem Irak ab.
Die Hinterlassenschaft nach mehr als 7 Jahren völkerrechtswidrigem Krieg ist wahrlich beeindruckend:

150 000 tote Iraker

4500 tote Amerikaner

Ein destabilisiertes Land ohne funktionsfähige Regierung und Sicherheitsorgane, in dem der Bürgerkrieg sich in durch die fortwährenden Terroranschläge manifestiert.

Die völlige Zerstörung des Vertrauens in die Integrität der USA, weltweit.


Ach ja, 50 000 US-Soldaten bleiben bis auf Weiteres im Irak. Das ist dann aber auch verständlich, denn die Ölförderanlagen und Pipelines im Irak müssen schließlich gesichert werden. Sonst wäre das ganze oben beschriebene Desaster doch völlig sinnlos gewesen.

Damit wir ihn auch nicht vergessen, hier noch einmal jener brave Mann, der dem widerwärtigsten Ekel unter allen US-Präsidenten die einzig passenden Argumente entgegenschleuderte:

Dienstag, 10. August 2010

Heute, Hochwasser und Brotpreis

In der südpolnischen Kleinstadt Bogatynia hat ein kleiner Nebenfluß der Neiße das halbe Städtchen zerstört und sieht man die Bilder der Zerstörung, der eingestürzten und weggespülten Häuser, so grenzt es schon an ein Wunder, dass die Bewohner mit dem Leben davonkamen. In den Heute-Nachrichten wurde gestern ausführlich darüber berichtet.

Die Trinkwasserversorgung sei beeinträchtigt, der Ort sei zeitweilig von der Außenwelt abgeschnitten gewesen und die Versorgungslage der 18 000 Einwohner sei schlecht, erklärte der Kommentar zum Filmbericht. So sei der Brotpreis inzwischen auf das fast sechsfache angestiegen. Das hat mich dann doch sehr irritiert. Hat der einzig verbliebene Bäcker im vom Hochwasser verschonten Teil der Stadt nun sofort den Brotpreis versechsfacht, weil der Konkurrenz nahe am Fluss die Backstuben davon geschwommen sind? Hat er also systemisch richtig gehandelt und seine Marktmacht gemäß den kapitalistischen Mechanismen von Angebot und Nachfrage sofort zur Gewinnmaximierung genutzt? Lebt er noch, oder liegt er jetzt in seinem Blute, totgeschlagen von wütenden, hungrigen Bogatynianern?

Vielleicht kam aber auch ein Bäcker mit seinem Brotwagen aus Zittau, weil Bogatynia zeitweilig nur von der deutschen Seite erreichbar war und bot sein Brot zu normalen deutschen Preisen an, die möglicherweise sechsmal höher sind als polnische? Ich weiß es nicht, aber das hörte sich dann weniger dramatisch an und dass diese Brotpreisversechsfachungsnachricht einzig zur Dramatisierung diente, ist wohl offensichtlich. Ach ja, Nachrichten Heute!

Montag, 9. August 2010

Sommer- bzw. Winterloch

Was soll man erzählen, wenn so gar nichts los ist und einzig die Wintersonne seit Monaten unbeirrt scheint? Besser nichts, außer dass wir ganz friedlich vor uns hin altern.
Nachdem das nun geklärt ist, hier noch ein paar Bildchen von der Fauna innerhalb und außerhalb des Hauses.

Nächtliche Jagdszene ( Gecko vs. Riesenmotte):

Gecko vs. RiesenmotteGecko vs. Riesenmotte

Hadida-Ibis (der typische Schreihals hier):

Hadida

Bluemonkeys :

Bluemonkeys

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