Sonntag, 7. November 2010

Olga rennt...

...am Strand und sie in voller Beschleunigung zu erleben, ist ein ästhetischer Genuss.

Olga rennt

Olga mit Verband
Leider ist es damit vorerst vorbei, denn wieder einmal wurde sie Opfer jener Ignoranten, die leere Flaschen mit einer Schleuderbewegung einfach in die Büsche am Strand entsorgen. Diese Büsche werden während der trockenen Winterperiode von anderen Idioten angezündet , weil’s so herrlich hohe Flammen gibt und die Hitze lässt die Glasflaschen zu Scherben zerbersten. Jetzt im Frühjahr erholen sich die ausgebrannten Büsche sehr rasch und alles wuchert und grünt wieder. Olga liebt diese Büsche und durchstöbert sie beim Strandspaziergang mit Akribie und Ausdauer. Gestern kam sie, wie schon vor zwei Jahren, humpelnd zurück. Wieder hat sie sich an einer Glasscherbe die Vorderpfote tief aufgeschnitten. Nun ziert wieder ein dicker Tapeverband die Pfote und wenn man das arme Vieh jetzt beim mitleiderregenden Humpeln beobachtet, kann man sich kaum vorstellen , mit welcher Energie und Eleganz sich das gesunde Tier bewegen kann (s.o.).

Sonntag, 31. Oktober 2010

Der Bahnhof, der Schlichter und das Ende des Widerstands

Geschlagene 2 Stunden habe ich es mir angetan, am Freitag, habe mich von freundlichen Managern und ihren wunderbaren Visionen einlullen lassen. Endlich weiß ich nun, dass ohne den tiefergelegten Bahnhof der Stuttgarter Flughafen nicht an den ICE angebunden werden kann, wie es heute bei Großflughäfen Standard sei und auch der Messestandort Stuttgart könne internationalen Standards nur durch direkte ICE-Anbindung genügen. Wie kleinliche sind da die Argumente der Bahnhofsgegner. Der Flughafen in Echterdingen habe doch nur eine Start-und Landebahn. Dies sei festgeschrieben und somit bliebe er ein Regional-Airport, dessen Klientel nur begrenzt sein werde und aus der Stuttgarter Innenstadt oder der Region kaum mit dem ICE an- und abreisen werde. Ahnlich verhielte es sich mit der ICE-Messeanbindung. Der Messeplatz Stuttgart habe fast nur regionale Bedeutung und dass die Aussteller oder Besucher aus Geislingen an der Steige oder Kirchheim Teck den ICE zur Anreise benötigten, sei eher unwahrscheinlich.

GeisslerÜber all diesem merkwürdigen Argumentationsaustausch thront Heiner Geissler, dieser gerblederne Saulus/Paulus, dieses herzjesu-sozialistische CDU-Alibi, und mahnt zu Gelassenheit, sobald ein Ansatz von Emotionalität die einschläfernde Langeweile zu stören droht. Da werden Durchgangswegebreiten genaustens vermessen und um Zentimeter gefeilscht, da wird die Zählweise der An- und Ablaufgleise diskutiert, sind es vier oder acht (es sind vier plus vier, also acht – oder ...?) und mehr und mehr fragt man sich: Was soll das, worauf zielt das? Einen Kompromis kann es ja wohl nicht geben. Entweder wird das Ding jetzt durchgezogen, d.h. der Bahnhof unter der Erde gebaut oder nicht.

Diese Entscheidung aber ist schon lange gefallen. Der Bahnhof wird gebaut und durch diese Farce einer “Schlichtung” hat man den Gegnern den den Wind aus den Segeln genommen, der kurzzeitig ein Scheitern des Projektes in den Bereich des Möglichen erscheinen ließ. Jetzt wird auf Zeit gespielt. Ist die Argumentation der Befürworter auch noch so dünn, die Volkswut wird sich legen, am Ende werden (fast) alle wieder gute Demokraten sein und schließlich den Schlichtervorschlag akzeptieren. Wie der aussehen wird, steht für mich ausser Frage, denn die Milliarden sind doch längst verteilt und nur die Auszahlung verzögert sich nun um ein paar Monate.

Aber vielleicht irre ich mich auch, vielleicht verfängt dieser “Schlichter”-Trick am Ende doch nicht und die Wut bleibt jung. Das wäre dann evtl. wirklich eine gesellschaftliche Veränderung. Viel Hoffnung hege ich da nicht, aber diese stirbt bekanntlich zuletzt.

Freitag, 22. Oktober 2010

Merkel und die Vergangenheit

"Sie (Loki Schmidt) hat uns allen die Natur zu einer Zeit nahegebracht, als Umwelt- und Naturschutz noch nicht so im Bewustsein ...bla bla....!” Mein Gott, das Merkel! Und dazu diese Betroffenheitsmiene! Was für eine eiskalte Opportunistin! Wirklich, da schüttelt es mich. “...UNS ALLEN...” Ja glaub ich’s denn noch? Aber vielleicht hat sie tatsächlich mittlerweile verdrängt, dass sie 1979, im blauen FDJ-Hemd und beidhändig mit Winkeelementen bewaffnet, Erich Honecker zum 30 Jahrestag der DDR zu jubelte. Von Loki Schmidt wusste sie zu der Zeit evtl. noch, dass das die Frau des verhassten BRD-Nachrüstungskanzlers ist, wenn überhaupt. “... UNS ALLEN...”- Entschuldigung, aber das klingt aus dem Munde dieser mecklenburgischen Pommeranze einfach zu falsch, bzw.nur lächerlich.

Sonntag, 17. Oktober 2010

Mal wieder hip und trendy : Fremdenhass

„Laut einer Umfrage der Friedrich-Ebert-Stiftung besinnen sich die Deutschen wieder ihrer Stammtugenden. Demnach zucken 34,2% aller Deutschen schon beim Anblick arabischer Ziffern zusammen (z.B. beim Kontoauszug oder auf der Waage)…“ karikiert „Titanic“ die derzeit in Deutschland grassierende türken – und araberphobische Hetzdebatte und eine unheilige Allianz aus Medien und Politik befeuert diese Debatte zur Genüge. Die Beweggründe sind leicht auszumachen: Es geht um Spaltung der Gesellschaft, um Entsolidarisierung und Ablenkung, denn es mehren sich die Anzeichen, dass die geradezu grotesk asoziale Politik der Regierung nicht mehr widerstandslos hingenommen wird. Ein Sündenbock ist seit biblischen Zeiten ein probates Mittel zur Kanalisierung aller diffusen Ängste.

Natürlich verfolgen wir hier in Südafrika den wachsenden Unmut der Deutschen über mangelnde Integrationswilligkeit von Ausländern mit täglich schlechterem Gewissen, sind wir doch ebenfalls weitgehend integrationsresistent. Obwohl uns 12 offizielle Amtssprachen zur Auswahl stehen, unterhalten wir uns unter Deutschen auch nach Jahren noch, unfassbar, - auf Deutsch. Wir schauen deutsches Fernsehen, kaufen beim deutschen Metzger oder Bäcker und mokieren uns über schlampige und grundsätzlich unpünktliche einheimische Handwerker. Unsere englischen Sprachkenntnisse reichen zwar für eine Verständigung mit der einheimischen Bevölkerung, sind aber objektiv beurteilt nach wie vor rudimentär. Versuche, die Sprachen der Bevölkerungsmehrheit, Zulu oder Xhosa, zu erlernen, wurden erst gar nicht aufgenommen. All dies muss ich zu unserer Schande eingestehen und wir bereuen zutiefst. Wir konnten ja nicht ahnen, dass die Deutschen nun mehrheitlich soviel Wert auf Integration legen. Die Rentner-Ghettos in Spanien oder der Türkei ließen bisher jedenfalls eher aufs Gegenteil schließen.

Wie und wo aber sollen wir uns integrieren? So viele Kulturen leben hier weitgehend friedlich nebeneinander her. Die Schwarzen, aufgesplittet in diverse Stämme, die Zulus, die Xkosa, die San, die Ndbele und, und, und… Dann die Weißen, aufgesplittet in die Afrikaaner, d.h. die Afrikaans sprechenden Bourtjes und die Englisch sprechenden Soaties, die erst in den letzten Jahrzehnten zugewanderten Ausländer aus diversen Nationen, die Inder und die Pakistani, Letztere als zottelbärtige Muslims und nicht zu vergessen die Coloureds, ein Mischmasch aus allen Hautfarben und Kulturen dieser Welt. Erstaunlicherweise leben all diese Kulturen recht harmonisch mit- und nebeneinander. Die überwiegende Mehrheit ( 90%) der Menschen hier ist schwarz, aber eine Forderung nach Anpassung an die Mehrheits- oder, wie’s in Deutschland heißt, Leitkultur habe ich hier noch nie vernommen. Man merkt schon, das mit der Integration ist ganz schön kompliziert, außer in Deutschland, klar, aber an dessen Wesen soll ja bekanntlich auch die Welt …

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Ca. 360.000 Clicks...

...auf YouTube sind ja nicht die Welt und somit besteht doch eine echte Chance, dass jemand diesen Clip noch nicht gesehen hat. Ich jedenfalls sah ihn erst heute und mich hat’s schier gerissen vor Lachen. Möglicherweise ist die 3. Episode gestellt, aber dann ist das perfekt gemacht und das Loch in der Wand im 2. Teil scheint mir so echt - wenn das getürkt ist – meinetwegen. Saukomisch ist es dennoch. Ja, ja - ich bin halt so einfach gestrickt.

Sonntag, 3. Oktober 2010

Sprachlos

Schon seit Wochen verspüre ich einen bislang nie gekannten Widerwillen, hier noch irgendetwas zu erzählen, anzumerken oder über die Zumutungen der Politik zu lästern. Anlässe gibt es ja z.Zt. genügend, aber angesichts der Dreistigkeiten der nun “regierenden” Protagonisten und ihrer Medienclaqueure ist mir jegliche Lust zur Ironie vergangen. Eigentlich ist da nur noch hilf- und sprachlose Wut und da keine noch so zynische oder sarkastische Formulierung diese Wut zu besänftigen vermag, halte ich mich lieber zurück, bevor ich mich strafbar mache.

Nun ist es ja nicht so, dass diese schwarzgelbe Regierung die erste wäre, die völlig ungeniert Macht- und Klientelpolitik betrieben, die ihre asozialen Ziele durch Lügen und falsche Versprechungen verschleiert hätte. Gerade heute, am 3. Oktober, wird, wie jedes Jahr, die Erinnerung an diese unselige Kohl-Regierung höchst lebendig und vor 2 Jahren hatte ich hier meine finsteren Gedanken zu diesem Jahrestag niedergeschrieben. Kein Jota muss ich davon zurücknehmen und inzwischen trauen sich ja selbst öffentlich-rechtliche Medien die kriminellen Machenschaften damals zu benennen ( Frontal21: Beutezug Ost-...).

Auch damals gab es genügend Grund, sich über Kohls Politik zu entrüsten, ja wütend zu werden, aber sprachlos wurde man nicht, denn es gab eine Opposition und damit die Hoffnung auf spätere Änderung, auf Reparatur der schlimmsten Verwerfungen. Diese Hoffnung war eine Illusion, wie wir heute wissen. Die Schröder/Fischer-Regierung hat alles getan, um jegliches Vertrauen in die Ehrlichkeit sozialdemokratischer Politik zu zerstören. Die anschließende Große Koalition, und da insbesondere die SPD, klärte dann die Verhältnisse. Fortan weiß auch der letzte Träumer, dass Wahlen evtl. einige andere Schweine an die Tröge bringen, an den zementierten gesellschaftlichen Verhältnissen aber keinen Millimeter ändern.

Möglicherweise ist das aber alles nur mein Problem. Ein Volk, welches bei Milliardenzahlungen für Schrottbanken und Millionenboni für Schrottbanker nicht sofort Steine gegen die Fensterscheiben der Banken und Regierungsgebäude fliegen lässt, sondern lieber über Kopftücher und Sozialschmarotzer lamentiert, hat evtl. an den Verhältnissen gar nichts auszusetzen.

Montag, 20. September 2010

Learn More about South Africa

Ich hab’s erst jetzt im Netz entdeckt und da es doch einen manchmal recht zutreffenden Eindruck von Südafrika und seinen obersten Repräsentanten vermittelt, stelle ich das hier mal vor. Täglich erscheint ein neuer Clip, gesponsort von der Inlandsfluglinie “Kulula.com”. Die Stimmen und der Sprachduktus der Protagonisten sind erstaunlich präzise nachempfunden. Auf der Webseite www.zanews.co.za sind die Clips nach Monaten geordnet abrufbar. Auf YouTube laufen sie aber besser.
Hier also 2 Beispiele :-))



Mittwoch, 15. September 2010

Politiker heute – exemplarisch Norbert Röttgen

Norbert Röttgen kann nun wirklich nichts dafür. Er wollte den raschen Atomausstieg, d.h. „nur“ noch ca. 8 Jahre Laufzeitverlängerung, aber leider , leider , man muss halt Kompromisse machen. Nach hartem Ringen „unterlag“ er gegen Rainer Brüderle von der FDP und nun sind’s halt ein paar Jährchen mehr. Dennoch, der Kompromiss ist ein guter, lässt uns Röttgen mit süßer Miene wissen.

Anschließend steckt Röttgen einem Bild- Journalisten unter der Hand, dass der Kompromiss ohne Bundesratszustimmung nicht tragen würde, dementiert das aber nach der Veröffentlichung sofort. Nie habe er sich so geäußert. Und als dann die Empörung über dieses dubiose Geschachere der Regierung mit der Atomindustrie und den daraus resultierenden Zusatzvertrag ?- ääh...das Eckpunktepapier? - anschwoll, da wäscht nun unser tapferer Umweltminister seine Hände in Unschuld. An den Verhandlungen über diesen Gefälligkeitsvertrag habe er gar nicht teilgenommen. Jetzt sind alle zufrieden. Die Energieriesen haben ihre Milliarden und Röttgen hat zwar verloren, aber nun auch ein Image als Kernkraftgegner, als Anti-Merkel und was weiß ich noch. Jedenfalls wird ihm das noch sehr nützen.

Jeder weiß doch, dass Röttgen eine Karriere als Hauptlobbyist des BDI anstrebte. Als Umweltminister sitzt er nun ganz sicher an der richtigen Stelle, um die Industrie vor kostenträchtigen Umweltauflagen zu bewahren. Das reicht aber noch nicht. Röttgen will noch viel mehr.

Erst den CDU-Vorsitz in NRW und dann will er NRW-Ministerpräsident werden. so sieht er seine Zukunft und jetzt wird sein komisches Lavieren verständlich. Die Bevölkerung lehnt die Kernenergie mit Mehrheit ab und Röttgens Wahlchancen verbessern sich, wenn er als Antiatomkämpfer wahrgenommen wird. Röttgen wird in dieser Regierung noch viele „Niederlagen“ einstecken. Mit jeder „Niederlage“ stimmt das Ergebnis für seine Industriefreunde und später wird dieser mutige Streiter dann als MP in NRW noch viel wertvoller. Da kann Röttgen noch so freundlich in die Kameras lächeln – der Wolf im Schafspelz ist deutlich sichtbar.

Dieses durchschaubare Schmierentheater wäre ja wirklich zum Lachen, aber angesichts der Gefährlichkeit von unsicheren Atommeilern und strahlendem Atommüll für die nächsten zig-tausend Jahre verbietet sich das und wäre es vielleicht eher angebracht gegen die dreisten Dreckschweine mal handgreiflich zu werden.

Tief im Süden

afrikanische Impressionen

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Kontakt:

hukbeilhartz@mweb.co.za

Aktuelle Beiträge

Offtopic
twoday schließt. Wie geht es denn hier weiter? Wäre...
Gregor Keuschnig - 4. Apr, 10:40
Der große Bruder, nicht...
Der große Bruder, nicht du, sondern der im Keller,...
dauersauer - 25. Aug, 13:16
Der Videobeweis
Gegen den Videobeweis ist ja prinzipiell nichts einzuwenden....
blackconti - 23. Aug, 21:08
so eine straßenschlacht...
so eine straßenschlacht ist besser als jedes fitnessprogramm.
bonanzaMARGOT - 1. Aug, 06:17
Ja, auf unsere Demonstranten...
Ja, auf unsere Demonstranten ist Verlass. Da staune...
dauersauer - 15. Jul, 20:47

Zufallsbild

BVB-Bayer04

aktuelles Wetter

Suche

 

Status

Online seit 7512 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 4. Apr, 10:40

Credits

vi knallgrau GmbH

powered by Antville powered by Helma


xml version of this page

twoday.net AGB


bloggen
dies und jenes
Erinnerungen
erlebtes
Fussball
hier
lustig
Meinung
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren