Mittwoch, 14. Juli 2010

Steffen Seibert

Steffen seibertSteffen Seibert ist nicht nur ein Name, sondern auch ein ganzer Satz. Diese Erkenntnis hatte der Kabarettist Jochen Malmsheimer schon vor einiger Zeit und da konnte er noch nicht ahnen, dass dieser Satz den neuen Job des ZDF-Moderators als Regierungssprecher so präzise beschreiben würde. Eine erste Kostprobe gab Seibert anlässlich seiner Berufung:

"Ich nehme diese Aufgabe gerne an, weil ich überzeugt bin, dass die Bundesregierung unter Führung von Bundeskanzlerin Angela Merkel die richtigen Schwerpunkte setzt, um unserem Land in diesen schwierigen Jahren eine gute Zukunft zu sichern."

Super, selten so gelacht! Auf diesen Satz muss man bei dieser Regierung erst mal kommen. Nomen est Omen lautet eine alte Volksweisheit und hier trifft sie punktgenau: Steffen seibert und wer wollte Malmsheimer da widersprechen?

Montag, 12. Juli 2010

Das war’s...

Spain -Netherlands 1-0 Iniesta...und nun können wir uns alle wieder dem normalen Leben widmen. Spanien hat verdient gewonnen. Sie spielten nicht den schönsten, aber den effektivsten Fußball. Das Endspiel war ein ziemliches Gewürge und eigentlich hatte ich von den Holländern etwas mehr erwartet, mehr spielerische Klasse, aber die mannschaftliche Geschlossenheit der Spanier gab auch in diesem Spiel den Ausschlag und erstickte holländische Ansätze bis auf wenige Momente im Keim. Ähnlich wie gegen Deutschland schien es nur immer eine Frage der Zeit bis zum spanischen Torerfolg. Kurz vor Ende der Verlängerung war es ja dann soweit und Iniesta, der beste Spanier, klärte mit seinem Tor die Verhältnisse und bewahrte die Holländer vor der Peinlichkeit einer Zufallsweltmeisterschaft durch Elfmeterschiessen. Dass dem Tor ein klares Abseits voraus ging, ja sicher, passt zu den Schiedsrichterleistungen, wird aber kaum zur Legendenbildung reichen.

Diego Forlan - Wow!! Diego Forlan wurde zum besten Spieler des WM-Turniers gewählt. Völlig zu recht, denn der blondgelockte Uruguayer war nicht nur DIE eindrucksvolle Führungsfigur in seiner Mannschaft, nein, er verzückte auch fußballdesinteressierte Frauen dergestalt, dass diese das nächste Spiel der Uruguayer kaum erwarten konnten. Die spitzen Schreie einiger Damen bei seinem Lattenkracher in der letzten Sekunde des Spiels gegen Deutschland ließen jedenfalls auf massive erotische Phantasien schließen.

Was bleibt für Südafrika? Nun, die Welt kennt jetzt unseren Präsidenten, Jacob Zuma, der sich gerade der Vaterschaft seines 20. Kindes erfreut, mit 4 Frauen verheiratet ist und sich anschickt in Kürze die 5. zu ehelichen. Geschmack hat er, soviel steht für mich fest, denn als ihm das Merkel nach einem Tor gegen Argentinien glückselig um den Hals fallen wollte, da zuckte er, zwar diplomatisch fein, aber doch merklich angewidert zurück.

Die WM-Städte wurden renoviert, d.h. recht ordentlich aufgeräumt, die Schlaglöcher wurden beseitigt und die Straßenlaternen erhielten neue Glühlampen. In den Städten fahren jetzt plötzlich moderne Omibusse und die sollen auch weiterhin im regelmäßigen Linienverkehr eingesetzt werden. Höchstwahrscheinlich aber nur so lange, bis die Einschüsse die Karosserien so durchlöchert haben, dass sie sich nur noch als Sieb verwenden lassen. Die Taxiunternehmer werden das schon richten, weil die Polizei nach der WM kaum in der Lage sein wird, jeden Bus mit einer Eskorte zu schützen.

Die neuen Stadien sind wohl weltweit das Beste, was man sich z.Zt. vorstellen kann, aber wie und wofür die, besonders in den kleinen WM-Städten, in der Zukunft dienen sollen, das steht noch in den Sternen. Die WM wurde reibungslos und ordentlich abgewickelt und die im Vorfeld so oft beschworene Kriminalität Südafrikas ( Uli Hoeness!) hielt sich merklich bedeckt. Von ernsthaften Vorfällen ist mir nichts bekannt.

Ob die Nation durch die WM enger zusammen gewachsen ist, glaube ich eher nicht, aber es ist ja schon als Fortschritt zu bewerten, dass sich selbst eingefleischte Rugby- oder Cricket-Afrikaaner der Faszination dieses oder jenes Fußballspiels nicht entziehen konnten. Rund um die Stadien herrschte durchweg eine ausgelassene, immer friedlich-freundliche Atmosphäre und alles in allem glaube ich, dass Südafrika nun zwar ein paar Schulden mehr, aber auch einen gehörigen Imagegewinn zu verzeichnen hat.
Vuvuzela für Deutschland
Ja, und dann bleibt da noch die Vuvuzela, die zwar ordentlich nervte, aber sich gleichzeitig nun wohl weltweit verbreitet hat, ja geradezu DAS Souvenir dieser WM wurde. Nicht ein WM-Tourist, der nicht mindestens eine dieser Plastiktröten erworben und in die Heimat mitgenommen hat. Es würde mich nicht wundern, wenn diese monotone Hintergrunddisharmonie nun auch in den Bundesligastadien erschallen würde. Vielleicht haben wir uns nach 64 Vuvuzelaspielen so daran gewöhnt, dass Fußball ohne diese Lärmorgie nicht mehr vorstellbar ist, ja, dass uns geradezu etwas fehlen würde.

Donnerstag, 8. Juli 2010

Aus – und das zu recht,...

... einfach weil die Spanier besser waren. Eine Frage allerdings muss sich Jogie Löw gefallen lassen: Warum hat er das Erfolgsrezept der vorherigen Runden geändert und nur auf Konter gesetzt? Von der ersten Minute an wurde den Spaniern das Feld für Dauerangriffe überlassen und nur auf deren Fehler spekuliert. Die deutsche Abwehr stand zwar recht sicher, aber ich wurde das Gefühl nicht los, dass irgendwann irgendein spanischer Ball sein Ziel finden würde und so kam es dann ja auch. Für erfolgreiche Konterattacken stand die deutsche Mannschaft viel zu tief und nach dem Gegentor fehlte die Kraft und die Dynamik, das Blatt noch mal zu wenden.

Ich hätte es lieber gesehen, wenn die Deutschen mit ihrem erfrischenden Hurrastil untergegangen wären. Im Halbfinale zu verlieren ist ja keine Schande, zumal die bisherigen Auftritte das Beste waren, was diese WM zu bieten hatte. Nun sind sie in taktischen Korsett erstickt und es bleibt das schale Gefühl einer verpassten Chance. Wie auch immer, Gratulation an Spanien, deren individuelle Stärken, aber auch die mannschaftliche Geschlossenheit eindrucksvoll demonstriert wurde. Fürs Finale weiß ich gar nicht, wem ich es mehr gönnen sollte, den Spaniern oder den Holländern? Beide Teams wären würdige Champions und am Sonntag dürfen wir ein spannendes Endspiel erwarten.

Mittwoch, 7. Juli 2010

Nachtgedanken

Nicht, dass ich den Holländern den erwarteten und verdienten Sieg über Uruguay nicht gönne, aber es ist schon bemerkenswert, dass der Linienrichter dreimal „Abseits“ anzeigt, wenn der Uruguayer schlechtesten Falls auf gleicher Höhe war. Beim selbst am TV mit bloßem Auge erkennbaren „Abseits“ lässt er dann die Fahne unten. Das war das 2 : 1 und damit war der Kas gegessen. Da die Spanier höchstwahrscheinlich die Schiedsrichter für das heutige Match ähnlich präpariert haben, setze ich meine ganze Hoffnung auf die Kanzlerin, die ja wohl heute Abend auch wieder zum Fußballgucken in Durban einfliegen wird. Sie wird hoffentlich mal etwas Nützliches tun und den Spaniern klarmachen, dass es für ihren Quasi-Pleitestaat nur finanzielle Hilfe aus Deutschland gibt, wenn sich ihre Fußballer beim Tore schießen gegen Deutschland zurückhalten. Unter diesen Umständen würde mir der Anblick dieses patschhändig wandelnden Hosenanzugs vor der VIP –Suite im Moses-Madhiba-Stadium etwas erträglicher.

Sonntag, 4. Juli 2010

Nur mal so

Vielleicht ist es auch anderen schon aufgefallen, aber Kommentare oder Leserzuschriften, deren Schreiber ihren Beitrag mit der Ich-hab-den-Durchblick-Plattitüde: “Armes Deutschland!” beenden, zeichnen sich IMMER durch besondere geistige Schlichtheit aus. Da dieses “Armes Deutschland” sich mittlerweile seuchenähnlich ausgebreitet hat und mir beim Lesen solcher wichtigtuerischen Dummbeutelei genauso schlecht wird, wie beim Lesen der Bildzeitung, schaue ich mir in Foren und Leserkommentaren immer erst den letzten Satz an. Lese ich dort dann “Armes Deutschland!” , so kann ich mir das davorstehende Geseiere ersparen. Zeitgewinn und Wohlfühleffekt sind enorm.

Um Mißverständnissen vorzubeugen: Kommentare in diesem Blog sind hier nicht gemeint, weil hier 1. Sowieso nur ganz wenige kommentieren und diejenigen niemals “Armes Deutschland” schreiben würden und 2. Weil ich schon selber für genügend geistige Schlichtheit und wichtigtuerische Dummbeuteleien sorge.

Angesichts dieses dürftigen Beitrages bleibt eigentlich nur der verzweifelte Ausruf: Armes ...ääh, genau!

Samstag, 3. Juli 2010

Mord und Kahlschlag

Gerade komme ich zurück von einer bizarren Demonstration unten am Strand. Ungefähr 200 Menschen sind einem Aufruf in der hiesigen Presse gefolgt und haben sich um 9 Uhr an den Orange Rocks versammelt, um der vergangene Woche ermordeten Mrs. June Wallis zu gedenken und gegen Gewalt und Kriminalität zu demonstrieren. Der Schock über das schreckliche Verbrechen war noch spürbar und ich sah einige Teilnehmer mit Tränen in den Augen. Die Versammlung bestand ausschließlich aus Weißen und Indern, wenn man von einigen schwarzen Polizeibeamten absieht. Kein Wunder, denn die Bevölkerung der Küstenorte hier ist zu 95% weiß.

Dennoch war es sehr bedauerlich, dass sich kein Vertreter der Bezirksverwaltung ( 100% ANC und somit schwarz) blicken ließ. Bedauerlich und auch unverständlich, denn dadurch deutet der ANC an, dass auch er, wie die Weißen hier, davon ausgeht, dass der Täter ein Schwarzer war, was zwar ziemlich wahrscheinlich, aber noch nicht ausgemacht ist, da die Ermittlungen bisher jedenfalls erfolglos verliefen. Die Democratic Alliance (DA), die Partei der Weißen, ist sich da aber ganz sicher, war mit dem gesamten Ortsverein und dem Bezirksabgeordneten vertreten und forderte, was man halt in solchen Fällen fordert: Mehr Sicherheit für die Bürger, mehr Polizeipräsenz auf den Wanderwegen und - toll – das Abholzen der Ufervegetation im Bereich der Trails, weil sich darin ( schwarze) Obdachlose wohnlich einrichteten.

Die ersten beiden Forderungen sind wohlfeil, Politikerforderungen, wie man sie überall auf der Welt im Dutzend billiger bekommt. Die konkrete Forderung aber, den Kahlschlag der Ufervegetation, ist nachgerade absurd. Dieser einzigartige Bewuchs ist, obwohl unter strengem Naturschutz, durch die Küstenbebauung sowieso schon hochgradig gefährdet. „Mit Meerblick“ steigert den Wert einer Immobilie um 30-40% , weshalb fast täglich irgendwo das, den „Meerwert“ versperrende Buschwerk illegal ausradiert wird.

Das ist natürlich nicht nur für die Flora und Fauna in diesem Habitat äußerst misslich, aber auch der geldgeile Mensch bekommt dann eines Tages sein Fett weg. Ich erinnere mich nur zu gut an die große Springflut 2007, als die Hausbesitzer, die den schützenden Uferbewuchs zwecks „Meerblick“ abgeräumt hatten, diesen dann plötzlich zitternd in 10 m Entfernung „genießen“ durften, bibbernd, ob der nächste Brecher dann die ganze Villa schlucken würde. Halbe Gärten waren schon verschwunden und die Narben kann man heute noch sehen. Nun, 2007 ist lange her und wie ich damals schon schrieb:Nach uns die Springflut!

So, jetzt muss ich mich aber langsam auf Argentinien einstellen. Deutschlandfahne und Bayer-Leverkusen-Trikot liegen bereit - um sie nach der zu erwartenden Niederlage sofort angewidert zu verbren...schenken. Oder auch nicht, schaun wir mal. Wenn die Holländer die Brasilianer raushauen können – warum sollte Deutschland nicht auch die Argentinier..? Ach, ich bin ja schon wieder so aufgeregt!

Donnerstag, 1. Juli 2010

Schock

June Wallis RIPMord und Vergewaltigung habe ich hier bisher als eine schreckliche Seite des ganz normalen Wahnsinns im fernen Johannesburg oder in den Townships der großen Städte dargestellt. Wir, hier an der Southcoast, schienen, abgesehen von ein wenig Kleinkriminalität, von solch brutalen Verbrechen verschont. Um so tiefer sitzt nun der Schock, denn letzten Donnerstag wurde die 81-jährige June Wallis beim Strandspaziergang mit ihren 3 Hunden angegriffen, geschlagen, vergewaltigt und erwürgt. Ihre Leiche wurde erst am Freitagmorgen in den Büschen der Ufervegetation gefunden, direkt neben dem beliebten Strandwanderweg zwischen St Michaels and Orange Rocks.

Ich erfuhr bereits letzten Freitag von dem entsetzlichen Verbrechen, hatte aber bisher Hemmungen, hier davon zu berichten, weil ich 1. zu wenig von den näheren Umständen wusste und 2. um diejenigen Leser, die uns regelmässig besuchen, nicht in Besorgnis zu versetzen. Unsere Besucher kennen nämlich den Tatort nur zu gut, da genau dieser Wanderpfad Teil auch unseres täglichen Strandspaziergangs mit unserem Hund ist. Möglicherweise erinnert sich der Ein oder Andere auch noch an Mrs. Wallis, jene freundliche alte Dame mit dem schwarzen Labrador und den zwei Dackeln. Frau Blackconti und ich kannten sie jedenfalls recht gut, weil sich am Abend sehr viele Hundebesitzer regelmässig am Strand einfinden und man sich dann natürlich auch miteinander unterhält. Gerade weil der Spazierweg so beliebt und belebt ist und weil dort jeder jeden kennt, ist dieses grausame Verbrechen so besonders schockierend.

Saint's WalkwayBlumen am TatortBlumen und letzte Grüße

Der Täter, lt. Polizei war dieser wohl allein, hat Spuren hinterlassen und da es sich wohl um eine psychisch gestörte Person handeln dürfte, gestolen wurde nichts, ist zu hoffen, dass die Fahndung bald erfolgreich sein wird. Bis dahin allerdings wird Frau Blackconti den Wanderpfad meiden und auch bei mir sträuben sich die Nackenhaare, wenn ich den Ort des Verbrechens passiere.

Mittwoch, 30. Juni 2010

Die Holländer in Durban

Nachdem zum Englandspiel bereits alles gesagt wurde, nachdem mittels Photoshop zig-mal bewiesen wurde, dass Lampard’s Bloemfontein-Tor die Torlinie NICHT überschritten hatte, können wir uns einem nächsten Gegner der Deutschen widmen, den Holländern. Falls jemand jetzt meint, der nächste Gegner sei doch Argentinien, so stimmt das zwar, ist aber keine ernsthafte Hürde, denn bis auf das Endspiel im eigenen Land 1986 hat Argentinien noch nie ein WM-Spiel gegen Deutschland gewonnen und warum sollte diese schöne Tradition nicht fortgesetzt werden? Naja, und vor den Spaniern im Halbfinale muss man sich nun wirklich nicht fürchten. Gegen die reichten doch schon die nun wirklich ziemlich beschränkten Mittel der Schweiz zum Sieg. Der Endspielgegner der Deutschen heißt dann wohl Brasilien ( Begründung siehe unten ), aber es könnte ja auch anders kommen – z.B. Holland.

Also fuhr ich am Montag nach Durban, um einen Eindruck von den holländischen Fans zu bekommen, besonders dahingehend, ob sie in Punkto Verkleidung und Stimmung den Deutschen Paroli bieten könnten. Sie konnten, wie man den Fotos entnehmen kann. Im Radio wurde gemeldet, dass es noch Restkarten gäbe. Die gab es auch, aber 1.860 Rand (ca. 200 Euro) war mir NL vs. Slowakei dann doch nicht wert und da nahe am Stadion ein Fanpark mit Riesenfernseher eingerichtet war, hatte ich eine akzeptable Alternative.

HolländerHolländer  - mit World CupZulu Dancer at Durban BeachfrontIm Windschatten ist's auch im Winter warmHolländer

Diese Fanparks gibt es in fast allen Städten Südafrikas. Sie sind ziemlich aufwendig ausgestattet, mit Riesenvideowänden und Soundsystemen, die den Vuvuzelabackground aus den Stadien wie Kreissägen oder Düsentriebwerke erschallen lassen. Getränke- und Snackbars gibt es in ausreichender Zahl, Zuschauer allerdings gibt es seit dem Ausscheiden Südafrikas und fast aller afrikanischen Mannschaften nur sehr wenige. Das hatte ich hier ja schon vor einiger Zeit vermutet .Gestern in Durban tat das Wetter ein Übriges. Ein scharfer Nordostwind vom Meer fegte den Sand von den Stränden und auf dem Fußweg zum Stadion fühlte man sich wie von einem Sandstrahlgebläse bearbeitet. Sehr ungemütlich, aber an windgeschützten Stellen konnte man sich auch entblättern und von der Wintersonne bräunen lassen. Nicht umsonst wirbt Durban mit dem Slogan: Durban 2010 – the warmest place to be!

Durban RikschasSoccer Fans in DurbanDurban StadionDurban Fanpark noch ein Holländer

Holland hat bekanntlich ziemlich locker gewonnen. Ob das allerdings gegen die Brasilianer reicht, wage ich zu bezweifeln. Erstaunlich war, dass das Robben-Schema noch einmal funktioniert hat . Rechts antäuschen , dann blitzschnell nach innen quer an ein oder zwei Abwehrspielern vorbei ziehen und mit links schießen, zugegeben ziemlich präzise. Das haben wir sowohl in der Bundesliga, im Pokal und in der CL, als auch hier bei der WM schon so oft gesehen, - gääähn - da dürfte eigentlich kein Verteidiger mehr zu düpieren sein. Die Slowaken wussten wohl von nichts und schon stand es 1 : 0, aber die Brasilianer werden sich darauf einstellen und – schon ist Holland nur noch eine ziemlich durchschnittliche Truppe.
Meinen fachlich fundierten Ausführungen zufolge kommt als Weltmeister also nur eine Mannschaft in Frage: Entweder Argentienen, Brasilien , Deutschland , Ghana, Niederlande, Paraguay, Spanien oder Uruguay. Ma wees et halt nich!

Übrigens: Statt sich über das Bloemfontein-Tor aufzuregen, sollten sich die Engländer lieber fragen, warum ihr Verteidiger Gareth Barry im Sprintduell dem Mesut Özil bei dessen Anlauf zum 4. Tor trotz 10 m Vorsprung nach 50 Metern um 5 m hinterher hechelt. Vielleicht sollte denen mal einer sagen, dass Fußball ein Laufsport ist.

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