Dienstag, 21. Dezember 2010

Alle reden vom Wetter

Ich stelle hier nun 2 Bilder vor, die die Zweiteilung der Welt in eine Nord- und eine Südhalbkugel eindrucksvoll demonstrieren:

Gröbenzell 2006 u. Durban Beach 2010

Auf beiden Fotos finden einschlägige Kreise genügend Grund zum Jammern. Irgendwas ist immer zuviel: Im Norden zuviel Schnee, im Süden zu viele Neger. Dem wollen wir uns nun wirklich nicht anschließen. Wir sehen in Norden eine wunderschöne Winterlandschaft und im Süden quietschfidele Schwarze am Durban Mainbeach.
Das Wetter passt also dieses Jahr geradezu ideal zum Weihnachtsfest, im Norden, wie im Süden, und deshalb hänge ich nun noch unsere diesjährigen Weihnachtsgrüße an:



Noch mal: Frohe Weihnachten und ein glückliches Neues Jahr!

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Nochmal: Rheinstadion Düsseldorf

Ich weiß, ich weiß - das Düsseldorfer Stadion heißt nun nicht mehr Rheinstadion, auch nicht mehr LTU-Arena, sondern wurde 2009 in Esprit-Arena umbenannt. Möglicherweise hat es mittlerweile auch schon wieder einen anderen Namen. Ich komme da nicht mit und habe, ehrlich gesagt, auch gar keine Lust mir die jeweiligen Sponsorennamen zu merken, geschweige denn, sie auch noch auszusprechen. Auffällig ist, dass die Berichterstatter in den Medien, egal ob TV, Radio oder Zeitungen, immer den jeweils “korrekten” Namen der Arena nennen. Da besteht wohl ein vertraglicher Zwang, denn welcher Reporter nennt das alt-ehrwürdige Frankenstadion in Nürnberg schon freiwillig “Easy-Credit-Stadion”, oder gibt sich im Falle des berühmten Volksparkstadions in Hamburg mit “HSH-Nordbank-Arena”, bzw. vorher “AOL-Arena” freiwillig dazu her, gleich 2 Pleitefirmen in die Welt zu posaunen. Selbst das vielfach im kölschen Liedgut verankerte Müngersdorfer Stadion in Köln muss man nun korrekt als “RheinEnergie-Stadion” benennen. Das ist doch grausam und wider die Natur.



Eine Hoffnung allerdings habe ich. Irgendwann wird auch die Allianz-Versicherung vom FC Bayern die Schnauze voll haben und dann wird vielleicht Kimberley-Clark mit einem unschlagbaren Angebot Namenssponsor des Bayern-Schlauchboots. “Hakle-Feucht-Arena” - Diesen Namen bei Bayernspielen könnte ich gar nicht oft genug hören.

Ein verspäteter Aprilscherz? Nein, das ist ernst gemeint

Allerorten hört man, dass deutsche Kommunen finanziell ausbluten, dass Theater und Schwimmbäder geschlossen werden müssen und Straßen nicht mehr repariert werden können, kurz: Die Kassen sind leer. Und nun lese ich, dass in Düsseldorf direkt neben dem topmodernen Rheinstadion für veranschlagte 9 Millionen Euro ein weiteres provisorisches Fußballstadion gebaut werden soll.
Dies sei dringend notwendig, weil die Stadt Düsseldorf den Zuschlag für die Ausrichtung des Schlager-Grand-Prix 2011 erhalten hat und dafür das Rheinstadion benötigt. Deshalb erklärt sich Düsseldorfs Zweitligaclub Fortuna, der Mieter des Rheinstadions, großzügig bereit zu weichen und seine letzten 3 Heimspiele im April 2011 anderenorts austragen. Und für genau diese 3 Spiele wird nun, glaubt man den Meldungen bei
Tagesschau.de, das provisorische Stadion errichtet. Natürlich hätte man auch nach Bochum, Duisburg oder Oberhausen ausweichen können. Da gibt’s richtige, fertige Fußballstadien, aber das hätte ja fast nix gekostet und was nix kostet, das is nix.
9 Millionen für ein bisschen mehr Heimvorteil für einen, in den unteren Regionen der Tabelle rumkrebsenden Zweitligaverein sind sicher eine großartige Investition und sicher um einiges sinnvoller als für Theater oder Schwimmbäder oder für reparierte Straßen.

Sonntag, 12. Dezember 2010

Deliciously South Africa

SA 1

SA 2
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SA 3

SA 4

SA 5

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SA 7

SA 8

SA 9

SA 10

SA 11

SA12


Law & Order...

On a visit to Malawi , at the airport South African president Mr Jakob Zuma is met by the country's Minister of Harbours. All of a sudden Mr Zuma realizes that this is absurd, this country has no harbours as it is landlocked. He is very puzzled and decides to find out what the story is. At the official state banquet later that night, he leans over to the president and asks: 'Mr President why do you have a Minister of Harbours when you don't have any harbours?' The president looks Mr Zuma straight in the eye and says: 'Well, you know that may be true Mr Zuma, but I was just as puzzled at why you have a Minister of Law and Order?'


Und zu guter Letzt:

Good night around the world

HOLLAND : Goeden nagt

AUSTRALIA : Night Mate

USA : Goodnite

GERMANY: Gute Nacht


SOUTH AFRICA :

Are the doors locked, are the windows closed?
Did you pull in the car and activate the alarm?
Are the Rottweilers on their post?
Sleep tight, don't worry, Eskom will switch off the lights



Das Karikaturenpaket verdanke ich meinem Freund James, dessen bekennender Rassismus :-), aber auch seine Intelligenz und sein ausgeprägter Sinn für Humor über jeden Zweifel erhaben sind. Und, ganz offen, so völlig übertrieben sind die Darstellungen ja nun auch wieder nicht.
Eine Übersetzung ins Deutsche ist meines Erachtens nicht nötig und wenn gar keine Englischkenntnisse vorhanden sein sollten, dann kann man sich ja auch mal helfen lassen.

Dienstag, 30. November 2010

Top secret

Das Merkel läuft unter dem Code „Teflon“, Guido W. ist „aggressiv“, der fette Niebel ist als Entwicklungshilfeminister eine „schräge“ Besetzung, Seehofer sei unzuverlässig und allen vieren wird fehlende Kreativität und ein Mangel an eigenen Ideen bescheinigt. Völlig konsterniert erfahre ich diese sensationellen Enthüllungen aus dem Fernseher, durch die Abendnachrichten.

Fassungslos sehe ich mein Weltbild zertrümmert und mein Vertrauen in die Weisheit unsrer Bundesregierung zutiefst erschüttert. Wikileaks hätte diese streng geheimen Erkenntnisse des US-Botschafters niemals veröffentlichen dürfen, weil durch das Urteil des US-Beobachters nun zur Gewissheit wurde, was wir schon lange ahnten: Unsere Regierung ist nur eine Ansammlung von inkompetenten, lächerlichen Figuren.

Einen Hoffnungsträger aber hat der US-Botschafter ausgemacht, richtig: Baron Freiherr Theodor ...usw. von und zu Guttenberg. Wie schreibt der Botschafter lt. Wikileaks:“ Guttenberg ist ein Freund der USA.“ Und, so füge ich hinzu, hat eine ganz tolle Gel-Frisur. Letzteres muss aber, da Top secret, unter uns bleiben.

Dienstag, 23. November 2010

Da capo

Erst war’s Griechenland, nun ist es Irland und wir können darauf wetten, dass in Kürze Portugal, Spanien und auch Italien folgen werden. Dass dafür der bisherige „Rettungsschirm“ ausreichen wird, darf man wohl mit Fug und Recht bezweifeln. Aber das ist jetzt erst mal unwichtig, weil es zur Rettung der oben genannten ja angeblich keine Alternative gibt.

Diesen heutzutage inflationär gebrauchten Begriff „alternativlos“ kann ich langsam nicht mehr hören. Er dient nur zur Diskussionsverhinderung, zum Verschleiern, denn natürlich gibt es Alternativen. Man könnte z.B. die Iren einfach absaufen lassen. Die steigen dann aus dem Euro aus, führen ihre eigene Währung wieder ein, abgewertet, und sehen dann zu wie sie klar kommen. Selber schuld, wenn sie nicht wirtschaften können. Das passiert doch jeden Tag hunderttausendfach in Europa. Firmen und Privatleute gehen pleite und kein Schwein hilft da, kein Rettungsschirm bietet Unterschlupf. Wozu auch, in der Markwirtschaft sind Pleiten systemimmanent.

Bei Staaten aber ist das was anderes, und bei Banken natürlich auch, die sind systemisch und das System darf auf keinen Fall in Frage gestellt werden, auch wenn mit jedem Tag und mit jeder neuen Krise deutlicher wird, dass das System wegen fehlender oder unzureichender gemeinsamer Spielregeln und Kontrollen gar nicht funktionieren kann. Selbst nach dem Fastzusammenbruch der Finanzmärkte und den Billionen zur Bankenrettung konnte man sich, allen Schwüren während der akuten Krise zum Trotz, nicht auf verbindliche und wirksame Regeln und Kontrollen einigen, weil sich jeder einzelne Systemteilnehmer durch lasche Regeln und Kontrollen Vorteile verspricht. Geht was schief, dann steht ja die Allgemeinheit für die Verluste gerade.

Und nun wären wir wieder bei den Iren, denn nun wiederholt sich, was wir aus dem Fall Griechenland gelernt haben: Der Rettungsschirm rettet große Investoren, rettet Milliardäre und Millionäre, die über die international agierenden Banken ihre überschüssigen Gelder an Irland verliehen haben, gegen gute Zinsen versteht sich. Die werden nun von uns allen vor Spekulationsverlusten bewahrt und dafür zahlen wir doch gerne und mit Freude, denn das steht so, oder so ähnlich schon in der Bibel: Einen freudigen Geber hat Gott lieb.

Montag, 22. November 2010

Verspätet, aber...

TiS 5 Jahre ani

...noch in vertretbarer Distanz habe ich soeben festgestellt, dass „Tief im Süden“ nun seit fünf (5) Jahren die Welt mit meinen unmaßgeblichen Meinungen und unzureichend recherchierten Hintergrundberichten aus St Michaels quält. Allen denen, die sich über diese doch relativ lange Zeit immer mal wieder oder sogar regelmäßig durch meine endlos langen Schachtelsätze kämpften, möchte ich hiermit von Herzen danken.

Falls allerdings jemand nun auf ein sanftes Ende meiner „publizistischen“ Anwandlungen hoffen sollte, weil fünf volle Jahre doch einen schönen Schlusspunkt bilden würden, den muss ich leider enttäuschen. Bloggen macht süchtig und wie sehr, das habe ich erst unlängst wieder erfahren als mir mein Internet–Provider den Zugang zu meinem Blog verweigerte. Tagelang war ich der Verzweifelung nahe, malträtierte rast- und ruhelos Blogger im In- und Ausland mit Login–Anfragen und erlangte mein seelisches Gleichgewicht erst zurück, als alles wieder wie frisch geschmiert funktionierte.

Dieser Erfahrung eingedenk und weil ich sowieso immer mal wieder was loswerden MUSS, mache ich einfach mal weiter. Ob das jemand als Drohung versteht oder ein anderer sich bei dieser Ankündigung vor Begeisterung am Boden wälzt, beides ist mir gleich recht.
In diesem Sinne: Auf die nächsten fünf . . . Wochen, Monate Jahre? - Wer weiß?

Mittwoch, 17. November 2010

Gefasst - endlich!

Aufatmen allenthalben hier an der Southcoast. Nach viereinhalb Monaten intensiver Ermittlungen war die Polizei erfolgreich und hat in Gamalakhe einen Mann verhaftet, der mittlerweile gestanden hat, an der Vergewaltigung und Tötung der 81-jährigen June Wallies beteiligt gewesen zu sein. Nach einem 2. Täter wird weiter gefahndet. Folgt man dem Bericht in der Lokalpresse, so kann man über die Umstände des Verbrechens nur noch den Kopf schütteln. Danach schildert der Verhaftete die Tat wie folgt:

Herald about June Wallies case 1Mrs. Wallies führt, wie jeden Abend, ihre beiden Hunde aus, auf dem beliebten Strandpfad zwischen St Michaels und Uvongo. Dort begegnet sie dem nun verhafteten 30-jährigen, welcher sie um eine Zigarette angeht. Mrs. Wallies kann, da Nichtraucherin, dieser Forderung nicht nachkommen und wird daraufhin vom Beschuldigten niedergeschlagen. Dies beobachtet ein 2. Mann, der auf einer Bank in der Nähe sitzt. Dieser sei dann hinzugeeilt und habe vorgeschlagen, so der nun Verhaftete, Mrs. Wallies zu fesseln und zu vergewaltigen. Mit Schubändern wurden Mrs. Wallies' Hände gebunden und ihre Hunde ebenso. Dann habe der andere Mann noch Mrs. Wallies mit ihrer eigenen Unterwäsche geknebelt, ihren Hals verdreht und sie vergewaltigt.

Herald about June Wallies case 2Er, der Festgenommene sei erst danach zum Zuge gekommen. Ob Mrs. Wallies während der Vergewaligung noch lebte, könne er nicht sagen. Auf jeden Fall habe sich Mrs. Wallies nicht gewehrt und wäre während der Vergewaltigungen ganz still gewesen. Nach der Vergewaltigung habe er den Tatort sofort verlassen und seinen Weg zum St Mikes-Beach fortgesetzt. Der 2. Mann sei ihm nach kurzer Zeit gefolgt und habe Wertsachen des Opfers, eine Uhr und eine Halskette mitgebracht. Diese Sachen hätten zusammen einen Wert von ca. 300 Rand gehabt und das Geld hätten sich die beiden Männer später geteilt und dafür Alkoholica gekauft.

Der Ermittlungsrichter sieht sich nun in der Pflicht zu klären, ob das Opfer zum Zeitpunkt der Vergewaltigung noch lebte und ob überhaupt eine Tötungsabsicht bestand.

Wenn man den Tatort kennt und den Zeitpunkt der Tat, quasi in aller Öffentlichkeit bei hellem Tageslicht, wenn ich das Foto dieses Hänflings von „mutmaßlichem“ Täter sehe und diese Zusammenfassung seines Geständnisses lese, dann läuft es mir angesichts der grausamen Banalität, der spürbaren Gefühlsrohheit bei diesem Verbrechen kalt den Rücken runter. Ich weiß, dass es falsch ist, aber einen gewissen Anflug von Verständnis für den Rassismus und die Vorbehalte der weißen Minderheit gegen „die Schwarzen“ kann ich dann nicht verhehlen.

Nachtrag:

Gestern, am 17.11. wurde auch der 2. Mann festgenommen, ein 47-jähriger Obdachloser hier aus St Michaels. Irgendwie schon beruhigend, dass die Polizei ihre Arbeit macht, still im Hintergrund, aber effektiv.

Dienstag, 16. November 2010

Wo fange ich an?

Es gibt Tage, die sind wie gemalt. Gestern war so einer und auch heute kann ich wirklich nicht meckern. Aber der Reihe nach:

Wer sich die Kommentare des letzten Postings angesehen hatte, verstand höchstwahrscheinlich nur Bahnhof oder merkte bei genauerem Hinschauen, dass da etwas mit meinem Blog nicht stimmte, denn ich trat dort nur kurz und dann auch noch als Gast in Erscheinung. Jeder in Deutschland oder sonst wo konnte die Kommentarfunktion problemlos nutzen, einzig mir war der Zugang zu meinem Blog versperrt – so schien es. Ich konnte mich nicht mehr einloggen und es dauerte eine Weile bis klar wurde, dass mein Provider, die Telkomsa, nicht nur mir, sondern allen, die die Telkomsa als Internet-Provider nutzen, den Zugang zur Kommentarfunktion von TiS verweigerte. Ich vermute, dass im Cache eines Telkomsa-Servers ein fehlerhafter Login gespeichert ist, der mit jedem Login wieder erneuert wird. Natürlich verneint Telkomsa sowas und erklärt mich zum Idioten, da mein Internetzugang doch einwandfrei funktionieren würde. Nun, das ficht mich nicht an, denn ein Telkomsa-Account ist schnell gekündigt und mein neuer Provider (Mweb) freut sich über einen neuen Kunden und ich freue mich, dass ich das nun hier wieder leicht und locker absetzen kann. Vielen Dank noch mal an alle, die mich bei meiner Fehlersuche unterstützt haben, denn nur durch die positiven oder negativen Login-Versuche konnte die Fehlerquelle nach und nach eingekreist werden. Ach ja, hätte ich fast vergessen: Neuer Provider bedeutet auch neue e-mail-Adresse und die versende ich umgehend an alle wichtigen Kontakte, aber man findet sie auch rechts in der Sidebar.

Und nun noch zu einem weiteren Ereignis, der meinen Tag bunt und hell ausleuchtet, im wahrsten Sinne des Wortes. Gestern wurde meine, vom grauen Star getrübte Linse im linken Auge ersetzt. Ein 15-minütiger Eingriff, völlig schmerzfrei durch lokale Anästhesie , 2 Stunden Augenabdeckung und danach jede Menge Augentropfen. Unglaublich, wie klar und farbenfroh die Welt plötzlich wieder aussieht. Ach, da möchte man sich doch das andere Auge auch gleich operieren lassen, aber das ist noch recht ordentlich und so verlängere ich seine Restlaufzeit noch um ein paar Monate.

Zu guter letzt: Olgas Pfote ist prima verheilt und so kann das gute Tier wieder hemmungslos Katzen und Dassies durch die Felsen am Strand jagen. Für Katzen und Dassies ist das natürlich nicht so toll, aber meine Euphorie heute lässt sich doch sicher nachvollziehen.

Tief im Süden

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