Dienstag, 31. Juli 2012

Andreas Molau - jetzt ganz neu!

Andreas Molau ani

Freitag, 27. Juli 2012

Wer hätte das gedacht?

Immer die gleiche Suada in den täglichen Nachrichtensendungen : Euro, Krise, Staatsschulden, Bankenrettung, Märkte, Griechenland, Spanien, Troika, EZB, ESM, Merkel, Schäuble, Rösler, Seehofer, Syrien, Assad, Schergen, Schlächter, Freiheitskämpfer und – zum schlechten Schluss – Sportmeldungen, die kein Mensch braucht. Schon fallen langsam die Augen zu, der Kopf sinkt auf die Brust, da dringt plötzlich eine Nachricht durch die Nebel meines Dahindämmerns und sofort bin ich hellwach: „Urlaubssouveniers sind oft mangelhaft!“ Hat der TÜV-Rheinland in einer Untersuchung festgestellt. Wow!

Da bin jetzt aber doch einigermaßen geschockt. Mein „Kölner Dom“, Made in China, soll reines Plastik und keineswegs reine Bronze sein? Meine Rolex, für 20 Euro auf einem italienischen Autobahnparkplatz erstanden, ist gar kein rein goldenes Schnäppchen, sondern nur eine billige Imitation? Und all die wunderhübschen Quietschenten und Kuscheltiere, Lacoste-Shirts und Ray-Ban-Brillen, all diese Reiseerinnerungen wurden aus billigem Kunststoff durch hochgiftige Produktionsverfahren in chinesischen Klitschen hergestellt? Ich bin entsetzt und eine Welt bricht zusammen. Wie hätte ich ohne diese wichtige Studie des TÜV und die aufrüttelnde Meldung der Tagesschau darauf kommen sollen?

Danke Tagesschau! Durch diese Meldung macht ihr endlich mal klar, für wie blöde ihr die Zuschauer haltet.

Montag, 23. Juli 2012

Sie können’s nicht lassen

Zum Schluss noch eine ziemlich dürftige Karikatur, damit auch der letzte Zuschauer versteht, was Thomas Walde im ZDF-Sommerinterview mit Katja Kipping, der Vorsitzenden der Linkspartei, vermitteln wollte und sollte: DIE LINKE ist eine verstaubte Partei aus der Mottenkiste, über die selbst der alte Marx nur höhnisch lachen kann. „Fühlen Sie sich getroffen?“ fragt Walde scheinheilig und Frau Kipping schluckt diese Unverschämtheit klaglos. Sie räumt die Fehler des realen Sozialismus der Vergangenheit ein, distanziert sich davon, weist aber daraufhin, dass man Marx Erkenntnisse natürlich der aktuellen Zeit angepasst interpretieren müsse. Nein, eine mit den Vorstellungen der Linken kompatible Gesellschaft gäbe es zur Zeit nicht, räumt sie ein, was Thomas Walde mit einem wissend-süffisant-simplen „Ach?“ kommentiert.

Walde will’s konkret, stellt dafür aber ziemlich merkwürdige Fragen. Ob, z.B., der Linken die Menschen in Griechenland egal wären, denn wenn die Klage der Linken gegen den ESM in Karlsruhe erfolgreich wäre, würde ja kein Geld zur Unterstützung fließen? Kipping kann da sagen was sie will, kann darauf verweisen, dass das Geld sowieso nur den Banken und Besitzenden zu Gute käme, die Normalbürger in Griechenland durch die verbundenen Auflagen aber noch schlechter dran wären, für Walde sind das nur Ausflüchte. Aber das bringt ihn auf eine noch bessere Idee. War es eben noch die fehlende Solidarität mit den armen Menschen aus Euro Süd, so entdeckt er nun die Gerechtigkeit. Die Deutschen hätten in den letzten Jahren gewaltig abgespeckt, Hartz, Rente mit 67, Niedriglohn usw., wo hingegen die Südländer in Saus und Braus über ihre Verhältnisse gelebt hätten. Da sei es doch nur gerecht, dass dort der Gürtel strammer gezogen wird. Kipping kann da von Steuerhinterziehung, von Reichensteuer, Bankenregulierung und Solidaritätsfond reden, für Walde ist auch das keine Antwort auf seine „konkrete“ Frage.

Ganz lustig wird es dann, wenn Walde auch noch Syrien und eventuelle militärische Auslandseinsätze anspricht. Die lehnt die Linke ja grundsätzlich ab und da verfährt der Linkeninquisitor Walde nun, wie seinerzeit die Wehrdienstverweigerungsprüfer. Nach dem Muster: „Stellen Sie sich vor, sie gehen mit Ihrer Oma durch den Wald und vier schwer bewaffnete Russen, fallen über Ihre Oma her. Sie haben haben ein Maschinengewehr zur Hand. Wie verhalten sie sich?“ oder so ähnlich. Walde bezieht das jetzt auf Syrien und einen (nicht erfolgten) UN-Bes chluss für humanitäre Hilfe mittels Militär. Kipping outet sich persönlich als Pazifistin und verweist auf Deutschlands perverse Waffenexporte und ansonsten auf die Beschlusslage der Partei und evtl. eine Diskussion im Einzelfall. Waldes Fazit daraus ist eindeutig: Die Linke lehnt humanitäre Hilfe ab. Punkt.

Alle Jahre wieder - Klischee ist Trumpf beim ZDF-Sommerinterview mit der LINKEN und Thomas Walde hat die Vorgaben seiner Chefredaktion für Sommerinterviews mit der Linkspartei aufs treulichste erfüllt. Die Forderung nach konkreten Aussagen, die Walde hier geradezu penetrant und böswillig einforderte, hätte sich vor 2 Wochen seine Redaktionspartnerin Bettina Schausten bei dem Merkel-Geblubber erlauben sollen. Hat sie natürlich nicht, denn dann wäre das auch ihr letzter Arbeitstag gewesen. Alles richtig gemacht und nun darf ihr Vorgesetzter, der, nach eigenem Bekunden, unanständige Journalist Peter Frei, wirklich stolz sein auf seine ZDF-Truppe.

Sonntag, 8. Juli 2012

Das Gesicht der SPD

Thomas OppermannThomas Oppermann ist der parlamentarische Geschäftsführer der SPD- Bundestagsfraktion und in dieser Eigenschaft ist er der Lautsprecher der größten Oppositionspartei. Er wird vor die Kameras der Medien geschickt, um uns die Standpunkte und Beschlusslagen der SPD zu erläutern. Es liegt wohl an der Oppermannschen Physiognomie, dass ich bei seinen Statements kaum auf den Inhalt achte, sondern immer nur diesen leicht belustigten Zug um Oppermanns Mundwinkel sehe. Dieses wohl angeborene Dauergrinsen lässt auch die schärfste oppositionelle Meinungsäußerung unglaubwürdig erscheinen und insofern symbolisiert Oppermanns öffentliches Auftreten den traurigen Zustand der SPD wiederum aufs Ehrlichste. Über den anderen SPD-Lautsprecher, die Nöhle Nahles, verliere ich jetzt aus Höflichkeit kein Wort.

Donnerstag, 5. Juli 2012

Hicks-Teilchen entdeckt!

ZDF-Heute 4.7.12 CERN Hicks
Ist ja toll! Super! Die Forscher am CERN haben Hicks-Teilchen in Schampusflasche gefunden! Wer hätte das gedacht? Das ZDF zeigt uns das erfolgreiche Experiment in den Heute- Nachrichten in beeindruckend klaren Bildern. Einfach schön, wie die Hicks-Teilchen nach dem Öffnen aus der Flasche sprudeln. Endlich hat sich die sündteure Investition in den riesigen Flaschenöffner gelohnt.

Drunk

In ersten Interviews zeigen sich die Forscher am CERN, von den Strapazen ihrer Selbstversuche noch gezeichnet, begeistert und hoffen, bald schon in Bier- Wein- und Schnapsflaschen weitere Hicks-Teilchen zu finden.

Dienstag, 3. Juli 2012

Die Märkte

„Die Märkte" reagieren äußerst nervös, „die Märkte“ haben kein Vertrauen, „die Märkte“ müssen beruhigt werden, „Die Märkte“ – das unbekannte, göttergleiche Wesen, welches straft und belohnt und zu dessen Wohlbefinden alle Völker Opfer bringen müssen. Ein wenig Hammel grillen wie in biblischen Zeiten, um mit dem dabei aufsteigende Rauch „die Märkte“ gnädig zu stimmen, reicht da nicht mehr. Heutzutage muss schon die Demokratie marktkonform umgebaut werden, weil sonst „die Märkte“ ungehalten reagieren und die 7 Plagen schicken, als da sind Arbeitslosigkeit, Armut, Inflation oder Deflation, Pleiten, Pech und Pannen.

Konnte man vom Ur-Symbol für materialistisches Denken noch ein anschauliches Abbild formen, ein „goldenes Kalb“, welches angebetet und umtanzt werden konnte, so wird uns heute mit „den Märkten“ nur eine Chimäre angeboten, nur ein Wort, unsicht- und unfassbar. Umtanzt und angebetet wird dieses virtuelle Kalb aber genau wie zu Moses Zeiten. Höchste Zeit, "die Märkte" sichtbar zu machen und da habe ich nun ein Beispiel gefunden, welches die Seriosität „der Märkte“ auf trefflichste versinnbildlicht:

Deutschland-Zertifikat
hier das Original: http://www.sportzertifikate.de/orderbuch.php?isin=AT0000A0VAV2#

Klar, dieses „Wertpapier“ ist seit letztem Donnerstag Makulatur und wer’s bis dahin nicht einem anderen Deppen andrehen konnte, hat mit Zitronen gehandelt. Aber, keine Panik, am 24. August beginnt wieder die Bundesliga und da kann ich nur dieses Zertifikat empfehlen. Wieder ein großartiges Wertpapier mit hohem Potential, denn bei Vizekusen ist Nomen traditionell Omen.

Während ich den letzten Satz schreibe, kommen mir natürlich Zweifel, ob hier so eine flapsige Betrachtungsweise noch angemessen ist, angesichts der Zerstörungen der vertrauten demokratischen Spielregeln der letzten Tage. Seit dem Fast-Kollaps des Finanzsystems vor nunmehr bereits 4 Jahren wurde die Notwendigkeit einer straffen Regulierung „der Märkte“ beschworen. Nichts ist passiert und die Regierungen winden sich hilflos, versuchen mit markigem Wortgeklingel und halbseidenen Entscheidungen die Hilflosigkeit zu kaschieren und das heraufziehende Desaster hinauszuzögern. Was soll man noch erhoffen, wenn nichtmal so ein Scheißdreck wie oben beschrieben unmöglich gemacht werden kann?

Donnerstag, 28. Juni 2012

Italia, Italia!

Mario Balotelli

1. Waren die Italiener die klar bessere Mannschaft.

2. Ging mir das deutsche: „ Wie schlagen wir die Spanier im Endspiel?“ sowieso schon gewaltig auf den Keks.

3. Freue ich mich auf die Neuauflage des einzig guten Fußballspiels dieser langweiligen EURO 2012, Spanien vs. Italien. Spanien wird’s wohl wieder machen, leider, weil zwar effizient, aber auch langweilig. Den Italienern würde ich’s gönnen, denn deren faszinierend präziser Konterfußball war bisher nicht nur erfolgreich, sondern sah auch noch, incl. Balotellis Frisur, gut aus.

Dienstag, 26. Juni 2012

Gut zu Vögeln

Ich will gleich vorausschicken, dass, sollte die Überschrift zum Klick angeregt haben, einschlägige Erwartungen nun aufs Gröbste enttäuscht werden. Es geht hier wirklich nur um die gefiederten Freunde im Garten, denen der plötzliche Tod einer Agave nun den Platz für ungetrübten Badespass verschafft hat. Agaven sterben umgehend, nachdem sie die einzige Blüte ihres langen Lebens in wenigen Wochen meterhoch in den Himmel gereckt haben.

Agave u Vogelbad

Also wurde der stachelig-spitze Pflanzenkadaver entfernt und nun war besserer Platz geschaffen für das Vogelbad, welches bis dato, da zu nahe am Haus, fast ausschließlich von der Olga als Reservetränke genutzt wurde. Nun, am neuen Ort, tobt das Vogelleben, und das zu beobachten ist wesentlich spannender, als die meist zum Gähnen langweiligen Fußballspiele der Euro 2012, einschließlich der peinlich ungelenk torjubelnden Kanzlerin

Glücksüchtig, wie ich es nun einmal bin, lausche ich auch lieber dem fröhlichen Vogelgezwitscher, als den grauenhaften Lobhudeleien für 100 Tage selbstgefällige Pastoralsalbadereien eines ganz schlimmen Wendehalses, der mein Unbehagen an eingeflogenen Soldatenleichen in Plastiksäcken als Krankheit, als Glücks-Sucht eben, diffamiert. Ich bleibe ganz entspannt und schaue den planschenden Webervögeln zu, auch wenn dieser merkwürdige Militärpfaffenpräsident jeden einzelnen der 600 Panzer für die Saudis höchstpersönlich segnen sollte. Ich hab nichts Anderes erwartet, nicht von dem.

Noch mal zurück zur Headline: Die habe ich natürlich mit Bedacht gewählt, ausnutzend, dass die Twoday-Vorgaben für dieses Weblog für den Titel ausschließlich Großbuchstaben vorsehen. Nicht sehr originell, ich weiß, aber Autos werden seit Menschengedenken auch mit Pin-ups verkauft

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