Samstag, 5. April 2008

Vielleicht...

...täusche ich mich, aber ich meine seit einigen Wochen eine gewisse Blog-Lethargie zu bemerken, sicher bei mir, aber auch anderenorts. Die Abstände zwischen den Postings werden länger und kaum jemand nimmt Bezug auf die aktuellen Medienkampagnen, Stichwort: Tibet, Bankenkrise, Linksruck und Talfahrt der SPD/CSU usw.

Möglicherweise liegt genau hier die Ursache, in den aufgepfropften Kampagnen. Man spürt die Absicht der Meinungssteuerung und verweigert sich. Erstens, weil man sich nicht gerne einspannen lässt und zweitens, weil’s eh Wurscht ist, was man dazu absondert.

Möglicherweise geht aber auch eine Modetorheit langsam zu Ende, ähnlich wie, Gott hab sie alle selig, seinerzeit Hula-Hoop, Gedeckzwang ( Bier plus Korn), Leggins ( besonders gerne von Damen mit ausladendem Untergestell getragen), NDW ( Neue Deutsche Welle –da-da-da), Opel Manta mit Fuchsschwanz, Ronald Barnabas Schill oder Verona Poth geb. Feldbusch.

Auf’s Bloggen bezogen kann man evtl. in Abwandlung des Karl-Valentin-Ausspruchs, es sei schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem, nunmehr behaupten: Es ist schon alles gesagt und mittlerweile auch tatsächlich von fast jedem.

Mittwoch, 2. April 2008

Olgas Welt 2

Olgas Welt 2

Als Hund, das kann man wohl verstehen,
liebe ich das Spazieren gehen.
Täglich geht es raus zum Strand.
Oft kommt der Lucky angerannt.
Der ist mein Freund, mit ihm kann ich toben,
mal bin ich unten, mal ist er oben.
Da blitzt der Zahn, wild wogt der Kampf,
langsam verliert sich unser Dampf.
Heim zieh’n wir dann, still, ohne Gebell.
Den Storch fang’n wir nicht, der ist zu schnell.

Sonntag, 30. März 2008

Olgas Welt

Olga im Garten

Dass dem Blackconti momentan
Nix einfällt, nun, was juckt es mich?
Mich jucken Flöhe fürchterlich.
Zur Linderung, ich rat’s euch auch,
rutsch ich im Garten auf dem Bauch.
Und wie das aussieht ist mir Wurst.
Im Vogelbad lösch ich den Durst.

Samstag, 22. März 2008

Nachtrag zu : zieht den Bayern... usw.

2 : 1 für die Bayern - same procedure as every year! Wieder 90 Minuten wie das Kaninchen vor der Schlange. Ein Gutes hat das aber auch – wegen eines Wechsels von Adler, Rolfes oder Castro nach München brauche ich mir nun wirklich keine Sorgen mehr zu machen.

Zieht den Bayern die Lederhosen aus...

Bayern piss offHeute habe ich leider keinen Draht für all die übergeordneten Themen. 5 Jahre Irakkrieg, die Weltwirtschaft wegen der US-Hypothekenkrise vor dem Kollaps, die SPD im Allzeitumfragetief, der Chinese unterjocht Tibet, eiskalte Ostern in Europa, ....meinetwegen. Ich bin einzig und allein auf heute Nachmittag, 15.30 Uhr fixiert, weil da meine heiß und innig geliebte Werkself von Bayer 04 dem geradezu pervers kommerzialisierten FC Bayern in München versucht Paroli zu laufen ( Hrubesch)–ääh – zu bieten. Dem seit nunmehr 18 Jahren immer wieder kläglich gescheiterten Versuch der Leverkusener, die Bayern in München zu schlagen, wird wohl auch diesmal kein Erfolg beschieden sein. Allein, die Hoffnung stirbt erst um 17 Uhr 15. Eins ist allerdings absolute Gewissheit: Sollte meine heiß und innig geliebte Werkself tatsächlich gewinnen, so werden Adler, Rolfes und Castro nächstes Jahr bei den Bayern auf der Bank sitzen.

Donnerstag, 20. März 2008

Alles nur handwerkliche Fehler

In letzter Zeit häufen sich die Entscheidungen der höchstrichterlichen Instanzen gegen Gesetze oder Verordnungen des Bundes oder der Länder. Ob „Großer Lauschangriff“, „Bundestrojaner“, KFZ-Kennzeichen-Erfassung oder Voratsdatenspeicherung, alle diese Gesetze oder Verordnungen sind, zumindest in wesentlichen Teilen, verfassungswidrig, d.h. entsprechen nicht den Vorgaben des Grundgesetzes. In all diesen Fällen wurde der Gesetzgeber im Vorfeld durch einschlägige Experten auf die Verfassungswidrigkeit hingewiesen. In all diesen Fällen wurden diese Expertenmeinungen in den Wind geschlagen und immer mussten erst die Verfassungsrichter diese illegalen Vorhaben stoppen.

Nun könnte man doch eigentlich erwarten, dass diese, im vollen Bewusstsein forcierten, versuchten Verfassungsbrüche nach ihrem Scheitern zu personellen Konsequenzen führen müssten. So wäre ein Rücktritt von Bundesinnenminister Schäuble, der nicht müde wurde, in allen Medien die Rechtmäßigkeit dieser Angriffe auf die Verfassung zu beschwören, doch nur logisch und überfällig. Doch diese Erwartung ist scheinbar völlig abstrus, denn, so der innenpolitische Sprecher der SPD, Dieter Wiefelpütz: „Wir müssen nur handwerklich besser werden.“ Wobei? Na, im Einschränken der Grundrechte - was sonst?

Ist sie nicht köstlich, diese SPD?

Freitag, 14. März 2008

Der Einzelfall

Gestern Abend bei „Maybrit Illner“ wurde er wieder beschworen – der Einzelfall. Kaum wird die Causa „Zumwinkel“ als Beleg für illegale Machenschaften seitens der Mächtigen und Besitzenden angeführt, wird sofort abgewiegelt. „Einzelfälle!“, so Arbeitgeberpräsident Hundt D.Hundt und vehement bestreitet er jegliche Mitverantwortung jener Kreise an der Entstehung des Gefühls der Ungerechtigkeit in der bundesdeutschen Gesellschaft, oder gar am Zulauf zur Links-Partei. Reflexartig wird die rührende Geschichte vom ehrbaren und gesellschaftlich verantwortlich handelnden Unternehmertum heruntergebetet. Tausendfache Steuerhinterziehung sind nur „Einzelfälle“, wo doch jedem klar ist, dass die „Lichtensteiner“ nur jene Fälle sind, die nun aufflogen. Die riesige Spitze eines Eisbergs.

Die tägliche Meldung über Untersuchungen des Kartellamtes wegen illegaler Preisabsprachen der Großindustrie in nahezu allen Branchen und die später dann verhängten Geldbußen in Millionenhöhe – Einzelfälle? Der vielbeschworene Wettbewerb in der Marktwirtschaft ist vielen, die die Begriffe „Marktwirtschaft“ und „Wettbewerb“ wie ein Monstranz vor sich her tragen, im Einzelfall anscheinend nur lästig. Wie hoch müssen da die illegal erwirtschafteten Gewinne sein, da diese Geldbußen meist klaglos akzeptiert werden, zumindest hört man anschließend kaum noch etwas darüber.

Na, und dann das Hohe Lied auf den Mittelstand. Der trägt die Wirtschaft. Ja sicher doch, z.B. die täglichen Stammtische im „Wirtshäuserl“, wo sich mittelständische Unternehmer diverser Branchen zu fröhlichen Preisabsprachen treffen, tragen zweifellos zum Wohlergehen der Wirtshäuserl-Wirtschaft bei. Dass dabei der aus dem nahegelegenen Finanzbauamt eingeladene Abteilungsleiter beim Chef der Heizungsfirma gleich noch eine neue Kneipeneinrichtung für den 2. Stock der Prinz-August-Kaserne bestellt: „Du weißt schon, wie im 1.Stock. Abrechung, wie gehabt, als Heizungssanierung.“, führt ebenfalls zum Aufbau der Wirtschaft – jedenfalls im 2. Stock der Prinz-August-Kaserne.

Ja doch, Herr Hundt, alles Einzelfälle.

Dienstag, 11. März 2008

Eine Spur der Verwüstung

Auf Hawaii ist vorgestern der Vulkan Kilauea Vulkan Kilauea Hawaiiausgebrochen. An sich nichts besonderes, das macht der mit schöner Regelmäßigkeit und liefert zuverlässig wunderschöne Bilder von rotglühender Lava, die fauchend und dampfend im Meer verzischt. Möglicherweise bin ich Schuld am Ausbruch, denn vorgestern habe ich mich wieder mal den USA genähert, zwar nur gedanklich (siehe vorhergehenden Blackconti-Eintrag) und deshalb ist dieser Vulkanausbruch wohl auch nur harmloser Natur. Ansonsten waren bei meinen realen USA-Annäherungen immer gewaltige Katastrophen die Regel. Aber der Reihe nach:

Mount St HelensAm 15. Mai 1980 betrat ich zum ersten mal nordamerikanischen Boden, zwar in Vancouver in Kanada, aber das liegt ja dicht an der Grenze zur USA und dem Bundesstaat Washington. In diesem findet man den Vulkan Mount St. Helens, der am 18.Mai 1980 in einer gewaltigen Eruption rund 400 Meter seiner vormals beachtlichen Höhe von 2950 Meter wegsprengte, riesige Waldgebiete verwüstete und 57 Menschen tötete. Die Bilder sah ich im kanadischen Fernsehen, interessiert an diesem beeindruckenden Naturschauspiel und natürlich ohne persönlichen Bezug.

SF-Erdbeben 89Am 17. Oktober 1989 fand ich es auch noch nicht merkwürdig, dass wir die Tourpläne unserer Rundreise durch den Südwesten der USA am Bryce-Canyon ändern mussten, weil unser Reiseziel San Francisco am selbigen Tag durch das heute so benannte Loma-Prieta-Erdbeben getroffen worden, erheblich beschädigt und zur gesperrten Stadt erklärt worden war. Ein paar Tage später war SF wieder zugänglich, ganze Stadtbezirke allerdings abgesperrt und der Schock noch überall zu spüren.


Oklahoma City Murray-BuildingMeine nächste USA-Reise führte mich im April 1995 nach Georgia im Südosten der Vereinigten Staaten und von dort zu einem Abstecher nach New Orleans. Nein, mit den Überschwemmungen dort von 2005 habe ich nichts zu tun, ehrlich, aber dennoch hat auch dieser USA-Aufenthalt ordentliche Zerstörung hinterlassen, denn auf der Rückfahrt von New Orleans nach Jekyll Island in Georgia vernahm ich am 19. April 1995 aus dem Autoradio, dass das Alfred P. Murray Federal Building in Oklahoma City durch einen Bombenanschlag vollständig zerstört wurde und 169 Menschenleben zu beklagen seien. Da, zum erstenmal, fiel mir auf, dass jeder meiner Besuche in Amerika von einem gewaltigen Desaster begleitet wurde.

Obwohl von Frau Blackconti gedrängt , habe ich, lange schwankend, einen nochmaligen USA-Trip abgelehnt, ihr aber anheim gestellt, ruhig mit einem guten Freund zu fliegen. Der Abflugtermin war, man ahnt es schon, nein, nicht der 11., aber der 13. September 2001 und die Ereignisse des 11. Septembers sind ja bekannt. Danach war der Luftraum über den USA für einige Tage gesperrt und Frau Blackconti konnte ihre Reise erst eine Woche später antreten. Schlimmes passiert ist dann nicht mehr. Ich allerdings bin heilfroh, dass ich nicht mitgeflogen bin, denn dadurch sollte auch der CIA klar sein, dass ich mit 9/11 nichts zu tun habe.

Aber jetzt mal im Ernst: Die Daten stimmen und so gesehen gibt es schon erstaunliche Zufälle – finde ich jedenfalls.

Sonntag, 9. März 2008

Finstere Nachtgedanken

Jetzt reicht’s, ich muss es loswerden, sonst ist an Einschlafen nicht zu denken. Seit Stunden wälz ich mich im Bett, bin hundemüde und finde vor Empörung, Wut und, ja doch, regelrechtem Hass keinen Schlaf. „Legt der bigotte Drecksack ein Veto ein gegen ein Antifoltergesetz und kaschiert seine widerwärtige Gesinnung nicht einmal, weil er, na klar, ohne Folter keinen ordentlichen Krieg gegen den Terror führen kann. Warum findet sich eigentlich kein gestandener Attentäter oder meinetwegen auch Psychopath, der wenigstens den Versuch unternimmt, dieser gemeingefährlichen Witzfigur den Lebensfaden abzuschneiden? Wäre doch nichts Ungewöhnliches, hätte Tradition und die ganze Welt würde befreit aufatmen. Noch ein weiteres Jahr diese zynisch-frömmelnde, verlogene Grinsfresse, diese Vorstellung ist einfach nur schrecklich.“
So, jetzt wird’s draußen hell und jetzt geht’s mir besser. Gute Nacht.

Tief im Süden

afrikanische Impressionen

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Kontakt:

hukbeilhartz@mweb.co.za

Aktuelle Beiträge

Offtopic
twoday schließt. Wie geht es denn hier weiter? Wäre...
Gregor Keuschnig - 4. Apr, 10:40
Der große Bruder, nicht...
Der große Bruder, nicht du, sondern der im Keller,...
dauersauer - 25. Aug, 13:16
Der Videobeweis
Gegen den Videobeweis ist ja prinzipiell nichts einzuwenden....
blackconti - 23. Aug, 21:08
so eine straßenschlacht...
so eine straßenschlacht ist besser als jedes fitnessprogramm.
bonanzaMARGOT - 1. Aug, 06:17
Ja, auf unsere Demonstranten...
Ja, auf unsere Demonstranten ist Verlass. Da staune...
dauersauer - 15. Jul, 20:47

Zufallsbild

051004_Deutsche_Einheit_Waigel_190

aktuelles Wetter

Suche

 

Status

Online seit 7514 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 4. Apr, 10:40

Credits

vi knallgrau GmbH

powered by Antville powered by Helma


xml version of this page

twoday.net AGB


bloggen
dies und jenes
Erinnerungen
erlebtes
Fussball
hier
lustig
Meinung
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren